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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Dieser Baum steht gern im Mittelpunkt

18.01.2019

Nadorst /Donnerschwee Lange hat sie am Rand gestanden, seit Ende 2017 steht sie im Mittelpunkt: die Stieleiche am Hochheider Weg im Kreuzungsbereich zur Ammergaustraße. Als dieser Abschnitt bis zum Stargarder Weg vor zwei Jahren ausgebaut wurde, bekam der Baum eine eigene Verkehrsinsel. Vorher war hier ein Engpass. Autos kamen der Eiche gefährlich nahe – vor allem bei Gegenverkehr. Durch die Teilung der Fahrstreifen war damit Schluss.

Der Laie freut sich, dass der Baum dem Straßenausbau nicht zum Opfer gefallen ist. Der Fachmann weiß, dass die Eiche jetzt nicht nur im Mittelpunkt steht, sondern auch eine Hauptrolle bei den Planungen gespielt hat. „Wieder einmal“, sagt Reinhard Hövel vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV). Dort ist der 57-Jährige als Sachgebietsleiter für Planung und Bau der Stadtentwässerung Oldenburg tätig. Der Baum hat nämlich nicht nur die Verkehrsführung beeinflusst, sondern auch die Entwässerung. „Er hat verhindert, dass die Beverbäke wenigstens dort noch ein offenes Gewässer ist“, erzählt Hövel.

Nur ein Schacht

Im Zuge der Ausbauplanungen für den Hochheider Weg, wo der OOWV den Regenwasserkanal neu verlegt, hat Hövel in alten Akten und Plänen recherchiert. Die zeigten, wie die Beverbäke (auf Hochdeutsch: Biberbach) einst in diesem Bereich ein offenes Gewässer war, dessen Verlauf aber in vielen Bereichen verrohrt worden ist. „Hätte man bei Baumaßnahmen, die es hier in 1950er-Jahren gab, den Baum gefällt, wäre die Bäke heute noch offen“, sagt Hövel. Bis 1975 floss die Beverbäke als offenes Gewässer vom Flötenteich aus durch die Fläche des danach entstandenen Sportzentrums Flötenteich. Heute zeugt nur noch ein Schacht auf dem Fußweg gegenüber der Eiche davon, dass hier die Bäke fließt – im Untergrund.

Von den Überlegungen, bei der Neugestaltung der Straße an dieser Stelle die Bäke wieder offenzulegen, hat man Abstand genommen. „Wegen des Baumes“, erklärt Reinhard Hövel. „Das hätte vom Platz her nicht geklappt. Dafür wären vier bis fünf Meter notwendig gewesen.“ Zum Vergleich: Die Verkehrsinsel rund um den Baum ist drei Meter breit. „Zu aufwendig und zu teuer“, sind die weiteren Argumente, die der OOWV-Fachmann nennt.

Ein Stück weiter, nachdem die Ammergaustraße gekreuzt wurde, lässt sich die Bäke dann doch wieder für einige Meter am Hochheider Weg blicken. Dann macht sie einen Knick und fließt sie unter der Fahrbahn hindurch auf das Gelände der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne.

Quelle in Etzhorn

Die Beverbäke (Eigentümerin ist die Moorriem-Ohmsteder-Sielacht) hat bis dahin schon einiges hinter sich. Sie entsteht sie als kleines Rinnsaal in Etzhorn (nördlich des Triftweges), fließt durch den Flötenteich, schlängelt sich dann durch Neu-Donnerschwee (das Quartier, das auf dem Kasernengelände entstanden ist) in Richtung Weser-Ems-Halle. „Unter dem Bfe-Zentrum an der Donnerschweer Straße ist die Bäke verrohrt. Sie fließt also unterirdisch unter dem Gebäudekomplex hindurch“, erklärt Hövel. Wieder „über Tage“ ist der Bach auf dem Weser-Ems-Hallen-Gelände, schlängelt sich zur Kläranlage, dann zum Donnerschweer Siel durch, um schließlich die Hunte zu erreichen.

Grafik zum Thema als PDF.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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