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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Nachbarn wurden Asbest schutzlos ausgesetzt

19.11.2018

Oldenburg Der Abriss der asbestbelasteten Sporthalle am Teebkengang wirbelt eine Menge Staub auf. Zwar gab Klaus Büscher, Leiter des Amts für Umweltschutz und Bauordnung, im Bauausschuss für die Nachbarn Entwarnung, bei Proben seien keine grenzüberschreitenden Belastungen mit Asbestfasern gefunden worden, doch wirft der Vorfall einige Fragen auf. Die SPD-Fraktion hatte das Thema nach einem Bericht in der NWZ auf die Tagesordnung setzen lassen.

Das Gewerbeaufsichtsamt hatte im Juli den nicht fachgerecht ausgeführten Abriss gestoppt, um die eingesetzten Arbeiter vor dem Asbest zu schützen. Die Nachbarn waren der Belastung aus der offen stehenden Bauruine dann allerdings weiterhin schutzlos ausgeliefert. Tatsächlich meldet das Gewerbeaufsichtsamt nach Mitteilung von Büscher den Abriss asbestbelasteter Gebäude an die Stadtverwaltung nicht weiter. Im Fall der Teebkengang-Halle hatte sich Nachbarin Theresa Haase schon Ende Mai schriftlich in einer Mail an die Stadtverwaltung gewandt und auf die Gefährdung hingewiesen. Geschehen war nichts und am 21. Juli machte sich ein Abrissbagger an der Teebkengang-Halle zu schaffen. Die Giebelmauer brach zusammen, Steine trafen den Bagger und eine riesige Staubwolke breitete sich über den Garten und das restliche Grundstück der Familie aus.

Das mittlerweile aktiv gewordene Gewerbeaufsichtsamt hatte den Abriss dann gestoppt. Asbest ist in dem Gebäude großzügig verbaut worden. Die Arbeiten seien nicht sachgemäß ausgeführt worden, erklärte ein Sprecher des Gewerbeaufsichtsamtes. Auch ein zweiter Abrissversuch scheiterte. Mittlerweile liegt ein genehmigungsfähiger Arbeitsplan vor. An diesem Montag soll der Abriss der Halle fortgesetzt werden. Die Straße wird deshalb bis Mittwoch, 28. November, für den Autoverkehr gesperrt.

Theresa Haase forderte in der Bauausschusssitzung die Ratsfraktionen und Stadtverwaltung auf, dafür zu sorgen, dass bevorstehende Hausabrisse grundsätzlich meldepflichtig werden. Nur so könnten die Nachbarn nach einer Begutachtung vor einer möglichen Asbestbelastung geschützt werden. Büscher entgegnete mit Blick auf die Ratsvertreter, das Amt in diesem Fall mit entsprechendem Personal auszustatten.

Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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