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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Ärger Um Car-Sharing-Stellplätze: Oldenburger Händler sauer über blockierte Parkplätze

05.10.2018

Oldenburg Eisenbügel mit dem Schild „Reserviert, Cambio“ und die Warnung vor dem Abschleppdienst hängen schon rund zwei Wochen vor dem Geschäft. Doch das Ehepaar Cornelia Lücking und Uwe Hauken regt sich genauso auf wie am ersten Tag: „Das geht nicht, das ist geschäftsschädigend. Warum fragt uns niemand?“, ärgert sich Uwe Hauken. „Wir finden Car-Sharing gut, aber es gibt doch noch andere Plätze.“ 168 Unterschriften haben die Reformhaus-Inhaber bislang gesammelt. „95 Prozent aller Kunden unterschreiben, wenn sie das hören.“

Die Stadtteilauto Oldenburg Cambio GmbH mit bereits rund 2200 Nutzern, 52 Autos und 21 Stationen hat auf dem Parkstreifen vor dem Reformhaus an der Ecke Alexanderstraße/Theodor-Pekol-Straße zwei neue Stellplätze eingerichtet. „Unsere Autos sollten möglichst nahe an einer Bushaltestelle stehen und in der Nähe von Hauptstraße“, erklärt Geschäftsführer Klaus Göckler. „Wichtig ist, dass die Nutzer die Stellplätze gut erreichen können und dass sich nachts Frauen möglichst sicher fühlen.“

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Mit dem Hinterteil

Genehmigung eingeholt

Für den neuen Standort habe er eine Sondernutzungsgenehmigung bei der Stadt beantragt. „Mein Ansprechpartner bei der Verwaltung ist Norbert Korallus, der Leiter des Fachdienstes Verkehrsplanung. In der Verwaltung wird das in sechs oder sieben Stellen geprüft.“ Wie Göckler berichtet, sei auch der Standort an der Ecke Alexander-/Frankenstraße nach der Eröffnung 2014 zunächst umstritten gewesen. Inzwischen hätten sich die Anlieger nach seiner Einschätzung aber darauf eingestellt, sagt Glöckler.

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„Wir wären dabei“

Der Geschäftsführer will aber möglichst Einvernehmen mit allen Seiten. „Es gab Überlegungen, Stellplätze wenige Meter entfernt auf einer Freifläche an der Ecke Alexanderstraße / Theodor-Pekol-Straße zu errichten“, berichtet Göckler. „Die Stadt hat nicht zugestimmt, weil es keine offizielle Zufahrt gebe.“ Der Geschäftsführer regt aber an, diesen Standort noch einmal zu prüfen. „Wir wären dabei.“

Bei Oberbürgermeister Jürgen Krogmann stoßen die Anregungen auf offene Ohren: „Aus Sicht des Besitzers des Reformhauses ist der Car-Sharing-Platz sicher nicht so glücklich gewählt, insofern ist der Ärger nachvollziehbar“, teilte Krogmann mit. Ob sich an der Vergabe der Plätze etwas ändern lasse, sei aber wesentlich vom Betreiber, der Firma Cambio, abhängig.

Für das Reformhaus wäre der Platz Richtung Alexanderstraße eine gute Lösung. „Ich würde sofort ja sagen“, betont Hauken. „Dann wäre sogar ein Gefahrenpunkt beseitigt. Heute missbrauchen manche Autofahrer diesen Platz als Abkürzung.“ Krogmann kündigte gegenüber der NWZ an, er nehme die umstrittene Entscheidung zum Anlass, um die Kriterien für die Vergabe von Car-Sharing-Plätzen durch die Stadt prüfen zu lassen.

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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