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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Mit Architektur den Leerständen entgegenwirken

07.08.2018
Betrifft: „City ächzt – der Leerstand wächst“ und „In Innenstadt häufen sich tote Schaufenster“ (NWZ vom 3. August)

Ich halte fest, dass allerhand leerstehender, ungenutzter Raum in der Innenstadt vorhanden ist wie Sie berichteten. Sicher ist einiges davon besser für Geschäfte geeignet, andere Gebäude wie z. B. das ehemalige Saturngebäude ließen sich dauerhaft gut als Wohnräume nutzen. Nur: Geldgierige - um nicht zu sagen „Kapitalisten“ , ich bin keine „Linke“ – müssten anders denken und lernen, sich davon zu verabschieden nicht in die eigene Tasche zu wirtschaften, sondern für die Gesellschaft zu handeln.

Solche Gebäude könnten umgebaut werden und bezahlbare Kleinraumwohnungen für Junge und Alte entstehen, was auch andernorts machbar wäre. Dann würde nicht mehr und mehr Boden weggepflastert und die Vergrößerung Oldenburgs nicht auch Ausbreitung heißen müssen.

Bedauerlich, dass sich nicht die Richtigen von solchen Utopien anstecken lassen.

Marie-Luise de Roma
Oldenburg

Karsten Röhr hängt zurecht das Thema „City ächzt – der Leerstand wächst“ an die große Glocke, denn eine rasch fortschreitende Verödung a là Hannover oder Delmenhorst kann auch Oldenburg viel schneller treffen als uns lieb ist.

Den Angriff des Online-Versandhandels werden die Innenstadt-Kaufleute allerdings nicht mit den Mitteln der 70er-Jahre abwehren können, denn autogerechte Innenstädte sind immer unwirtlich und das schnelle rein mit dem Pkw, Einkauf getätigt, Kisten rausgeschleppt – das kann Amazon/DHL mittlerweile viel besser.

Weitsichtige niederländische, dänische, australische und italienische Stadtväter haben das bereits vor Jahren erkannt und systematisch auf das Flair eines Einkaufserlebnisses in einer urbanen Atmosphäre gesetzt, die die physiologischen Bedürfnisse des Menschen bedient und eben nicht auf Antiästhetik möglichst vieler Quadratmeter Verkaufsfläche in Glaskästen neben riesigen Parkhäusern setzt (das siechende Hertie-Kaufhaus ist so ein abschreckendes „unmenschliches“ Beispiel). Anfangs war der Widerstand der Kaufleute in Kopenhagen geharnischt. Mittlerweile freuen sie sich über wachsende Kundenströme und Umsätze, sind ihrem einstiegen Erzfeind, Städteplaner-Ikone Jan Gehl, insgeheim sehr dankbar. Der denkt Architektur vom Menschen her.

Auswärtige Investoren (ECE-Schlosshöfe) im sensiblen Gefüge gewachsener europäischer Städte sieht er genauso kritisch wie Blechlawinen. Der Erfolg gibt ihm Recht.

Hubert Paluch
Oldenburg

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