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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Hafenwirtschaft will Schiffe aus Afrika

25.01.2019

Oldenburg Der späte und anhaltende Frost 2018 hat dem Bau – und damit dem Baustoffhandel geschadet. Das erklärt im Wesentlichen die leichte Umsatzdelle von 2,9 Prozent in der Bilanz des Hafens für 2018, die am Donnerstag vorgelegt wurde.

Positive Signale erwarten die Macher sowohl von der Fertigstellung des Wendebeckens durch das Wasser- und Schifffahrtsamt, die sich hinzieht, aber nun für 2020 dringend erwartet wird, so die Hafenwirtschaftsgemeinschaft. Dann liegt die maximale Länge für Seeschiffe nicht mehr bei 85, sondern bei 110 Meter Länge.

Hoffnung wird auch gesetzt in die Verhandlungen mit einem neuen Partner im Seeschiff-Verkehr. Bei erfolgreichem Abschluss würden auch Küstenmotorschiffe (Kümos) aus Spanien und Nordafrika den Oldenburger Hafen mit Futtermittelzusatz anlaufen, kündigte der Vorsitzende der Hafenwirtschaftsgemeinschaft, Nico Steudel, an.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Eigenbetriebs Hafen der Stadt per Schiff und Bahn transportierte Güter in einem Volumen von 1,028 Millionen Tonnen umgeschlagen. 2017 hatte der Gesamtumschlag 1,059 Mio. Tonnen betragen.

Zurückgegangen ist der Umschlag bei Baustoffen und Sekundärrohstoffen, während „Getreide und Futtermittel“ und „Chemische Erzeugnisse“ (Mineraldünger) angestiegen sind. Güter wie Futtermittel und Getreide haben eine doppelt so hohe Wertschöpfung wie Baustoffe. Das heißt für Hafenbilanz: 5000 Tonnen zusätzliche Futtermittel gleichen 10 000 Tonnen ausgefallene Baustoffe aus.

Als überaus positiv gilt der Umschlaganstieg im Bereich Seeverkehr, der um 29,8 Prozent gesteigert wurde.

„Der Einbruch bei den Baustoffen hat seine Ursache in den sehr nassen Monaten Januar und Februar 2018 sowie im Wintereinbruch im März. Dadurch wurden Baumaßnahmen verschoben oder verzögert, was sich auf die Nachfrage nach Kies, Sand und Splitt für die Beton- und Asphaltproduktion sowie nach Mineralgemischen im Segment Baustoffe ausgewirkt hat“, sagte Steudel als Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Rhein-Umschlag. Gleichzeitig bewertet er die Entwicklung im Seeverkehr, im Bahnverkehr und in der Gütergruppe Getreide/Futtermittel als „sehr erfreulich“. Er geht bei stabiler Wetterlage davon aus, dass die Baustoffmengen auf das Jahr gesehen wieder anziehen.

„Bedingt durch die schlechten Ernteerträge in unserem Einzugsgebiet“, so Heinrich Bruns, Geschäftsführer der Agravis Kraftfutterwerk Oldenburg GmbH, „haben sich 2018 die Warenströme für das eingesetzte Getreide deutlich geändert.“ Getreide als wichtige Futtermittelkomponente sei auf dem Wasserweg sowohl aus den ostdeutschen Häfen als auch aus den osteuropäischen Staaten zum Kraftfutterwerk in Oldenburg transportiert worden. „Die Diskussion um genveränderte Rohware im Futtermittel, sprich Sojaprodukte, zwingt uns dazu, auf andere Eiweißträger, wie Rapsschrot, zurückzugreifen“, sagte Bruns. Hier erfolge der Transport vor allem per Seeschiff aus polnischen Ölmühlen, wobei die Sojaprodukte per Binnenschiff angeliefert würden. „Das erklärt für uns den Zuwachs bei den Seeschiffen und den Rückgang bei den Binnenschiffen“, sagte Bruns. Zusätzliche Mengen kommen auch per Bahn aus Rumänien und der Ukraine.

Der Rückgang im Segment „Sekundärrohstoffe“ (Altmetalle) ist auf den trockenen Sommer und Herbst zurückzuführen. Durch die geringen Wasserstände, gerade im Rhein, konnten die Binnenschiffe nur teilbeladen fahren. Die großen Unternehmen am Rhein sogen fast alle Binnenschiff-Kapazitäten für gutes Geld auf, um weiterarbeiten zu können.

Daher wurde in Oldenburg im zweiten Halbjahr der Transport der insgesamt gleichgebliebenen Tonnage oft mit dem Lkw abgewickelt. Springer & Sohn geht für 2019 von wieder steigendem Schiffsumschlag für Sekundärrohstoffe aus.

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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