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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Alter Landtag In Oldenburg: Hier bleibt die Küche noch länger kalt

14.11.2018

Oldenburg Für September war die Eröffnung geplant, bis zu 800 Essen sollten täglich über die Theke gehen. Die Gemeinnützigen Werkstätten (GWO) planen, mit dem Betrieb 18 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen sowie weitere sechs Stellen zu schaffen.

Doch die Pläne sind noch lange nicht gar. Bauliche Auflagen verschieben die Eröffnung des Kantinenbetriebes um mindestens ein Jahr.

Jürgen Grüll von der Polizeidirektion Oldenburg, die als Hausherrin die Liegenschaften des Landesbehördenzentrums betreut, berichtet über ausführliche Untersuchungen und Beratungen in den vergangenen Monaten.

Danach sind von den Brandschutzauflagen nicht nur die Küche und Nebenräume im Erdgeschoss betroffen. Investitionen seien auch ins Treppenhaus und den großen Saal erforderlich. Die Fachleute hätten allein für die Brandschutzsanierung in diesem Bereich Kosten in Höhe von voraussichtlich rund 1,6 Millionen Euro ermittelt. Die Kalkulation für die Sanierung in Küche und Erdgeschoss stünden noch aus. Grüll hält sich mit Schätzungen zurück, erwartet aber auch hier einen „erheblichen Betrag“.

„Wir halten an der Idee unbedingt fest“, bekräftigt Grüll das Ziel, mit den Gemeinnützigen Werkstätten die Kantine neu zu eröffnen. Bis Mitte 2017 hatte die Evangelische Krankenhaus Service GmbH den Betrieb geführt, sich dann aber aus wirtschaftlichen Gründen zurückgezogen. „Wir verfolgen das Projekt mit Nachdruck.“ Er hoffe, dass das Finanzministerium in Hannover, dem der Liegenschaftsfonds und damit das Behördenzentrum zugeordnet sind, die Mittel so bald wie möglich freigebe, so Grüll.

Die neue Kantine am malerischen Kaiserteich soll nicht nur die rund 300 Beschäftigten des Behördenzentrums ansprechen, sondern die gesamte Öffentlichkeit.

Die GWO beziehen für ihre Betriebsstätten bislang rund 650 Mahlzeiten täglich aus einer Großküche in Bremen – künftig sollen alle Essen aus dem Alten Landtag kommen.

Das inklusive Projekt schaffe „Arbeitsplätze in der Mitte der Gesellschaft“, hatte GWO-Chef Gerhard Wessels bei der Vorstellung der Pläne vor knapp einem Jahr betont. Die GWO investiere in die Küche rund 400.000 Euro. Außer einem Investitionskostenzuschuss des Bundes für inklusive Arbeitsplätze stünden keine Mittel bereit, so Wessels. Der Betrieb der Kantine müsse sich selbst tragen.

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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