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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Grüne Oasen über der Stadt

16.12.2017

Oldenburg Oldenburg ist eine grüne Stadt. Doch in ihr schlummern noch viele Ressourcen. Auf Antrag der Gruppe WFO/LKR und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat die Verwaltung im Umweltausschuss zum Thema „Dachbegrünungen“ die Rahmenbedingungen für eine Konzepterstellung vorgestellt.

Die grünen Oasen über der Stadt können selbst bei einfacher Bauweise bis zu 70 Prozent des Regenwassers speichern, entlasten so als „Puffer“ die Kanäle und verringern die Heftigkeit möglicher Überschwemmungen, weiß Reinhard Hövel vom Oldenburgisch Ostfriesischen Wasserverband. Hövel arbeitet seit Jahren daran, Lösungen für sogenannte Starkregenereignisse zu finden. Ein Baustein sind Gründächer. So hat Alexander Barkowski seine Bachelorarbeit im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Geoinformation an der Jade-Hochschule beim OOWV verfasst. Knapp 40 Prozent der Dachflächen wären geeignet. Das sind rund 53 000 Quadratmeter potenzielle Grünfläche – knapp 40 Prozent der gesamten Dachflächen.

Grüne Dächer können bei geeigneter Konstruktion und Pflege tatsächlich nach Mitteilung der Stadt die Lebensdauer von Dachabdichtungen verlängern. Die Technik sei ausgereift, gerade Systemlösungen seien bei fachgerechtem Einsatz dauerhaft und sicher. Insbesondere extensive also selten zu pflegende Gründächer könnten unter Umständen zusätzliche Lebensräume in der Stadt bilden. Dabei schlössen sich extensive Dachbegrünung und Photovoltaik nicht aus. Ein Potenzial für weitere Gründächer sei in Oldenburg gegeben, heißt es in dem Bericht der Stadtverwaltung weiter. Das zeige das Grünflächenkataster. Bei der Umsetzung von kommunalen Bauvorhaben würden bereits an verschiedenen Stellen Dachbegrünungen gebaut, so z. B. am Schulzentrum Eversten, an der Grundschule Klingenbergstraße, an der Kita Maria- Montessori-Straße. In den aktuell bearbeiteten Bebauungsplänen würden Anforderungen zur Dachbegrünung festgesetzt. Beispielsweise geschehe dies derzeit am Fliegerhorst/Mittelweg, südlich Klingenbergstraße/östlich Alter Postweg), östlich Pferdemarkt/westlich ZOB, Stadthafen Süd und am Küstenkanal (bei der Kanalbrücke). „Das bedeutet, dass bei geeigneten Gebäuden im Neubau zukünftig erheblich mehr Gründächer angelegt werden“, teilt die Verwaltung mit. Im Bestand gebe es jedoch keine Verpflichtung, ein Gebäude zusätzlich mit einem Gründach zu versehen.

Aus Sicht der Verwaltung sei ein zusätzliches Konzept nicht erforderlich, da ein Gründachkataster bereits vorliegt, bei kommunalen Neubauten bereits heute eine Eignung für Dachbegrünung geprüft werde, und insbesondere in neuen Bebauungsplänen entsprechende Festsetzungen vorgesehen werden.

Denkbar sei eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Beratung mit dem Ziel, Eigentümer, die ihr Flachdach erneuern wollen, von den Vorzügen eines Gründachs zu überzeugen.

Thomas Husmann
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2104

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