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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Soll die Stadt Umfahrung bauen?

22.06.2018

Oldenburg „Über den Bundesverkehrswegeplan wird Oldenburg keine Umfahrung bekommen.“ Diese Einschätzung vertritt die Interessengemeinschaft für die Bürger und ihre Umwelt im Großraum Oldenburg (IBO). Bei einem Pressegespräch am Donnerstag entfaltete die IBO ihren Vorschlag zu einer so genannten städtebaulichen Lösung. Danach würde die Stadt die Umfahrung planen und bauen und erhielte das Geld zum Großteil zurück.

Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), habe seine Unterstützung angeboten. Die Mittel, die für den Ausbau der Stadtstrecke vorgesehen seien, könnten umgewidmet werden. Zusammen mit den Fördermitteln der EU kämen auf die Stadt keine finanziellen Belastungen zu, die sie nicht tragen könnte, meint die IBO. Die Kosten für die Stadt könnten sich laut Ferlemann durch Fördermitteln und Umwidmungen auf bis zu zehn Prozent reduzieren. Für die Stadt verbliebe ein Betrag von jährlich „ein bis zwei Millionen Euro“. Die verbliebenen Mehrkosten von 30 bis 60 Millionen Euro könnten zum Beispiel auf 30 Jahre verteilt werden könnten. Selbst bei einer pessimistischen Einschätzung verbliebe ein jährlicher Betrag von vier Millionen Euro, rechnet die IBO vor.

Bereits beim Treffen mit Ferlemann hatte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann einen solchen Weg für unrealistisch erklärt. Aufgabe einer Kommune sei es, Kindergärten und Schulen zu bauen, aber nicht Gleisanlagen.

Ferlemann hatte bei seinem Besuch in Oldenburg betont, der Ausbau der Stadtstrecke reiche in jedem Fall zur Bewältigung des Güterverkehrs vom Jade-Weser-Port aus. Eine Umfahrung sei keinesfalls wirtschaftlich.

Die IBO zieht in die Wirtschaftlichkeitsberechnung allerdings auch städtebauliche Vorteile und Sicherheitserwägungen mit ein. Zudem würde eine Klage gegen die Ausbaupläne der Bahn überflüssig.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

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