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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Deichband sorgt für Sicherheit

21.11.2018

Oldenburg Eine Sturmflut drückt das Wasser aus der Deutschen Bucht die Weser hinauf, die Tore des Huntesperrwerks in Elsfleth sind längst geschlossen. Oldenburg ist eigentlich sicher vor Überschwemmungen. Doch das Wasser in der Hunte steigt unaufhörlich. Tagelange starke Regenfälle haben das Hinterland unter Wasser gesetzt. Die vier Hochleistungspumpen am Siel der Haaren am Stautorkreisel laufen unaufhörlich und schaffen das abfließende Regenwasser Richtung Hunte. Die fünf Polder an der Hunte sind längst vollgelaufen. Der Wasserstand steigt und steigt. Der „Worst Case“ – das schlimmste anzunehmende Szenario, zumal auch aus dem Oberlauf der Hunte mächtig viel Wasser nachdrängt.

Für den I. Oldenburgischen Deichband eine Herausforderung, der er sich bereits in den nächsten Jahren stellen wird. Denn der Hochwasserschutz ist im Bereich des Kloster Blankenburgs nicht zufriedenstellend. Die Scharte haben dort nicht die zweite Sicherheit, sagt Cord Hartjen, Verbandsvorsteher des I. Oldenburgischen Deichbands. Das Schart kann jeweils nur mit einer statt zwei Reihen Holz-Bohlen und Sandsäcke geschlossen werden. Zudem bilden Hausmauern des ehemaligen Klosters in diesem hinteren Bereich der Anlage die Deichlinie, fügt Petra Henken, Aufgabenbereichsleiterin beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, hinzu. Das Wasser würde im Fall eines extremen Hochwassers an die Mauern heranreichen. Ein unbefriedigender Zustand, der nun geändert werden soll.

Für 1,7 Millionen Euro wird auf einer Länge von 1,5 Kilometern ein neuer Deich gebaut beziehungsweise der vorhandene verstärkt, kündigt Hartjen an. Das Planfeststellungsverfahren ist eingeleitet, Baubeginn könnte 2021 sein. Innerhalb von zwei Jahren sollen dann 30 000 Kubikmeter Kleiboden – das entspricht in etwa 3000 Lkw-Ladungen – von der benachbarten Gellener Hörne nach Blankenburg transportiert werden. Der Boden wird dort auf einer Fläche von sechs Hektar zwischen 70 und 80 Zentimeter tief abgetragen.

Die Finanzierung des Projekts teilen sich Bund (70 Prozent) und Land (30 Prozent). Für die Stadt bietet der Deichbau den Vorteil, zukünftig unproblematischer einen Bebauungsplan für das Areal aufstellen zu können. Es befindet sich in Besitz von Wolfgang Schwerdt Immobilien und ist bis 2030 an das Land Niedersachsen vermietet worden. Genutzt wird das Ende des 13. Jahrhunderts gegründete ehemalige Kloster zurzeit von der Landesaufnahmebehörde für die Unterbringung und Verpflegung von Asylbewerbern sowie die ausländerrechtliche Betreuung der Bewohner. Die Einrichtung verfügt derzeit über mehr als 500 reguläre Unterbringungsplätze.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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