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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Lärmschutzwände für Bahntrasse wecken Befürchtungen

28.09.2018

Oldenburg Der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hauptbahnhof Richtung Rastede ist zwar noch nicht genehmigt – und wird nach dem Willen vieler Anrainer, deren Interessenvertreter und der politischen Mehrheit im Rat auch niemals beginnen.

Dennoch muss sich die Stadtverwaltung mit den Plänen der Bahn auseinandersetzen und bespricht mit den Fachleuten der Bahn intensiv zahlreiche Detailfragen. Dazu gehört die optische Gestaltung der Lärmschutzwände, das Notfallkonzept für die Strecke und die vorgesehene Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs Alexanderstraße.

Der Wegfall der langen Schließzeiten auf der stark befahrenen Alexanderstraße steht seit Jahrzehnten auf der Wunschliste der Oldenburger Politik. Mit dem von der Bahn angestrebten Ausbau der Bahnstrecke soll dieses Ziel erreicht werden.

Am Mittwoch stellten die Bahn-Vertreter Ulrich Beyer, Rebekka Stuhlmann und Pablo Schielke im Bahnausschuss die Pläne anhand einer 3D-Visualisierung vor. Der kleine Sitzungssaal im Alten Rathaus war völlig überfüllt; viele Anlieger wollten sich einen persönlichen Eindruck verschaffen. Die in Grundzügen bereits bekannten Pläne sehen vor, die Alexanderstraße am Kreuzungspunkt vier Meter höher und die Alexanderstraße 1,35 Meter tiefer zu legen. 450 Meter vor dem Kreuzungspunkt beginnt eine Rampe, um die Gleise auf die notwendige Höhe zu führen – und weitere 450 Meter, um die Trasse zurückzuführen.

Wasser und Wind

Die Fragen und Sorgen der Anlieger und Bahnausschuss-Mitglieder drehten sich vor allem um die Lärmschutzwand. Sie werde den Stadtteil zerschneiden und das Stadtbild zerstören, den Lichteinfall für Anrainer reduzieren und durch Graffiti verschandelt. Auch die Folgen für die Entwässerung und der Einfluss auf starke Winde werden mit Sorgen gesehen.

Notfalltüren

Als grundsätzlich problematisch bei den etwa vier Meter hohen Lärmschutzwänden gilt der Abstand und die Breite der Nottüren. Den gesetzlich vorgeschriebenen Abstand von 1000 Metern habe die Bahn nach Gesprächen mit der Stadt bereits auf 500 halbiert, teilte Rebekka Stuhlmann mit. Dort wo es baulich möglich sei, würden auf Bitten der Stadt weitere Türen geprüft. Auch bei der Breite der Türen sei die Bahn auf die Stadt zugegangen, sagte die Teamleiterin der Bahn für den Ausbau durchs Stadtgebiet.

Bemängelt wurde im Ausschuss, dass die Bahn lediglich den Bereich Bahnübergang Alexanderstraße visualisiert habe. Verabredet gewesen sei, den gesamten Teil durch Oldenburg optisch aufzubereiten, sagte Christian Röhlig (Verein IBO). Ulrich Beyer nahm diesen „Wunsch“ mit nach Hannover. Was beim Anhörungsverfahren vor knapp drei Jahren tatsächlich vereinbart worden war, blieb am Mittwoch offen. Ausschussvorsitzender Hans-Henning Adler (Linke) sprach mehreren Anwesenden aus dem Herzen mit seiner Zwischenbemerkung: „Damit wir dann noch mehr zum Gruseln haben.“

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

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