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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Nun gibt’s Geld für private Flüchtlingshilfe

28.01.2016

Oldenburg Mit 3020 Euro lassen sich keine allzu großen Räder drehen, sehr wohl aber viele kleine. Der Präventionsrat will daher mit diesem Geld – lediglich das Startkapital eines neu angelegten Fonds, weitere Spenden sind gewünscht – Einzelpersonen und Vereine unterstützen, die sich ehrenamtlich mit kreativen Ideen in der Flüchtlingsarbeit engagieren wollen. Obgleich dies wohl die falsche Formulierung sein mag. „Begegnung“, sagt Beiratsmitglied Susanne Jungkunz da treffender, „so etwas bringt die Menschen zusammen“.

Engagiertes Team

Nun fließen Fördergelder bereits aus vielen Töpfen von Bund, Land und Kommune in die Arbeit engagierter Institutionen und Initiativen vor Ort. Was da bislang eher außer Acht gelassen wurde, seien die vielen kleinen privaten Projekte, so Melanie Blinzler. Die Geschäftsführerin des Präventionsrates Oldenburg (PRO) hatte sich unlängst mit Kollegin Nicole Wilke für einen neuen Weg der Unterstützung ausgesprochen und auch vor ihrem „Arbeitgeber“, dem Förderverein des Präventionsrates, dafür stark gemacht.

Da das PRO-Motto „Schau hin, sag was, tu was!“ nun mal auch für diesen zwischenmenschlichen Bereich gilt, wurde der Fonds rasch beschlossen und mit den Beiratsmitgliedern abgestimmt. „Solange sich Bürger dafür einsetzen, dass es zu Begegnungen zwischen Flüchtlingen, Neu-Ankommenden und hier längst Lebenden kommt, haben wir eine `soziale Versicherung´ für ein friedliches Miteinander“, so Blinzler. Der Fonds des Präventionsrats versetze nun auch einzelne Bürger in die Lage, Angebote für Flüchtlinge zu machen, heißt es.

Feste oder Strickabende

„Wir leisten so auch eine Unterstützung zur Willkommens- und Ankommenskultur“, sagt Blinzler – die wiederum liegt vor allem in den Händen der Bürger selbst. Ein privates „Welcome-Dinner“ mit Flüchtlingen im heimischen Wohnzimmer, ein Strickabend, Straßenfeste oder Theaterbesuche: Möglichkeiten zur Begegnung gibt es zahlreiche. Nur gibt es auch „viele, die sich gern engagieren möchten, aber noch nicht wissen, wie sie das anstellen sollen“, heißt es.

In beiden Fällen will der Präventionsrat helfen – schnell und unbürokratisch. Innerhalb von drei Wochen nach Anfrage folge ein persönlicher Kontakt, der Entscheid innerhalb des Beirats ob einer Förderung und schließlich die Überweisung oder eine Vermittlung. Danach könnten die Antragsteller schon beginnen, Flüchtlingen die Teilhabe an ihrem und damit dem gesellschaftlichen Leben in Oldenburg zu ermöglichen. „Die Menschen hier haben so viele Ideen, alle wollen helfen – dann muss man sie auch lassen“, sagt Beiratsmitglied Wilhelmina Cordes, „wenn Oldenburg das nicht schafft – wer dann?“


Weitere Informationen unter Telefon 2353611 und unter   www.praeventionsrat-oldenburg.de 

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