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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Im Notfall gibt es Arbeitslosengeld im Supermarkt

11.10.2019

Oldenburg Um Kunden schnell zu helfen, bieten die Arbeitsagenturen und Jobcenter Barzahlungen an. Seit Anfang Januar 2019 wird hierfür bundesweit ein neues Verfahren genutzt: Im Einzelhandel können Zahlscheine eingelöst werden. Bisher lief das über einen Kassenautomaten der Arbeitsagentur. Doch wen betrifft das überhaupt und wie läuft das neue Verfahren ab? Die NWZ hat bei der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven nachgefragt.

„Die Barzahlung bieten wir nach wie vor nur in besonderen Notsituationen als Vorschuss an“, erklärt Claudia Zimmermann, Pressesprecherin der Arbeitsagentur. Zimmermann erklärt, dass es sich dabei um Einzelfälle handelt. Generell gilt, so die Pressesprecherin: Arbeitslosengeld wird auch weiterhin auf das Konto überwiesen. Barauszahlungen betreffen wenige Kunden und machen nur einen geringen Teil der Gesamtauszahlungen aus. Sie kommen beispielsweise vor, wenn Jobcenter-Kunden vergessen haben, einen Antrag auf Weiterbewilligung zu stellen oder wenn bei neuen Arbeitsagentur-Kunden noch Gehalt vom vorherigen Arbeitgeber aussteht.

Keine Personendaten

Und so funktioniert es: Mit einem neutral gehaltenen Zahlschein können Kunden, die in einer Notsituation dringend Bargeld benötigen, an den Kassen der beteiligten Einzelhändler eine festgelegte Summe bar ausgezahlt bekommen. „Es handelt sich dabei um Arbeitslosengeld I sowie beim Jobcenter um Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Mehrbedarfe sowie die Kosten für die Unterkunft und Heizung“, so Zimmermann.

Der ausgehändigte Zahlschein enthält keine Personendaten und lässt keinen Rückschluss auf Arbeitsagentur bzw. Jobcenter zu. „Das Verfahren barzahlen.de wird unter anderem auch von Onlinehändlern genutzt. Weil nicht zu erkennen ist, dass es sich um einen Zahlschein von der Agentur für Arbeit oder vom Jobcenter handelt, ist das Verfahren diskret“, erklärt die Pressesprecherin.

Der Zahlschein kann bei verschiedenen Einzelhandelsketten eingelöst werden. Neben einem Barcode sind die drei nächstgelegenen Einzelhändler aufgedruckt, die den Zahlschein annehmen.

„Durch das neue Verfahren erhöht sich die Zahl der Auszahlstellen deutlich“, erklärt die Pressesprecherin. Damit werden den Kunden auch Fahrwege in die nächste Dienststelle mit Kassenautomat erspart. Eine Kaufverpflichtung in den Einzelhandelsunternehmen bestehe laut Zimmermann nicht.

170 Zahlscheine

Monatlich würden von der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven im Durchschnitt etwa 170 Notfall-Zahlscheine ausgegeben. „Die Kundinnen und Kunden nehmen das Verfahren gut an. Das neue Verfahren läuft reibungslos“, so Zimmermann. Das Jobcenter Oldenburg zahlte im Juni 2019 (aktuellste Statistikdaten) Leistungen an mehr als 9200 Bedarfsgemeinschaften aus. Im September 2019 zahlte die Agentur für Arbeit an knapp 1500 Arbeitslose Arbeitslosengeld I.

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