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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Grundwasseruntersuchung In Oldenburg: Bohrungen sorgen für Unruhe in Ohmstede

31.01.2019

Ohmstede Wenn hinter dem Gelände von BASF an der Donnerschweer Straße tiefe Löcher gebohrt werden, kommt Unruhe bei den Nachbarn auf. Ist das Grundwasser verunreinigt, kann das Wasser der Gartenbrunnen unbedenklich genutzt werden, besteht ansonsten eine Gefahr für die Umwelt?

„Laut Gutachten ist keine gesundheitliche Gefährdung der Anwohner zu erwarten. Die Anlieger im südlichen Umfeld des Werkes werden dennoch aus Gründen der Vorsorge gebeten, Grundwasser nicht als Trinkwasser zu nutzen und die Bewässerung von Nutzpflanzen damit zu vermeiden“, versichert BASF-Sprecher Mark Passkowski. Auf dem BASF-Gelände am Standort Oldenburg seien bei einer Untersuchung Anfang der 1990er Jahre Boden- und Grundwasserverunreinigungen gefunden worden.

„Im Rahmen der Sanierungs- und Überwachungsarbeiten wurden die vom Standort in südliche Richtung ausgehenden Grundwasserverunreinigungen untersucht und es wurde ein Konzept zu ihrer Sanierung entwickelt“, teilt der Sprecher weiter mit. Hierzu seien unter anderem mehrere bis zu über 50 Meter tiefe Grundwassermessstellen angelegt worden. Grundwasser ist ständig in Bewegung, deshalb werde das Wasser im sogenannten Abstrom durch eine Sanierungsanlage geleitet, in der das Wasser gereinigt werde.

Um eine Gefährdung für das südlich des Werkes gelegene Wasserwerk mit Sicherheit auszuschließen, wurden im Bereich der Straße Brahmkamp seit Dezember 2018 bis März 2019 drei zusätzliche Grundwassermessstellen errichtet. Die Grundwassersanierung auf dem Werksgelände sei weiterhin aktiv und werde fortgesetzt, das Grundwasser werde regelmäßig überwacht.

Die Nähe zum Trinkwassergewinnungsgebiete Donnerschwee verleiht dem Vorkommen von gefundenen Lösungsmitteln (LHKW – halogenierte Kohlenwasserstoffe) Brisanz. „Diese ,wandern’ in Richtung Wassergewinnungsgebiet in Donnerschwee. Mit Hilfe der Bohrungen soll festgestellt werden, wie weit diese ,Wanderung’ fortgeschritten ist und was dann dagegen getan werden kann“, teilt Stadtsprecher Reinhard Schenke auf Nachfrage der NWZ mit.

Das Problem ist seit längerem bekannt. Belastet ist das Grundwasser im Umfeld von ehemals Relius in einer Tiefe von 15 bis 30 Metern unter der Erde. Die Verunreinigungen wurden südlich des Unternehmens bei Sanierungs- und Überwachungsarbeiten festgestellt. Betroffen ist der Bereich Waterender Weg, die Kleingartenanlage am Brahmkamp sowie der Betriebe Schmidt + Koch und Schenke. Die Verwaltung ist 1993 über Boden- und Grundwasserbelastungen von der Firma Relius informiert worden. Festgestellt wurden die Verunreinigungen seinerzeit bei einer Überprüfung des Grundwasserpfades südlich der Nordtangente. Nach Aussage eines Gutachters ist der Boden weit vor 1993 verseucht worden.

Mark Passkowski ging damals gegenüber der NWZ davon aus, dass die Verunreinigungen aus der Reinigungsmittel-Produktion der Büfa aus den 80er-Jahren stammen könnten.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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