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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Armut In Der Stadt: Jeder fünfte junge Oldenburger von Armut gefährdet

31.07.2020

Oldenburg Erst anhand von eindeutigen Armutskriterien lässt sich darstellen, in welchem Maße Armut vorhanden ist. Objektiv eindeutige Grenzen gibt es nicht. Doch was ist eigentlich Armut? Kriterien werden in der Praxis als relative Armut definiert: die Lebenslage am unteren Ende der Einkommensskala im Verhältnis zum allgemeinen Einkommens- und Wohlstandsniveau eines Landes oder einer Region. Als armutsgefährdet gelten Menschen, deren Nettoeinkommen auch nach Erhalt von Transferleistungen weniger als 60 Prozent des Median-Einkommens beträgt.

996 Euro betrug 2017 für Oldenburg die Armutsgefährdungsschwelle (Niedersachsen: 980 Euro) für einen Einpersonenhaushalt. Für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren lag dieser Schwellenwert bei 2092 (2059) Euro, für Alleinerziehende mit einem Kind unter 14 Jahren bei 1295 (1275) Euro.

19,3 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren war 2018 von Armut gefährdet. Ein Jahr zuvor waren es 20,6 Prozent – ein Rückgang um 1,3 Prozentpunkte. Auch in allen anderen Altersgruppen sank die Armutsgefährdungsquote.

22,5 Prozent der Kinder und Jugendliche (0 bis 14 Jahre) waren in der Stadt Oldenburg 2019 armutsgefährdet. Das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2018 und 0,3 Prozentpunkte weniger als 2017.

17 212 Oldenburger bezogen 2019 Leistungen nach dem SGB II, 5821 Menschen Leistungen nach dem SGB XII (z.B. Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung außerhalb von Einrichtungen, Eingliederungshilfe), 328 Menschen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und 366 nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz. Überdurchschnittlich viele Leistungsempfänger leben in Kreyenbrück und Bümmerstede. Während dort etwas weniger als ein Fünftel der Stadtbevölkerung lebt, ist fast ein Viertel auf SGB II-Leistungen angewiesen. Umgekehrt stellt sich das Bild im Zentrum dar, dort leben 7,3 Prozent der Stadtbevölkerung, davon sind aber nur 3,5 Prozent auf SGB II-Leistungen angewiesen.

37,5

Prozent der Leistungsbezieher waren im Oktober 2018 Ausländerinnen und Ausländer, die damit überproportional betroffen sind: Deren Anteil an der Bevölkerung betrug Ende 2019 allerdings nur 10,4 Prozent.

9454 Bedarfsgemeinschaften verzeichnet die Statistik der Agentur für Arbeit für den April 2020, 53 mehr als ein Jahr zuvor. 17 837 Personen (2019: 6 weniger) lebten in diesen.

2066 Neuanträge auf Wohngeld hat das Jobcenter Oldenburg vom 16. März bis 24. Juli dieses Jahres verzeichnet – eine Verdoppelung zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Zwar kann die Stadt keine unmittelbare Zuordnung zur Corona-Pandemie vornehmen, weil bei der Antragstellung nur die Hilfebedürftigkeit, nicht aber der Anlass nachzuweisen ist. Ein Zusammenhang ist aber überwiegend wahrscheinlich.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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