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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Sorge um „Horst-Janssen-Haus“ in Oldenburg

13.03.2018

Oldenburg Das zweistöckige Giebelhaus in der Lerchenstraße 14 ist ein echtes Stück Stadtgeschichte. Dort hatte der Künstler Horst Janssen (1929-1995) seine Kindheit bei seinen Großeltern verbracht. Eine Gedenktafel an der Fassade erinnert daran. Doch vielen Oldenburgern macht das Haus schon seit geraumer Zeit Sorgen, denn sein Zustand ist nicht der beste. Dementsprechend schlug in den vergangenen Tagen das Gerücht hohe Wellen, das Haus mit der bewegten Geschichte solle abgerissen werden. Direkt nebenan wurden bereits einige große Bäume gefällt. Mehrere Gebäude, womöglich ein großer Komplex, seien geplant, so wurde sich in der Umgebung des Hauses erzählt.

Doch das geschichtsträchtige Haus bleibt stehen, versichert die Stadt auf Nachfrage. „Nur das Gebäude Lerchenstraße 18 wird abgerissen“, erklärt Stadtsprecher Reinhard Schenke. Dessen Grundstück und der Parkplatz zwischen den Hausnummern 14 und 18 wird bebaut. Geplant ist ein Gebäude mit sieben Wohnungen und einer Tiefgarage.

„Das Haus von Horst Janssens Großeltern steht unter Denkmalschutz, ein Abriss ist deshalb nicht zu befürchten“, betont Schenke. Das 1903 errichtete Gebäude steht seit 2016 im Verzeichnis der Kulturdenkmale. „Wir achten im Rahmen unserer Gestaltungsmöglichkeiten darauf, dass dieses Haus in seiner kulturhistorischen Bedeutung auch erhalten bleibt“, sagt Schenke.

Im besten Zustand ist das Haus allerdings nicht. Auch Besucher der Stadtführungen auf den Spuren Horst Janssens haben sich schon über den Zustand des Hauses gewundert. Doch die Instandhaltung ist in erster Linie Sache des Eigentümers. „Wir können den Denkmalschutz erst dann durchsetzen, wenn wir erfahren, dass jemand etwas mit dem Gebäude vorhat“, so Schenke weiter. „Bei 2500 Denkmalen in der Stadt, von denen die allerwenigsten in öffentlichem Besitz sind, müssen sich eben in erster Linie die Eigentümer kümmern.“ In wessen Besitz das Haus ist, konnte der Stadtsprecher nicht sagen. Dass das Haus absichtlich sich selbst überlassen würde, schließt er aber aus. „Man sollte da nicht gleich von Vorsatz ausgehen“, sagt Schenke.

Auch im Hinblick auf die Bebauung des Nachbargrundstücks ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Wir haben als Stadt über den Umgebungsschutz Einfluss bei Baudenkmalen und diesen nutzen wir auch“, betont Schenke. „Auch hier sind noch weitere Abstimmungen nötig. Eine Baugenehmigung gibt es noch nicht.“

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