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Aktualisiert vor 6 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Neues Falterparadies auf Ex-Müllkippe

08.10.2011

OSTERNBURG Einen Anziehungspunkt für Schmetterlinge will der Naturschutzbund (Nabu) auf dem Osternburger Utkiek einrichten, der auf der ehemaligen Osternburger Hausmülldeponie entstanden ist. Das erklärte Carsten Heinecke, Biologe und Leiter der Schmetterlings-AG des Nabu. Mit Unterstützung des Fachdienstes Stadtgrün der Stadt Oldenburg haben er und seine Mitstreiter der AG ein Beet auf dem Utkiek schmetterlingsfreundlich aufgewertet.

Sorge um Bestände

Insbesondere der Schwalbenschwanz soll dadurch angelockt werden. Seine Bestände haben sich nach bedrohlichen Rückgängen in den vergangenen Jahren leicht erholt.

„Grund genug, sich für diesen Schmetterling einzusetzen“, sagt Rüdiger Wohlers vom Nabu. Das Hauptaugenmerk lege die AG auf den Osternburger Utkiek, da sich die Falter nach Angaben des Nabu zur Balz gerne über Geländeerhebungen treffen.

Sechs Mitglieder trafen sich und pflanzten Oregano sowie verschiedene Sorten Thymian an. „Sie sollen das Nektarangebot für Schmetterlinge erhöhen“, sagt Wohlers. Hinzu kamen Wilde Möhre, Dill und Fenchel. Wohlers: „Diese Pflanzen dürfen im Lebensumfeld des Schwalbenschwanzes nicht fehlen.“

Die Schmetterlings-AG setzt sich seit 2008 für den Schmetterlingsschutz ein. Sie unterstütze, eigenen Angaben zufolge, die Stadt mit Pflegehinweisen und Bepflanzungstipps für den Osternburger Utkiek. „Bereits im Sommer 2010 wurden dort die ersten Schwalbenschwänze gesichtet“, sagt Rüdiger Wohlers.

Auszeichnung

Im Oktober darauf erhielt die Arbeitsgemeinschaft für ihre Gestaltungsvorschläge eine Urkunde zur Anerkennung besonderer Leistungen im Rahmen des Umweltpreises der Bingo-Umweltstiftung.

Mit der Aktion am Utkiek will die AG auch Vorbild sein und Tipps für den heimischen Garten geben: „Die Raupen des Schwalbenschwanzes mögen gerne das Laub von Speisemöhren. Es entwickeln sich nur wenige Raupen, die nicht die Ernte gefährden“, erklärt der Nabu-Biologe Carsten Heinecke.

 @  http://www.falteralarm.de

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