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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Neue Hoffnung für alte Gleishalle

17.11.2018

Oldenburg Rot ist schlecht, gelb auch, grün na ja, blau ist in Ordnung: Die visuelle Darstellung des Zustands der Gleishalle ist das Ergebnis einer Untersuchung des Daches über den Bahnsteigen des Hauptbahnhofs. Präsentiert wurde sie im Bauausschuss von Andreas Mixa, Mixadate Datenmanagement und Projektsteuerung.

kommentar

Gutes

Signal

Sollte die denkmalgeschützte Gleishalle tatsächlich gerettet werden, wäre das ein gutes Beispiel dafür, dass nur gemeinsames Handeln zum Ziel führen kann. Die Stadtverwaltung, Oldenburgische Landschaft, Kommunalpolitik und Niedersächsische Denkmalpflege sitzen mit den Bahnvertretern an einem Tisch, um das Bauwerk in einem der schönsten Bahnhöfe der Bundesrepublik mit seinem großherzoglichen Charme zu retten. Und nicht zuletzt sind es die Oldenburger, die mit ihrer Empörung über die Abrisspläne zu einem Umdenken beigetragen haben.

Die Entscheidung wird letztendlich das Eisenbahn-Bundesamt fällen. Dort gilt es, jede Chance der Einflussnahme zu nutzen. Bahnsteigdächer nach Hannoveraner Vorbild sind für Oldenburg jedenfalls vollkommen unvorstellbar.

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Auftraggeber ist die Bahn. Allein das ist für Klaus Büscher, Leiter des Amts für Umweltschutz und Bauordnung, ein gutes Zeichen, dass die Signale auf Erhalt der Gleishalle stehen könnten. Gleichwohl werden parallel ein Neubau als Replika und der Abriss und Ersatz durch Bahnsteigdächer verfolgt, teilte Mixa mit. Das Gutachten werde nun vervollständigt, die finanzielle Machbarkeit untersucht. Dann beginne die Vorplanung, kündigte Mixa weiter an. „Die DB untersucht ergebnisoffen den Zustand der Gleishalle für eine mögliche Revitalisierungsvariante, das heißt Sanierung“, hatte Mixa betont.

Anhand von interaktiven 3D-Modellen hat der Projektleiter die erforderlichen Maßnahmen an Beispielen erläutert. Für die Sanierung der Gleishalle sind sehr umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen erforderlich. Die Stadt stimmt notwendigen Komplettaustauschen und Erneuerungen von einigen wenigen Bauteilen – zum Beispiel Stützen – zu, hieß es. Bei sämtlichen zu planenden Maßnahmen müssen betroffene Nieten entfernt werden. Insgesamt halten 35 000 Nieten die Konstruktion zusammen. Als Ersatz wurde die Verwendung von Passschrauben mit Blindnieten einvernehmlich festgelegt.

Bei einer Verstärkung einiger Bauteile der Gleishalle müssen ebenfalls Nieten entfernt, ein Verstärkungsblech aufgebracht und mit Passschrauben befestigt werden. Aufgrund der Dimensionierung dieser Bleche sind die Verstärkungen aber kaum sichtbar. Sämtliche Verstärkungsmaßnahmen werden von der Stadt mitgetragen.

In einem sehr schlechten Zustand ist das in Fahrtrichtung Bremen befindliche Portal der Halle. Es wird wohl komplett erneuert werden müssen, während in der anderen Richtung die vorhandene Konstruktion weitestgehend erhalten werden kann.

Der weitere zeitliche Verlauf: Die DB hat ihre gutachterlichen Untersuchungen der Gleishalle nun abgeschlossen. Unabhängige Sachverständige werden die Ergebnisse zusammenfassen und Angaben zur Umsetzung der Maßnahmen machen. Gleichzeitig hat die Stadt ihren Gutachter, das Büro HIG, Hempel Ingenieure aus Köln, nochmals eingebunden. Der Vorstand der DB Station & Service wird über die sogenannte Revitalisierungsvariante entscheiden. Ein Abschluss der Planungen mit Einreichung eines Antrags zur Planfeststellung ist zum November kommenden Jahres zu erwarten. Stadt und Deutsche Bahn sind zuversichtlich, das anschließende Baurechtsverfahren kürzen zu können.

Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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