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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Bahnumfahrung wie in Stade?

11.01.2020

Oldenburg /Bornhorst /Stade Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Oldenburg, ist auch für die Planung der Küstenautobahn A 20 zuständig. Und ein Teilaspekt dieser Planung ist der Anschluss der nach Hamburg führenden A 26 bei Stade. Dort soll auch ein Industriegleis aus einem Wohnviertel verlegt und parallel zur Autobahn geführt werden.

Über dieses für Oldenburg interessante Projekt informierten Sebastian Mannl, Geschäftsbereichsleiter der Straßenbaubehörde, und Planer Ansgar Behrens auf Einladung der Interessengemeinschaft für die Bürger und ihre Umwelt im Großraum Oldenburg (IBO). IBO-Vorsitzender Ingo Splittgerber begrüßte zahlreiche Interessierte bei der IBO-Informationsveranstaltung im City Club Hotel, darunter auch Ratsmitglieder und Vertreter von Parteien.

Sieben Meter hohe Wand

Das Industriegleis in Stade führt zum Chemieunternehmen Dow Chemical. Die Stadt Stade will es parallel zur Autobahn 26 führen und damit aus einem bebauten Bereich der Stadt herausnehmen. Ähnliches fordert ja die IBO mit der Eisenbahnumfahrung, die nach IBO-Vorstellungen parallel zur Autobahn 29 verlaufen könnte. Sebastian Mannl erläuterte den Zuhörern, wie weit das Projekt in Stade gediehen ist und welche Probleme (u.a.: Wer darf planen? Wie steht es um den Lärmschutz?) zu bewältigen waren.

3,5 Kilometer lang ist die Neubaustrecke, die freilich auch eine Lärmschutzwand in einer Höhe von sieben Metern bekommen soll, weil sie an Wohnbebauung vorbeiführt und bei Neubautrassen die aktuell gültigen Lärmschutz-Werte gelten. Dazu muss man wissen, dass auf dem Industriegleis nur Rangierbetrieb mit Tempo 30 möglich sein soll. Die Kosten für das verlegte Industriegleis (geschätzt 15 Millionen Euro) trägt übrigens die Stadt Stade.

Eisenbahntrassen darf in Deutschland nur die DB Netz planen, erläuterte Mannl. Dass die Straßenbaubehörde verantwortlich ist, habe damit zu tun, dass bei dem Autobahn-Industriegleis-Projekt den Flächenverbrauch durch die Straße höher ist, erläuterte Mannl. Die Gleisverlegung erlaubt Stade ganz neue Möglichkeiten bei der Stadtentwicklung.

Vorsitzender Splittgerber hatte eingangs die Forderungen der IBO zur Bahnverlegung wiederholt und auch auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts hingewiesen, das kurz vor Weihnachten die aufschiebende Wirkung von Klagen aus Oldenburg gegen des Ausbau der Stadtstrecke verneint hatte. Auch wenn das Gericht keinen vorläufigen Rechtsschutz bewilligt habe, sei die Klage noch nicht gescheitert, sagte Splittgerber.

Kein Flüsterasphalt

In der Debatte um die Erneuerung der Huntebrücke, das eigentliche Thema des Abends, würde mehrfach das Thema Lärmschutz angesprochen und nach Flüsterasphalt gefragt. „Flüsterasphalt gibt es nicht“, machte Behördenleiter Mannl klar. Da es sich nicht um eine Neubau- sondern um eine Ersatzmaßnahme handele, gehe es um Lärmsanierung. Darunter verstehen die Straßenbauer die Verwendung von lärmminderndem Beton, aber keinen Flüsterasphalt.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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