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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Taxifahren in Oldenburg soll bald mehr kosten

10.12.2018

Oldenburg Die Taxipreise in Oldenburg sollen steigen – nur nicht ganz so stark, wie vom Verband der Taxiunternehmen beantragt. Das jedenfalls sieht der Vorschlag der Verwaltung vor, der an diesem Montag im Verkehrsausschuss beraten wird.

Demnach liegt die Preissteigerung beim Tagtarif durchschnittlich bei vier Prozent. Beim Nachttarif ist eine deutliche höhere Anpassung von sieben Prozent im Schnitt vorgesehen. „Der bisherige Tarif hat einen Nachtzuschlag von zehn Prozent für die Mitarbeiter ermöglicht. Der neue Tarif ermöglicht einen Nachtzuschlag für die Taxifahrer von 25 Prozent“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Dies sei aufgrund einer geänderten Rechtssprechung nötig geworden.

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Geld muss ankommen

Beantragt hatte die Bezirksgruppe Oldenburg im Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen indes einen Anstieg des Tagtarifs um 5,3 Prozent im Schnitt und um 8,3 Prozent des Nachttarifs. Begründet wurde dies vor allem mit dem Anstieg des Mindestlohns zum Januar kommenden Jahres.

Allerdings hatte es auch einen weiteren Antrag gegeben, eingereicht von Taxi-Unternehmern, die nicht im Verband organisiert sind. Sie wollten die Grundgebühren und die Preise für kurze und mittlere Strecken unangetastet lassen. Dafür sah dieser Vorschlagen deutlich höhere Preise für Langfahrten vor. Zudem schlug diese Gruppe vor, die Kilometer-Klassen neu einzuteilen, so dass zum Beispiel der teurere Kurzstreckentarif nicht nur für die ersten fünf, sondern für die ersten sieben Kilometer gelten sollte. Das will die Verwaltung nicht umsetzen.

Der Anstieg des Grundpreises und der unteren Tarife sein „grenzwertig“, sagte Taxiunternehmer Axel Siemenroth, der gemeinsam mit anderen den Alternativvorschlag einreichte. Dies belaste unter anderem viele Senioren, die auf Kurzfahrten angewiesen sind. Mit dem Anheben des Langtarifs hätten vor allem die mehr zahlen müssen, die ohnehin bereit seien, mehr Geld auszugeben, zum Beispiel für eine Fahrt zum Bremer Flughafen.

„Nicht ganz zufrieden“ ist auch Unternehmer Remmer Witte, der den Verbandsvorschlag unterstützte. Aber wichtig sei, dass der Nachttarif etwas mehr steige, damit man die entsprechenden Zuschläge an die Fahrer finanzieren könne. „Nun werden sie hoffentlich auch von allen gezahlt.“

Damit spricht er ein Problem an, auf das auch die Gewerkschaft Verdi in ihrer Stellungnahmen an die Verwaltung hinweist. Man wolle zwar nicht die Taxibranche unter Generalverdacht stellen. Dennoch sei das „private Verkehrsgewerbe sehr von Entgeltbetrug geprägt. In vielen Fällen soll die Arbeitszeitdokumentation falsch geführt werden, um den Mindestlohn unterschreiten zu können“.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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