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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Bauprojekt: Wohnen in der Mädchenschule

24.10.2017

Oldenburg Vor 127 Jahren wurde das Gebäude in der Milchstraße 23 als Stadtmädchenschule errichtet. Was damals als Lernstätte für die jungen Oldenburger Mädchen gebaut wurde, wird in etwa sechs Wochen als neuer Lebensmittelpunkt von den ersten Mietern bezogen.

Das „Alte Stadtmädchen“ ist die Idee des Jungunternehmers Martin Voßberger von der Ancora Projektentwicklung (Rhauderfehn). Der 30-Jährige vermietet ab Dezember die 25 Wohnungen im alten Schulgebäude.

1890 wurde das Gebäude gebaut, in dem fortan Mädchen das Kochen, den Haushalt und die Religion erklärt bekamen. Bis zum Sommer vergangenen Jahres hatte sich an der Verwendung der alten Gemäuer nicht viel verändert. Die Stadtmädchenschule wurde in den 30er Jahren zur Mädchenmittelschule umbenannt. Noch heute steht über dem Eingang in großen Lettern „Städtische Bildungsanstalt für hauswirtschaftliche Berufe“. Der Schriftzug bleibt, wo er ist. „Wir erneuern sehr vieles und möchten dabei den Charme des Hauses bewahren,“ sagt Voßberger. So bleiben auch die historischen Fliesen im Schachbrettmuster, über die bereits tausende von Schülern zum Unterricht geschlendert sind, erhalten.

1951 wurde das Gebäude aufgestockt und mehr Platz zum Lernen gebaut. Mittlerweile war die Schule ein Jahr zuvor zur „Frauenfachschule der Stadt Oldenburg“ umbenannt worden. Bis zum Sommer vergangenen Jahres waren Teile der Berufsbildenden Schulen 3 in dem historischen Gebäude ansässig. Die Hauswartwohnung, die vor genau 90 Jahren das erste Mal bezogen wurde von Hauswart Georg Braje, bleibt seinem Zweck treu. Auch der neue Hausmeister wird hier sein Zuhause einrichten.

Das Alte Stadtmädchen soll ein Platz für eigenständige Senioren werden. Die Umbauarbeiten des ehemaligen Mädchengymnasiums sind seit März in vollem Gange. Jedes der früheren Klassenzimmer wurde in den letzten Monaten umgebaut. Der Großteil der Wohnungen ist 55 bis 58 Quadratmeter groß, zwei weitere 75 bzw. 77 und drei weitere 80 bis 84 Quadratmeter.

Ausgestattet sind alle neben dem Schlafraum mit einer offenen Küche, einem Ess- und Wohnbereich, Badezimmer und Balkon. Die größeren Wohnungen verfügen auch über ein Gästezimmer. Alle Ebenen des Gebäudes sind mit dem Fahrstuhl erreichbar.

An den Gemeinschaftsraum grenzt das Büro der Johanniter-Unfall Hilfe. Mit der Organisation kooperiert das Alte Stadtmädchen, um für das betreute Angebot zu sorgen. Fünf Tage die Woche ist das Büro für zwei Stunden besetzt. „Wir werden uns um ein buntes Aktivitäts-Programm bemühen, aber sind auch erster Ansprechpartner wenn es Probleme physischer oder seelischer Art gibt,“ sagt Angela Exner-Wallmeier von der Teamleitung der Johanniter-Unfall Hilfe. „Wir wünschen uns, dass unsere Mieter gemeinsam alt werden. In Gesellschaft lebt es sich einfach glücklicher,“ weiß Voßberger. Deshalb besteht lebenslanges Mietrecht für alle Bewohner.

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