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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Neuer Stadtteil entsteht im Oldenburger Norden

08.12.2018

Oldenburg Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sprach von einem „besonderen Tag für die Stadt“ und rechtfertigte damit seine Anwesenheit im Bauausschuss. Die ist nicht üblich. Auch die Tagesordnung und das Kulturzentrum PFL als Sitzungsort unterstrichen die Bedeutung des Tages – die weitere Entwicklung und Bebauung des ehemaligen Fliegerhorstes.

Während am Mittelweg die ersten Baugrundstücke für bis zu 90 Wohnungen schon verkauft werden, wurde vom Ausschuss bei einer Enthaltung ein Bebauungsplan auf den Weg gebracht, durch den nördlich davon weitere 700 Wohneinheiten entstehen werden, durchaus auch in mehrgeschossigen Gebäuden.

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Scheu vor Öffentlichkeit

Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der sogenannten Smart City, in der moderne Formen des Miteinanders ausprobiert werden sollen. Mit 18 Millionen Euro fördert der Bund das Projekt, das Ulrich Fortmann, Projektleiter im Amt für Stadtentwicklung, und Julia Masurkewitz-Möller von der städtischen Stabsstelle Digitalisierung vorstellten. 21 Partner aus der Region fördern dieses Vorhaben, das, so Krogmann, als Leuchtturm in die Welt strahlen soll. Bestandteil des Bebauungsplanes sind auch zwei zum ehemaligen Fliegerhorst gehörende Hallen. Errichtet wird eine Quartiersgarage, in der die Anwohner der ansonsten autofreien Zone ihre Wagen unterstellen können. Lediglich der Bus soll über eine Schleuse durch das Quartier fahren. Wer sein Auto gerne vor der Haustür parkt, muss hier von einer lieb gewonnenen Gewohnheit Abschied nehmen.

Das Versorgungsnetz in diesem Wohngebiet unterstützt eine Kopplung von Strom, Wärme und Kälte und sichert die Mobilität. Die Bewohner der 110 Wohnungen werden über ein Community-Portal als Energieproduzenten und Verbraucher mitein­ander vernetzt. Im Fokus steht die Frage, wie die lokale Energiegemeinschaft eines Viertels technisch, sozial, wirtschaftlich und ökologisch konzipiert werden muss, um langfristig attraktiv zu sein. Windturbinen und Kleinwindanlagen auf den Dächern sowie Photovoltaikanlagen an den Fassaden dienen der Energiegewinnung. Die gewonnenen Erfahrungen sollen in der Zukunft in den Aufbau und Betrieb weiterer Energetischer Nachbarschaftsquartiere einfließen. Das 3,9 Hektar große Baugelände soll ein „lebendiges Reallabor“ werden, heißt es. Die Energie wird vermarktet. Eines der beiden Gebäude, in denen bis vor wenigen Wochen Flüchtlinge untergebracht waren, soll erhalten bleiben und wird möglicherweise als Studentenwohnheim genutzt. In den alten Werkhallen könnte ein Projekt „Wohnen und Arbeiten“ umgesetzt werden.

Auf Wunsch der CDU-Fraktion passierte dieser Tagesordnungspunkt den Ausschuss als „behandelt“ und wird nun wohl am 17. Dezember im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss behandelt. Gleiches gilt für die „Bauleitplanung Fliegerhorst/Hallensichel-Ost/Entlastungsstraße“. Für die Straße werden bis zu zehn mögliche Trassen durch hochwertige Biotope untersucht, in denen die Flora und Fauna kartiert wird. Für jede Trasse wird eine Einschätzung gegeben, kündigte Hannes Korte vom Planungsbüro Diekmann und Mosebach aus Rastede an, damit die Planung auch in einem denkbaren Prozess vor Gericht Bestand hat.

Kritik übte Linken-Ratsherr Hans-Henning Adler am Gewerbeflächenentwicklungsplan, in dem Oberbürgermeister Krogmann Flächen entlang der Trasse als Suchraum für mögliche Gewerbeansiedlungen markiert hatte. „Wir wollen zukünftigen und nachfolgenden Generationen die Chance eröffnen, dort Gewerbe anzusiedeln. Aktuelle Planungen gibt es nicht“, ruderte der OB ein wenig zurück. Auch ohne Abstimmung zeichnete sich im Ausschuss eine deutliche Mehrheit für den Bau dieser Straße ab, die den Fliegerhorst und damit den Stadtnorden mit Wechloy im Stadtwesten verbindet.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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