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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Mit Leib und Seele als Mediziner im Einsatz

05.07.2006

OLDENBURG Seine Familie bedeutet ihm sehr viel. Auch im Kirchenrat war der Oldenburger aktiv.

von sabine schicke OLDENBURG - An seinen Geburtstagen wurde Dr. Dr. Wilhelm Vick schon immer von der Sonne verwöhnt. Und das spricht für die Sommer in Oldenburg: Zum 95. Geburtstag gratulieren ihm heute mehr als 80 Gäste.

„Man muss zur rechten Zeit dafür sorgen, dass man auch im Alter Freunde hat“, rät er. Als Arzt in seiner großen Praxis an der Herbartstraße hat er immer ein den Menschen zugewandtes Leben geführt. Und ein glückliches dazu, wie er sagt. Wenn auch geprägt von Disziplin und Pflichtbewusstsein – zwei Werte, die ihm viel bedeuten. Ebenso wie sein christlicher Glaube.

Erfüllung fand Wilhelm Vick im Einsatz für seine Patienten. „Aber möglich wurde das erst durch ein harmonisches Familienleben.“ Mit seiner Frau Irmingard verband ihn bis zu deren Tod eine 73 Jahre währende Partnerschaft. „Das Glück meines Lebens“, sagt er. Und das begann früh: schon als er Primaner war am Herbartgymnasium und sie an der Cäcilienschule. Man versprach sich einander, doch bis zur Hochzeit war es noch weit.

Wilhelm Vick hatte sich schon früh für das Doppelstudium der Medizin und Zahnmedizin entschieden. Er studierte in Tübingen, Münster und Berlin, wo er 1936 für sein medizinisches Staatsexamen an der Charité von dem berühmten Professor Ferdinand Sauerbruch geprüft wurde.

Anschließend verpflichtete er sich als Sanitätsoffizier und wurde nach Bremen versetzt. 1938 heiratete er Irmingard Dankwardt.

Im Krieg leitete er als Chef die Sanitätskompanie der Oldenburger Infanterie: zunächst Frankreich, dann Russland. Während andere in dieser Zeit ihren Glauben verloren, wurde seiner gefestigt.

Noch 1944 wurde er nach Wien zur Fachausbildung als Kopf- und Kieferchirurg geschickt. Drei Tage vor Kriegsende setzte er alles auf eine Karte und schlug sich durch die Linien. Am 15. Mai 1945 traute seine Frau ihren Augen nicht, als er in der Tür stand. Sie hatte ihn in Gefangenschaft gewähnt. Auch die drei kleinen Söhne freuten sich über die Rückkehr des Vaters.

In der Stadt fehlten noch Mediziner. Dr. Vick wurde gebeten zu praktizieren. Die Kanadier überprüften ihn und gaben grünes Licht. Zunächst übernahm er die Praxis von Dr. Binder an der Ofener Straße. 1948 zog er an die Herbartstraße um, wo er heute noch lebt und seine Praxis von seinem Nachfolger Dr. Uwe Seeber weitergeführt wird. Vick engagierte sich 25 Jahre lang im Evangelischen Kirchenrat und im Verwaltungsrat des Evangelischen Krankenhauses.

Seine drei Söhne, einer davon der in Oldenburg bekannte Veterinärmediziner Dr. Klaus-Peter Vick, mit ihren Familien, Enkeln und zwei Urenkeln freuen sich über den rüstigen Jubilar, der sagt: „Gott hat es gut gemeint mit mir.“

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