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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

97 Prozent der Fundtiere finden ein neues Zuhause

31.10.2015

Oldenburg Verlassen, verloren oder gerettet: 270 Hunde, 382 Kleintiere und 658 Katzen kamen im vergangenen Jahr ins Tierheim. Erstaunliche Zahlen; erstaunlich ist aber auch: Von 1310 abgegebenen Tieren konnten 1281 an eine neue Familie vermittelt werden, oder fanden zu ihren Besitzern zurück. Das sind 97,79 Prozent aller Tiere.

63 Prozent davon sind Fundtiere. Diese fallen durch einen schlechten Allgemeinzustand auf, sind verwundet oder besonders dürr und hungrig. „Wenn so ein Tier abgegeben wird, gehen wir immer erst einmal davon aus, dass es verloren gegangen ist“, sagt Tierheimleiter Dominic Tombergs. Überraschenderweise glückt die Rückgabe von verlorenen Kaninchen besonders häufig. Die traurigen Bilder von einem ausgesetzten Tier gibt es dennoch. „Es kommt vor, dass ein Hund angeleint am Tierheimzaun wartet, oder ein Karton voller Meerschweinchen steht vor der Tür“, erzählt Tombergs.

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In den letzten zwei Jahren beschlagnahmten die Behörden etwa 250 Tiere mehr als zuvor. Die Fälle von „Animal Hording“ sind rasant angestiegen. Dahinter steckt meistens Einsamkeit des Tierhalters. Die treibt ihn dazu, Tiere zu seinem sozialen Mittelpunkt zu machen. „Wenn das außer Kontrolle gerät, ist es meistens schon zu spät“, erklärt Tombergs. 40 Katzen aus einer Zwei-Zimmer-Wohnung zu bergen – das sei keine Seltenheit. „In so einem Moment konzentriere ich mich darauf, zu funktionieren, bin aber jedes Mal wieder schockiert.“

Die Vermittlungsquote sei in den letzten drei Jahren um ein Drittel gestiegen. „Im Tierheim sitzen und zu warten funktioniert nicht“, so Tombergs. Mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren ist für den Erfolg besonders wichtig. 2014 vermittelte das Tierheim sogar mehr Katzen, als es in dem Jahr aufgenommen hatte, insgesamt 668. Katzen sind relativ leicht zu vermitteln; durchschnittlich bleiben sie 39 Tage, wohingegen ein Hund im Schnitt 78 Tage auf einen neuen Besitzer warten muss. Etwas schwerer haben es dabei die Großen.

Der einzige, der sich im Tierheim anscheinend zu Hause fühlt, ist Bobby. Er ist schon 14 Jahre alt, und damit ein echter „Opa-Hund“, wie Tombergs sagt. Zweieinhalb Jahre wurde er nach der Vermittlung wieder und wieder zurückgebracht. Nun finanziert eine Patenschaft seinen Aufenthalt im Tierheim.


  www.nwzonline.de/tierheim 
Nina Janssen
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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