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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Stadt Oldenburg soll sich für Bahnunterführung einsetzen

06.09.2019

Ofenerdiek Klares Votum der Vereine zur Lösung der Verkehrsprobleme am Bahnübergang „Am Stadtrand“. Bei einer Sondersitzung der AG Ofenerdieker Vereine am Mittwochabend auf Einladung des Vorsitzenden Hermann Diercks sprachen sich zehn Vertreter für den Bau einer Unterführung aus. Lediglich der Verein Handel und Gewerbe Ofenerdiek („Hugo“) favorisiert die Ertüchtigung des Bahnübergangs.

„Ich traue der Stadtverwaltung viel zu, aber nicht, dass sich der Verkehr über einen Bahnübergang abwickeln lässt“, sagte Joachim Voss (Gemeinschaft Oldenburg).

„Lücke im Lärmschutz“

Bodo Gerdes, Vorsitzender des Bürgervereins, teilt diese Einschätzung. Er warnte zudem vor der Belastung, die bei einer Lücke in den Lärmschutzwänden in Höhe Bahnübergang entstehen würde. Er widersprach Aussagen, wonach die Wand sechs Meter hoch werde. „Sie ist an der höchsten Stelle vier Meter.“

Helmut Dietz von der Siedlergemeinschaft Jan Koopmann (Alexandersfeld) sagte: „Ich bin klar für die Unterführung. An den Schranken zu stehen, macht keinen Spaß.“ Um Ofenerdiek weiterzuentwickeln, sei die Unterführung unabdingbar.

Christian Marke, Vorsitzender des Sportvereins, berichtete, der Vorstand habe mit 4:1 für die Unterführung gestimmt. Problematisch sei allerdings ein Wegfall des Übergangs „Karuschenweg“. Dadurch entstünden Nachteile gerade für schwächere Verkehrsteilnehmer.

Auch Heinz-H. Meyer von Thun vom Shanty-Chor Oldenburg forderte: „Der Übergang Karuschenweg muss allerdings geöffnet bleiben“.

Thomas Zander vom Tennisverein Grün Weiß brachte den Bau einer Unterführung auch im Karuschenweg ins Spiel. „Die Tendenz geht bei uns Richtung Unterführung. Der Übergang den Karuschenweg sollte aber auf jeden Fall erhalten bleiben.“

Gralf Renken vom Sport-Verein Ofenerdiek meinte, eine Unterführung würde den Ortsteil nicht – wie Kritiker meinen – zerschneiden. Dies zeigten Beispiele wie die Unterführungen der Ammerländer Heerstraße oder in Bad Zwischenahn.

Auch Heinz Backhaus plädierte mit Nachdruck für eine Unterführung – auch mit Blick auf die erwartete Steigerung des Verkehrs. Die aktuelle Zugzahlprognose des Bundes, die von weniger Güterzügen ausgehe als bislang erwartet, sei „nicht nachvollziehbar“, sagte Backhaus.

Oliver Brinkhaus (Ev.-Luth. Kirchengemeinde) erwartet ebenfalls eine Zunahme von Straßen- und Schienenverkehr. Wenn sich die verschiedenen Verkehre aus dem Weg gingen, sei das nach seiner Meinung „die beste Lösung“.

„Nachteile für Ältere“

Hilbert Schoe („Hugo“) machte gegenüber den Befürwortern die Bedenken seines Vereins gegen eine Unterführung deutlich. Die Verkehrssituation am Bahnübergang sei zu Stoßzeiten zwar schlecht. „Aber zu den anderen Tageszeiten haben wir dort keine Probleme.“ Aus Sicht des „Hugo“ ist eine Ertüchtigung des Bahnübergangs der bessere Weg. Dazu gehört vor allem der Bau von Linksabbiegespuren, damit sich bei geschlossenen Schranken der Geradeaus-Verkehr nicht staut. Bei einer Unterführung – und damit einer durchgezogenen Lärmschutzwand – erwartet Schoe eine trennende Wirkung zwischen östlicher und westlicher Stadtteilhälfte. Gerade für ältere Menschen seien kurze Wege, die sich durch die Übergänge bieten, von großer Bedeutung.

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Was die Stadt versäumt hat

Von den anwesenden Mitgliedern konnte Schoe jedoch niemanden überzeugen. Die nicht geheime Abstimmung brachte mit 10:1 Stimmen ein klares Votum für den Bau einer Unterführung.

Der Verkehrsprobleme am Bahnübergang beschäftigen Ofenerdiek und die Gremien der Stadt seit Jahren. Eine Diskussion 2011 und 2012 über die Lösung verlief im Sand, nachdem der Rat alle Gespräche mit der Bahn zu Themen des Ausbaus der Stadtstrecke auf Eis gelegt hatte. Im Juli hatte der Projektverantwortliche der Bahn für den Ausbau der Strecke zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg, Frank Heuermann, im Gespräch mit der NWZ das Angebot erneuert, die Verkehrsprobleme lösen zu wollen. In der Planung für den Ausbau wurde der Bahnübergang allerdings ausgeklammert.


Eine gute Übersicht über die Pläne findet sich auf der Homepage des BürgervereinsInfos:   bit.ly/2lbxlmz 
Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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