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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Debatte Um Bad Nach Brand: Wird das Bischof-Stählin-Bad in Oldenburg saniert?

01.06.2018

Nadorst Seit mehr als einem Jahr ist das Bad im Altenzentrum Bischof Stählin in der Tübinger Straße geschlossen. Wiederholt haben Vereine und Badegäste nachgefragt – wiederholt hat die Diakonie um Geduld gebeten mit einer Entscheidung zur Zukunft. „Wir haben auch an den Oberbürgermeister geschrieben und ihm unsere Situation geschildert. Er hat uns vertröstet“, erzählt Hildegard Streit. Sie gehört einer Wassergymnastikgruppe des VfL Oldenburg an, die sich seit vielen Jahren immer freitags im Bad des Altenzentrums getroffen hat. „Das waren freitags immer vier Kurse mit jeweils zehn bis 13 Teilnehmern“, sagt sie.

Anfang März 2007 war die geplante Schließung vom Tisch. Die Ð berichtete von der Schlüsselübergabe an die städtische Bäderbetriebsgesellschaft. Repro: Ulf Middendorf
Anfang März 2007 war die geplante Schließung vom Tisch. Die Ð berichtete von der Schlüsselübergabe an die städtische Bäderbetriebsgesellschaft. BILD: Ulf Middendorf

schon 2007 stand Bad auf der Kippe

Das Bewegungsbad wurde beim Bau des Altenzentrums Mitte der 1970er Jahre errichtet. Es stand zunächst Bewohnern und den Patienten der Ergo-Therapie-Praxis im Haus zur Verfügung. Im Laufe der Jahre habe sich der Personenkreis geöffnet, teilt die Diakonie mit.

Eigentümer sind verschiedene Kirchengemeinden aus dem Raum Oldenburg: Ev.-luth. Gesamtkirchengemeinde Eversten, die Ev.-luth. Kirchengemeinden Friedrichsfehn - Petersfehn, Ofen, Ofenerdiek, Ohmstede, Rastede und das Diakonische Werk.

Bereits 2007 wurde aufgrund des Kostendefizits über eine Schließung nachgedacht. Damals rettete der Pachtvertrag mit dem städtischen Bäderbetrieb den Fortbestand.

2017 hatten offenbar Arbeiten mit einem Bunsenbrenner an der Außenseite des Gebäudes einen Brand im Untergeschoss ausgelöst. Seitdem ist das Bad geschlossen.

Wilhelm Stählin (1883 bis 1975) war von 1945 bis 1952 Bischof der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg.

Ziemlich angesäuert

Die Gymnastikgruppen hätten erst die Nachricht bekommen, dass ab Januar 2018 mit der Wiedereröffnung zu rechnen ist, so Hildegard Streit. Das sei jedoch auf den 1. Juli korrigiert worden. „Aber am Bad tut sich doch nichts“, wundert sie sich. „Wir sind alle ziemlich angesäuert, weil kein konkrete Infos kommen, wie es weitergehen soll“, sagt sie im Gespräch mit der NWZ. Zurzeit trainieren die VfL-Gruppen donnerstags im Hallenbad Eversten – bis zum 26. Juli. „Dann ist dort wieder Feierabend. Und das Uni-Bad ist ja auch geschlossen.“

„Wir wissen um die allgemein angespannte Schwimmbadsituation in Oldenburg und demzufolge um das große Interesse der Vereine, das Bad wieder nutzen zu können“, teilt Monika Remmert, Hausleiterin des Altenzentrums Bischof Stählin, mit. Es sei auch im Interesse der Einrichtung, so schnell wie möglich eine Entscheidung über die Zukunft des Bades zu treffen. Derzeit würden alle Pläne zu Renovierung und Umbau sorgfältig geprüft.

„Wir bemühen uns sehr um eine Entscheidung“, beteuerte auch eine Sprecherin des Diakonischen Werkes. „Wir wollen in den nächsten Wochen eine Aussage machen.“ Hintergrund der Entscheidung sind nach Angaben der Diakonie umfangreiche Investitionen in den Brandschutz im ganzen Haus. Welche Kosten genau entstehen, welche Rolle das Bad dabei spielt und welche Einnahmen möglicherweise zu erzielen sind, sei Gegenstand von Gesprächen.

Sehr interessiert an einer Sanierung und Weiterführung ist die städtische Bädergesellschaft. Der Bäderbetrieb hat das Bewegungsbad bereits 2007 gepachtet und ermöglicht dort zahlreichen Vereinen, Gruppierungen und Praxen die Nutzung.

„Wir hatten zuletzt 18 Mieter“, berichtet der Geschäftsführer der Bäder-Gesellschaft, Jens Hackbart. Schulschwimmen, Kneipp-Verein, Funktionstraining, Baby-Schwimmen – das zehn mal sechs Meter große und 0,90 bis 1,35 Meter tiefe Becken mit 33 Grad Wassertemperatur ist für viele Nutzer attraktiv.

Klein und warm

Die jährliche Pacht beläuft sich nach Angaben von Hackbart auf eine fünfstellige Summe im Jahr. „Wir haben signalisiert, dass wir bezüglich der Höhe gesprächsbereit sind“, unterstreicht Hackbart das Interesse an einer Fortsetzung. Die Pacht sei für das Olantis wirtschaftlich gewesen. „Klein und warm – das gibt es nicht häufig.“

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Nur gut die Hälfte der Bewegungsbad-Nutzer hätten nach der Schließung einen Ersatz gefunden. „Zum Großteil im vergangenen Sommer im Stadtteilbad Eversten. Aber das ist in diesem Sommer nicht möglich, weil die Universität die Fläche benötigt – als Ersatz für das Uni-Bad, das saniert wird.“

Acht der ursprünglich 18 Nutzer hätten ihre Angebote wegen der fehlenden Möglichkeiten eingestellt.

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Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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