• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Neue Einblicke in historische Bauten

22.06.2017

Oldenburg Die Festveranstaltung zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, wird in diesem Jahr in Oldenburg stattfinden. Die Stadt und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) arbeiten derzeit zusammen an den Vorbereitungen. „Wir haben uns über die Anfrage sehr gefreut“, erklärte Stadtbaurätin Gabriele Nießen. Das Thema Denkmalpflege stehe ohnehin gerade hoch in Kurs, da hier am Dienstag gerade die Jahrestagung der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger zu Ende ging. „Zwei so wichtige Veranstaltungen zu diesem Komplex in einem Jahr, etwas besseres kann einer Stadt mit rund 2500 Denkmälern gar nicht passieren“, so Nießen.

Der hohe Denkmalbestand sei auch für die DSD ein wichtiges Kriterium gewesen, als die Wahl auf Oldenburg fiel. „Bereits seit vielen Jahren präsentiert die Stadt ihren Bestand am Tag des offenen Denkmals der Öffentlichkeit“, lobte Dr. Ursula Schirmer, Pressesprecherin der DSD. „Einige der herausragenden Bauten konnten wir mit unseren Mitteln bei der Instandsetzung unterstützen. Deshalb freuen wir uns, in diesem Jahr hier zu Gast zu sein.“

Etwa 30 bis 40 Denkmale will die Stadt am 10. September der Öffentlichkeit vorstellen. Gabriele Nießen nennt hier unter anderem den Bahnhof mit seinem Jugendstilgebäude, die Eisenbahn-Rollklappbrücke über die Hunte und den Wasserturm am Stau. Mit der 1963 gebauten Thomaskirche ist zudem ein Bau im Programm, der erst im letzten Jahr unter Denkmalschutz gestellt wurde. Der alte Landtag und das Herbartgymnasium sind noch nicht auf der Liste, sollen aber folgen.

Der Wasserturm gehört zugleich zu den Sorgenkindern unter den Denkmalen der Stadt, wie Nießen einräumt. Für die Gleishalle des Bahnhofs sehe sie unterdessen Lichtblicke. „Wir sind jetzt mit der Bahn in konstruktiven Gespräche über den Erhalt anstatt Abriss oder Rekonstruktion“, so Nießen. Die Rekonstruktion eines denkmalgeschützten Baus ist keine Alternative zum Erhalt, stellte die Stadträtin klar. „Rekonstruktionen sind eine Sache für Architekten, nicht für Denkmalspfleger. Mit der Rekonstruktion geht ein Denkmal verloren.“

Größtes Problem der DSD ist die andauernde Niedrigzinsphase, unter der die Erlöse aus dem Stiftungsfonds leiden. „Dank zuletzt gestiegener Unterstützung durch private Spender mussten wir aber noch keine Förderung zurückfahren“, betont Ursula Schirmer. Wie wichtig die Unterstützung ist, erklärt sie an einem Vergleich: „Denkmale sind Dokumente der Geschichte. Und im Archiv lässt man Dokumente auch nicht verrotten.“ Deshalb sei auch der Tag des offenen Denkmals so wichtig. „An diesem Tag können die Bürger demon-strieren, dass sie sich für die Denkmale in ihrer Region interessieren und es ihnen ganz und gar nicht egal ist, was mit ihnen passiert.“

Das vollständige Programm zum Tag des offenen Denkmals veröffentlicht die Deutsche Stiftung Denkmalschutz im August in Internet.


Mehr Infos unter   www.tag-des-offenen-denkmals.de 

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.