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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Mit überfüllten Zügen gewinnt Bahn keine Kunden

17.04.2018
Betrifft: „Bahn setzt Fahrgäste vor die Tür“; Ärger wegen überfüllter IC-Züge am Wochenende in Oldenburg (NWZ vom 9. April)

Ich habe selbst am Sonntag ähnliche Erfahrungen gemacht: Der Zug sollte in Delmenhorst geräumt werden, allerdings ohne bewaffnete Polizisten; kaum jemand kam der Anordnung nach. Stattdessen wurden wir „Fahrgäste“, (oder besser „Beförderungsfälle?“) bei der Einfahrt in den Bremer Hauptbahnhof mit sarkastischen Sprüchen über Lautsprecher („was so alles verboten ist, sonst bleibt der Zug in Bremen eben stehen“– Kasernenhof lässt grüßen) traktiert. Unfassbar.

Das Problem ist (...) die Entscheidungsstruktur der „Elite“ des Unternehmens, bzw. das Konstrukt des Unternehmens, immerhin des größten Arbeitgebers unseres Landes. Als Staatsunternehmen muss es größenwahnsinnige Projekte wie Stuttgart 21 durchpauken helfen und unqualifizierte Mitarbeiter im Vorstand ertragen, die ihnen von „der Politik“ vor die Nase gesetzt werde; andererseits in weniger prestigeträchtigen Bereichen sparen, was das Zeug hält – oder eben auch nicht mehr hält...

Das Ergebnis: Fahrgäste, die nach solchen Erfahrungen doch wieder ihr Auto vorziehen, und überfordertes Personal (...). Den übrigen hingegen gebührt mein Respekt, unter solchen Bedingungen zu arbeiten und dabei freundlich zu bleiben.

Zum Thema Regionalverkehr Leer-Bremen: Wie kann es sein, dass man nur alle zwei Stunden ein Fahrrad mitnehmen darf, weil der Intercity das nur bei Reservierung zulässt, und das zu horrenden Preisen? Warum fährt der letzte Zug ab Leer schon um 21.40 Uhr am Abend, (...) schließlich ist Leer der Umsteigebahnhof zur Partnerstadt Groningen mit tollen abendlichen Veranstaltungen. Von dort letzte Abfahrt nach Oldenburg um 20.30 Uhr. Chapeau!

Lüder Kahle
Oldenburg

Die Ursache in diesem Fall ist wohl auch in dem in der Woche ausgefallenem Nahverkehr auf dieser Strecke zu suchen. Aufgrund von Bauarbeiten musste der Nahverkehr zugunsten des umgeleiteten Güterverkehrs Abstriche erleiden.

Vor dem Hintergrund stellt sich der Sachverhalt etwas relativierter dar. Eindeutig sind hier aber die Prioritäten der Bahn zu sehen. Da wird es schwierig, Menschen vom ÖPNV zu überzeugen, wenn der profitablere Güterverkehr im Ranking klar die Nummer eins ist. Somit mehr Individualverkehr also mehr abgasbelastete Luft in der Stadt.

Michael Krügerke
Augustfehn

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Delmenhorst | Stuttgart 21

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