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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Hat das Warten an geschlossenen Schranken ein Ende?

25.09.2018

Oldenburg Die Pläne zur Beseitigung des Bahnübergangs Alexanderstraße kommen voran. „Wir sind mit der Stadt in sehr guten Gesprächen“, betont Bahnmanager Frank Heuermann. „Wir haben der Verwaltung den Entwurf für die sogenannte Kreuzungsvereinbarung vorgelegt“, berichtet Heuermann, der für den Ausbau der Strecke zwischen Oldenburg und Jade-Weser-Port verantwortlich ist. Dieser Vertrag zwischen Bahn und Stadt regelt den Ablauf der Bauarbeiten, die Neugestaltung des Kreuzungspunktes und die Kostenverteilung.

An diesem Mittwoch stellen Vertreter der Bahn im Bahnausschuss (17 Uhr, Altes Rathaus) die Pläne für den Abschnitt durch die Stadt vor. Dazu gehört die Beseitigung des Bahnübergangs an der Alexanderstraße.

Geplant ist, die Straße tiefer und die Gleise höher zu legen. Damit sollen die von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern beklagten häufigen Staus wegen geschlossener Bahnschranken der Vergangenheit angehören.

Auf einem Abschnitt von etwa einem Kilometer sollen die Gleise angehoben werden, um die entsprechende Höhe am Kreuzungspunkt zu erreichen. Die Alexanderstraße wird tiefer gelegt. Eine klassische Unterführung sei nicht möglich, so Heuermann. Wegen des hohen Grundwasserpegels würde eine Unterführung bei Starkregen volllaufen. „Keine Pumpe könnte eine Unterführung an dieser Stelle frei halten.“

„Kosten unklar“

Aus Sicht der Stadt ist vor allem der Umfang der kreuzungsbedingten Kosten noch ungeklärt. Die Stadt rechne „für Ende 2019“ mit einem Abschluss der Verhandlungen zur Kreuzungsvereinbarung, sagte ein Sprecher der Verwaltung. Wie hoch die Kosten sind, die auf die Stadt zukommen, sei unklar. Grundsätzlich gelte, dass die Kommune ein Drittel der Kosten übernehme. Das Land trage von diesem Betrag 60 bis 70 Prozent, sagte der Sprecher.

Fest steht, dass die Bahn für die Zeit der Bauarbeiten ein Umfahrungsgleis westlich vom Bahnübergang Alexanderstraße anlegt. Der Eisenbahnverkehr soll eingleisig möglich sein. Für das Umfahrungsgleis ist ein beschrankter Bahnübergang auf der Alexanderstraße vorgesehen.

Autos, Busse, Fahrräder und Fußgänger sollen die Alexanderstraße während der Bauzeit grundsätzlich benutzen können. Sperrungen seien für einzelne Tage oder Wochenenden vorgesehen.

Was ist mit Umfahrung?

Ausdrücklich betont der Stadtsprecher, die Vereinbarung für den Bahnübergang Alexanderstraße werde nur abgeschlossen für den Fall, dass die Forderung der Stadt nach einer Umgehungstrasse keinen Erfolg hat.

Bislang hat das Eisenbahnbundesamt nicht über den Ausbau der Stadtstrecke entschieden. Als sicher gilt, dass Kritiker des Streckenausbaus eine Genehmigung juristisch anfechten würden. Ob Klagen den von der Bahn für 2019 angekündigten Baubeginn verzögern würden, ist allerdings umstritten.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

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