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25 Jahre Rosier-Gruppe-Nord: Ein besonderer Tag

18.07.2015

Oldenburg Vor dem Nutzfahrzeugzentrum Rosier an der Bremer Heerstraße stehen an diesem Donnerstagabend weiß gedeckte Tische. Von den 670 Mitarbeitern der Rosier-Gruppe-Nord sind viele nach Oldenburg gekommen: Schrauber in Blaumännern, Mitarbeiterinnen im Kostüm ebenso wie Manager in gedeckten Nadelstreifen aus allen elf Mercedes-Benz-Autohäusern der Region, die Geschäftsführer Thomas Rosier in den vergangenen 25 Jahren zur Rosier-Gruppe-Nord zusammengebaut hat. Letztes Puzzle-Stück auf der Landkarte des Nordwestens waren die Werksniederlassungen Emden und Aurich, die er erst Ende Mai nach jahrelangem Ködern im Boot hatte. „Das war ein zähes Ringen“, würde er später am Abend sagen.

Die meisten Mitarbeiter, die sich versammeln, glauben, Thomas Rosier wird etwas zur Strategie sagen. Wird alle einschwören auf neue Umsatzziele jenseits der schon erreichten 300 Millionen Euro pro Jahr und 5800 verkauften Autos. Doch große Zahlen spielen nicht die tragende Rolle, sondern eher große Gefühle. Ja, fast lebensphilosophische Betrachtungen eines Unternehmers, der nach seinem 50. Geburtstag und nach 25 Jahren an der Spitze eines Unternehmens im Stern-Verbund des weltweiten Benz-Konzerns eine ganz eigene Bilanz zieht. Andere sprechen über solche Themen mit 75. „Bei mir ist eben alles etwas früher“, sagt er.

Als Rosier das Mikro ergreift und Ehefrau Barbara Rosier und die Familie, aber auch Volker Braasch als Freund begrüßt, spüren einige schon, dass es ein besonderer Tag für alle wird. Thomas Rosier, in dritter Generation Autohändler aus dem sauerländischen Menden, kam 1989 erstmals in bunten Turnschuhen nach Oldenburg, gemeinsam mit seinem Vater Heinz Rosier. Der ist heute 80 Jahre alt, sitzt in der ersten Reihe und blickt zu seinem Sohn auf die Bühne hinauf.

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Damals, 1989, hatten sie gemeinsam das Geschäft von Schwarting an der Ammerländer Heerstraße gekauft. Und von da aus rollte Thomas Rosier den gesamten Markt im Nordwesten auf: zwischen Friesoythe und Wilhelmshaven, zwischen Westerstede und Wittmund. 1998 übernahm er den Betrieb von Volker Braasch. „Trotzdem sind wir Freunde, darauf bin ich stolz.“

Heinz Rosier und Volker Braasch zählen vermutlich zu den wenigen, die wissen, welcher Satz jetzt kommt, als Thomas Rosier beginnt: „Was ich jetzt zu sagen habe, fällt mir sehr, sehr, sehr, sehr schwer – ich habe mich entschlossen, das Unternehmen zu verkaufen.“ Viele halten es zunächst für einen Scherz, warten still auf die Auflösung, doch der nächste Satz lautet: „Ich habe 25 Jahre alles gegeben, und jetzt ist es die wohlüberlegteste Entscheidung meines Lebens.“ Die Automobilhandelsgruppe Senger aus Rheine, passenderweise dort an der Oldenburger Straße zu Hause, übernimmt Mercedes Rosier zum 1. Januar 2016.

60 Minuten lang blickt Thomas Rosier zurück auf die Geschichte: Als 2001 das Nutzfahrzeugezentrum gebaut wurde für 20 Millionen Euro, der Ort an dem sie jetzt alle sitzen. Er schaut aber auch auf 2008, als er zu viele Marken von Toyota bis Dodge unter das Dach der Firma holte und es Spitz auf Knopf stand. „Aber wir haben immer die Gehälter gezahlt.“ Da gibt es einen dicken Applaus.

Er möchte mit der Rede auf den Aufbruch einstimmen, verspricht, dass Senger in das Unternehmen investieren wird. Doch viele sind gerührt. Manche haben inzwischen die Taschentücher in der Hand, und nach einer Stunde gibt es stehenden Applaus für ihn und Geschäftsführer Karl-Heinz Peschel. „Ganz weg bin ich ja nicht.“

Schon während des Studiums in Kalifornien hatte er mit Oldtimern Geld verdient. Und so wird er ab 2016 klein, aber fein weitermachen: die schönen Flügeltürer der 50er, die nachtblauen 280er Coupés der 60er und andere Schätze will er unter dem Stern bei Rosier Classic Cars versammeln und verkaufen. Ein Mann lebt seine Passion.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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