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Projektarbeit: Neue Hoffnung für Langzeitarbeitslose

10.04.2010

OLDENBURG Noch vor wenigen Wochen standen in dem Schaufenster des Möbelhauses Rosenbohm am Pferdemarkt prämierte, internationale Designer-Stücke – dieser Tage werden dort fantasievolle Stühle, Paravents und Taschen bewundert, die von Oldenburger Langzeitarbeitslosen entworfen und gefertigt wurden. Die Männer und Frauen sind alle seit mehreren Jahren ohne Job und versuchen über den Verein Manufaktur „Neustart“ wieder eine Perspektive für das Berufsleben zu entwickeln. Auf die Ausstellung sind alle mächtig stolz.

Wie die Projektleiter George Golz und Marie Wilkens erläutern, werden die Teilnehmer auch psychosozial betreut. Der Theaterpädagoge und die Psychotherapeutin hatten auch die Idee, die Produkte in dem Möbelhaus auszustellen. Und Inhaberin Gislinde Rosenbohm ist von den Arbeiten begeistert, daher war sie sofort bereit, dem Projekt ihr prominentes Eckschaufenster zur Verfügung zu stellen.

Der gemeinnützige Verein, Manufaktur „Neustart“ wurde 2008 gegründet, das Projekt „unter einem Dach“ startete am 1. Dezember und ist in einem Gebäude an der Hauptstraße 50 zu Hause. In den Werkstätten dort arbeiten mehr als 20 Langzeitarbeitslose: In der Holzmanufaktur, in der Ideenwerkstatt für textiles Gestalten und in der Fahrradwerkstatt arbeiten die Langzeitarbeitslosen, die durch diese Arbeit kreative, handwerkliche Fähigkeiten vermittelt bekommen.

Und nicht nur das: Auch deren Motivation und Selbstwertgefühl entwickeln sich positiv. Das berichtet Jacqueline Heyen, die fünf Jahre ohne Job war, als sie zur Manufaktur kam. Das Selbstwertgefühl der 47-Jährigen war im Keller. Obwohl sie drei abgeschlossene Berufsausbildungen hatte, fand sie keine Anstellung. „Mein Leben hat sich seither sehr verändert“, sagt sie: „Ich habe endlich wieder Selbstvertrauen.“

Aber es werde einem auch nichts geschenkt. Selbst für sich Verantwortung zu übernehmen, gehört auch zum Konzept von Manufaktur.

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Über den Verkauf der Produkte will der Verein auch Arbeitsplätze schaffen, drei sind bereits entstanden nach Auskunft von George Golz. Die Teilnahme an dem Förderprojekt als Arbeitsgelegenheit vermittelt die Hartz-IV-Behörde Arge. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten für jede geleistete Stunde 1,10 Euro.

Dass Passanten vor dem Schaufenster beim Pferdemarkt stehen bleiben und die Stühle, Bilder und Taschen bewundern, gibt den Männern und Frauen Auftrieb. Selbst die Fachleute aus dem Möbelhaus Rosenbohm waren von den Fertigkeiten der angelernten Kräfte mehr als angetan.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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