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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Keine Atempause für Steuerzahler

07.02.2017

Oldenburg Großer Umzug des Finanzamts – „aber die heimliche Hoffnung, dass genau diese Behörde durch den Umzug eine zeitlang handlungsunfähig werden könnte, erfüllt sich nicht“, witzelte Finanzminister Peter-Jürgen Schneider am Montag bei der Vorstellung des neuen Gebäudes. Nur einen Tag – an diesem Freitag, 10. Februar, – ist das Finanzamt nicht erreichbar, so Vorsteher German Unland. Ab Montag, 13. Februar, geht es dann am Stubbenweg weiter. Die Infothek für den Publikumsverkehr geht zwar erst am 20. Februar an den Start, telefonische Terminvereinbarungen sind aber schon vorher möglich. Mail und Post laufen ebenfalls. Die Großbetriebsprüfung verbleibt im Gebäude an der Georgstraße.

Acht Säuleneichen und der Brunnen es Oldenburger Künstlers Georg Schmidt-Westerstede, der bereits den Eingang an der 91er Straße geschmückt hatte, empfangen die Besucher des H-förmigen Gebäudes am Stubbenweg, hinter der Büfa-Holding.

Ein Teil der Büromöbel ist bereits angekommen, die Teeküche funktioniert, alle Namensschilder hängen. Der größte Teil der 300 Mitarbeiter soll bis Ende dieser Woche umziehen, bis zum 17. Februar soll der Umzug mit 2000 Kartons, Möbeln, Stühlen und PCs abgeschlossen sein. Vier Kilometer Regalfläche stehen bereits voller Akten.

Innerhalb von drei Monaten ist der Bau mit 165 Fertigmodulen der Firma ALHO und einer Nutzfläche von 6500 Quadratmetern in Etzhorn entstanden – unter der Ägide des Staatlichen Baumanagements Osnabrück-Emsland (Bad Iburg), das angesichts der vollen Auftragsbücher des eigentlich zuständigen hiesigen Baumanagements Ems-Weser am Stubbenweg für den Bau des „Interimsgebäudes“ eingesprungen sei, so die dortige Leiterin Cristina von Pozniak-Bierschenk.

14 Millionen Euro zahlt das Land dafür, weitere 500.000 Euro für die Einrichtung, hinzu kommt die Miete für das Grundstück an die Johannes Oetken Vermögensverwaltung, über die das Land und Oetken „Stillschweigen vereinbart haben“, so Geschäftsführer Klaus Oetken am Montag. Für zehn Jahre ist die Fläche gemietet, mit Verlängerungsoption von drei mal drei Jahren, so der Finanzminister. Das Finanzamt Oldenburg hat die zweithöchsten Steuereinnahmen aller 57 Finanzeinrichtungen im Land.

Der Umzug war notwendig geworden, weil das derzeitige Gebäude in der 91er Straße „so stark geschädigt ist, dass es eine wirtschaftliche Sanierung nicht mehr zulässt“, sagte German Unland. Das erst 40 Jahre alte Verwaltungsgebäude, das laut Unland elf Jahre lang geplant worden war, weist gravierende Betonschäden an den Fassadenplatten und Außenstützen auf. Die dauerhafte Standsicherheit gilt als nicht mehr gewährleistet. Der Finanzminister sprach am Montag von „Pfusch am Bau“.

Wie lange das neue Finanzamt als Zwischenlösung genutzt wird, blieb am Montag offen. „Das ist hier keine Behelfsbaracke“, sagte Schneider. Eine 19-jährige Nutzung sei vertraglich gesichert, weitere Verlängerungen denkbar. Schneider: „Es gibt Übergänge, die sehr lange dauern.“ Für Bürogebäude dieser Art seien beizeiten aber „auch andere Nachnutzungen denkbar“.

Der Abriss an der 91er-Straße könnte sich, auch wegen der Asbest-Problematik, für „mindestens zwei bis drei Jahre hinziehen“, so der Finanzminister. Genaue Pläne für den Standort gebe es noch nicht. Der Oberbürgermeister, der an einer schnellen und attraktiven Nutzung dort interessiert ist, habe sich aber bereits in Hannover angesagt.
 Die neue Anschrift lautet:
Stubbenweg 42, 26125 Oldenburg (ab 20. Februar); Tel. 238-0 (ab sofort); Fax: 238-1000 (ab 13. Februar)


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwzonline.de/tv 
Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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