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Sperrung der A29 in Oldenburg

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Aus Arp-Schnitker-Straße wird Arp-Schnitger-Straße

29.07.2019

Oldenburg Wie wird er denn nun geschrieben, der berühmte Orgelbauer Arp Schnitger? Mit einem „g“ oder mit einem „k“ nach dem „t“? Wenn man in die Familiengeschichte des berühmten Orgelbauers blickt, ist die Antwort eindeutig: mal so, mal so. Die Familie nannte sich nämlich zunächst Snitker, später wurde jedoch nur noch die Schreibweise Schnitger verwendet. Auch Arp Schnitger (1648-1719) selbst, der aus der Wesermarsch stammte, schrieb sich zum größten Teil seiner Zeit mit „g“.

Und das ist jetzt auch wieder auf dem Schild der Straße in Oldenburg so, die nach ihm benannt wurde. Die Stichstraße liegt im Stadtteil Bürgerfelde und geht vom Melkbrink ab. Am Sonntagmorgen enthüllte Anlieger Michael Olsen zusammen mit Nachbarskind Tim das neue Schild. Einige Anwohner waren mit dabei, sowie Pastor Jörg Schierholz und Gerold Freese von der Arp-Schnitger-Gesellschaft Brake. Pünktlich, und zwar auf den Tag genau, 300 Jahre, nachdem das Orgelgenie in Hamburg-Neuenfelde begraben wurde, kam der Schreibfehler vom Schild.

Und dabei war hier anfangs alles doch richtig gewesen, wie die älteren Anwohner wissen. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde das alte, korrekte Schild ausgetauscht. Und auf dem neuen hieß der Arp dann Schnitker. Anlieger Christian Röhlig hatte schon im Jahr 1983 an die Stadt geschrieben und auf den Schreibfehler aufmerksam gemacht.

Michael Olsen, der von etwa vier Jahren in die Straße zog, hat das falsche „k“ auch sofort bemerkt. Er sagt: „Nun, mein Vater Helge Torshof-Olsen war Orgelbauer und Organist, meine Mutter Luise Olsen Germanistin, ich war ein fleißiger Grundschüler, habe Grundschullehramt studiert, da musste mir der Schreibfehler ja ins Auge fallen.“

Auf Olsens Initiative hin wurde der knapp 40 Jahre währende Fehler auf dem Straßenschild im vergangenen Jahr bei Oberbürgermeister Jürgen Krogmann moniert. Dabei wies man auch darauf hin, dass in allen anderen Kommunen, in denen es eine Arp-Schnitger-Straße gibt, kein „k“ verwendet wird. Im November 2018 hieß es dann per Ratsbeschluss: Aus der Arp-Schnitker-Straße wird die Arp-Schnitger-Straße.

Am Sonntag wurden nun die Fakten geschaffen. Per Computer spielte Michael Olsen dazu Musik von einer Arp-Schnitger-Orgel ein. Es gab „Schnitgens“ (Schnittchen) mit Schmalz und Schinken, aber auch ein besonderes Gemüsebrot, das eine Nachbarin gebacken hatte – mit Bohnen als Orgelpfeifen.

Eine Tafel informiert Passanten über das Leben und Wirken Schnitgers, der etwa 170 Orgeln neu erbaut oder wesentlich umgebaut hat. In der Ganderkeseer Kirche gibt es eine. Das Instrument zählt zu den besterhaltenen seiner Art. „Arp Schnitker“ in alter Schreibweise ist auf der 320 Jahre alten Orgel zu lesen.

So steht der Name seiner Adresse auch noch in Michael Olsens Personalausweis. Er braucht bald einen neuen, erzählt er. Dann aber einem mit „g“ im Straßennamen.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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