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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Mutmacherinnen in schwierigen Lebenssituationen

08.09.2014

Oldenburg Viele Gäste würdigten die Arbeit des Vereins Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) anlässlich seines 35-jähriges Bestehens am Sonnabend. Zur Feier kamen Betroffene, Ehrenamtliche und Vertreterinnen aus Selbsthilfeorganisationen, Kliniken und der Stadt in die Nikolaikirche.

Die große „35“ in der Hoffnungsfarbe Grün vor dem Rednerpult war bezeichnend für die Arbeit, die die Helfer-innen und Helfer, oft selbst betroffen, leisten. Regine Goldenstein-Nolte, Sabine Paulo und Petra Willer, Leitungsteam der Oldenburger Gruppe FSH, wissen um die Gratwanderung zwischen Hoffnung und Verzweiflung der an Krebs erkrankten Menschen.

„Jede Leidensgeschichte ist individuell. Wir bieten den Kranken an, sie in ihrer persönlichen Entwicklung aufzufangen, zu informieren und zu begleiten. Ein erfülltes Leben ist möglich“, betonte Sabine Paulo mit Hinweis auf das Motto der Gruppe.

Die Nachfrage nach Angeboten sei in den vergangenen Jahren gestiegen. Als die Frauenselbsthilfe nach Krebs 1976 in Deutschland und 1979 in Oldenburg ins Leben gerufen wurde (NWZ  berichtete), hatte sie noch mit Ignoranz und Skepsis zu kämpfen, ergänzt Paulo.

Menschen brauchen Menschen. Hier leistet Selbsthilfe einen wertvollen Beitrag, um mit der Krankheit umzugehen. Meike Dittmer von der Beratungs- und Koordinationsstelle für Selbsthifegruppen Oldenburg (BeKoS) berichtete von den Herausforderungen der Selbsthilfegruppen, aber auch, wie entlastend die psychosoziale Betreuung für Betroffene sei.

Auch Martin Thoma, Chefarzt des Brustzentrums der Ammerland-Klinik in Westerstede und lange Jahre beim Brustkrebsforum der Stadt Oldenburg, würdigte den helfenden Einsatz. „Ärzte können behandeln, nicht aber in dieser Weise auffangen“, betonte er.

Herzliche Dankesworte fand die scheidende Gleichstellungsbeauftragte Kornelia Ehrhardt bei ihrem letzten offiziellen Auftritt und vertrat damit auch gleichzeitig die Stadt Oldenburg.

Eine langjährige Unterstützerin und Mutmacherin der Frauenselbsthilfe ist die Bremer Professorin Annelie Keil. „Das Lernen im Anfang ist nicht immer leicht“, sagte sie im Hinblick auf das Leben mit und nach dem Krebs. Ausdrücklich lobte sie die Arbeit der Selbsthilfe, die ein „Weckruf sei, der weiterhilft“. Selbsthilfe leiste eine „unbürokratische Einmischung“ und sei „umfassend integrativ“.

Die „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ trifft sich an jedem zweiten Mittwoch ab 18 Uhr im Gemeindezentrum Nikolai an der Hundsmühler Straße 111.

Das Forum der deutschen Frauenselbsthilfe nach Krebs bietet die Möglichkeit, sich online auszutauschen.


     www.frauenselbsthilfe.de 
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