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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Gutes Zeugnis für historisches Gebäude

18.10.2019

Oldenburg „Das Haus ist für uns eine große Freude und wir tun alles dafür, um es zu erhalten. Es ist für uns auch eine Verpflichtung, wenn man ein Gebäude mit so viel Geschichte besitzt“, sagen Dr. Dagmar und Dr. Roland Thieme. 1983 haben die beiden Apotheker das Gebäude gekauft - und seitdem gut gepflegt. Dazu gehört für die beiden auch eine regelmäßige Überprüfung durch Experten.

Auf Empfehlung von Lieve Runge, die sich im Architekturbüro Angelis & Partner um den Bereich Denkmalpflege kümmert, hatte das Ehepaar Kontakt zum Monumentendienst aufgenommen. Dieser unterstützt Eigentümer historischer Gebäude unter anderem dabei, wenn es um deren Erhalt geht. Sven Rathjen und Horst Ubben, beide Techniker für Baudenkmalpflege und Altbauerhaltung beim Monumentendienst, haben das 1677 errichtete Haus auf Herz und Nieren untersucht. Das Ergebnis: „Das Haus ist einem sehr guten Zustand“, sagt Ingenieurin Runge. Am Dach seien einige kleinere Arbeiten nötig, auf einem der Dachböden müssten einige Balken erneuert werden. Den genauen Bericht des Monumentendienst mit den empfohlenen Maßnahmen wird in den nächsten Wochen folgen. „Dann werden wir das weitere Vorgehen absprechen“, erklärt sie.

Das prägnante Backsteingebäude wurde ein Jahr nach dem Stadtbrand 1676 vom damaligen Stadtkämmerer Jacob Brunken erbaut. 1767, zog hier die Hof-Apotheke ein. Deren Geschichte reicht sogar noch weiter zurück: Ab 1609 war Balthasar Dugend als Hof-Apotheker tätig, 1620 errichtete er seine eigene Apotheke, die Hof-Apotheke, damals noch in der Achternstraße. 1692 erfolgte der Umzug in die Lange Straße 21. Die Apotheke blieb über acht Generationen, bis 1865, im Besitz der Familie Dugend.

1955 übernahm Roland Thiemes Vater Helmut als Pächter die Apotheke. Die Familie war nach dem zweiten Weltkrieg aus Schlesien nach Oldenburg gekommen. 1980 stiegen Sohn und Schwiegertochter in die Apotheke ein und setzten so die Familientradition fort. 2002 verkauften sie die Apotheke an ihren Mitarbeiter Hendrik Schüller, der heute noch Inhaber ist. Vom Gebäude selber wollte sich das Ehepaar, das mittlerweile in Berlin lebt, hingegen nicht trennen. „Es liegt uns sehr am Herzen“, sagen Dagmar und Roland Thieme.

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