• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Neutrale Prüfung der Kosten für Erhalt angemahnt

20.02.2015

Oldenburg Die Vorkämpfer für einen Erhalt der Cäcilienbrücke fordern eine neutrale Prüfung der Kostenberechnungen. Wie der Architekt Gregor Angelis und der Ingenieur Heino Brick am Donnerstag berichteten, weichen ihre eigenen Berechnungen stark von denen des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Bremen ab. Die Kosten lägen bei nur gut der Hälfte.

Ein Gutachten im Auftrag des WSA hatte die Kosten für einen Erhalt der Brücke auf 7,7 Millionen Euro beziffert. Einen 1:1-Nachbau hatten die Gutachter auf rund 5,8 Millionen Euro veranschlagt.

Nach Einschätzung von Angelis und Brick sind die Kostenschätzungen der Gutachter höher als notwendig. So veranschlage das WSA eine Erneuerung der Holzpfähle, auf denen die Fundamente der Brücke stehen. Angelis: „Die Pfähle haben sich in den vergangenen 80 Jahren nicht bewegt. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sie künftig nicht mehr halten – zumal wenn die Zuglast bei unserem Erhaltsvorschlag wegfällt.“

Angelis und Brick bemängeln zudem nicht nachvollziehbare Pauschalen für einzelne Posten. Brick: „Wir haben für den Keller, in dem das Hydrauliksystem untergebracht wird, einen Kostenvoranschlag eingeholt – und der liegt deutlich unter dem Ansatz der Gutachter.“

Brick und Angelis fordern, dass neutrale Prüfer – zum Beispiel Sachverständige der Industrie- und Handelskammer – die unterschiedlichen Kostenberechnungen untersuchen. Die Oldenburger Befürworter eines Erhaltes weisen darauf hin, dass das WSA die selben Gutachter um das Hannoveraner Büro Dr. Schippke, die zuvor den Abriss und Neubau der Brücke empfohlen hatten, mit der Prüfung des Erhaltsvorschlags beauftragt hatte. Angelis: „Das ist keine neutrale Prüfung.“

Das WSA hatte kürzlich weitere Gespräche mit Angelis, Brick und Günter Baak für Anfang März angekündigt. Anschließend will das WSA die Wirtschaftlichkeit der Varianten prüfen und über den nächsten Schritt entscheiden.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.