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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Acht Parkplätze in der Oldenburger Innenstadt für Stadtmitarbeiter reserviert

17.02.2018

Oldenburg Politik und Verwaltung verfolgen derzeit gefühlt 1001 Ansätze, um den Schadstoffausstoß im Stadtgebiet zu verringern. Wie Scheherazade, die in dem gleichnamigen Märchen Nacht für Nacht mit Geschichtenerzählen ihr Leben retten muss, kommen immer wieder neue Puzzlestücke dazu.

Eine mögliche Grüne oder sogar Blaue Umweltzone stehen zur Diskussion, es gibt Pläne, die Busflotte zu modernisieren, mehr Fahrradstellplätze und E-Bike-Ladestationen zu errichten und die städtische Fahrzeugflotte durch E-Fahrzeuge und Dienst-Pedelecs zu ersetzen. Man könnte also sagen, Politik und Verwaltung sparen keine Kosten und Mühen, um die Luft in der Innenstadt zu verbessern.

In diesem Zusammenhang fällt auf, dass das städtische Ordnungs- und Bürgeramt mitten in der Innenstadt Dienstparkplätze vorhält. An der Neuen Straße – an der Rückseite des Parkhauses am Waffenplatz – sind acht Stellplätze reserviert. Warum ist dieser Parkraum für die Mitarbeiter des zentralen Außendienstes des Bürger- und Ordnungsamtes reserviert? Sind es womöglich im Volksmund genannte Politessen, die von dort aus Einkäufer mit Knöllchen belegen, wie Anlieger beobachtet haben wollen?

Bürger meinen angesichts der Diskussion um Auto-Restriktionen, es werde wohl mit zweierlei Maß gemessen: Es passe schlecht zusammen, dass die Verwaltung einerseits die Zahl der sogenannten Streuparkplätze reduzieren wolle. Andererseits nutzten Verwaltungsmitarbeiter das Auto für Fahrten in die Innenstadt, um dort zu parken.

Auch der geplante Wegfall von 13 Stellplätzen am Haarenufer stößt in diesem Zusammenhang sauer auf. Können die städtischen Mitarbeiter nicht mit Bus oder Fahrrad in die Stadt kommen und die Stellplätze Einzelhandelskunden überlassen?

Die Stadtverwaltung verteidigt sich: „Die Mitarbeiter, die dort ihre Autos parken, sind hauptsächlich in den Außenbezirken wie etwa Kreyenbrück im Einsatz“, sagt Pressesprecher Reinhard Schenke. Die Mitarbeiter müssten sonst erst zur Alten Fleiwa, um sich einen Dienstwagen aus der Flotte abzuholen. Sie würden dann einen Großteil ihrer Arbeitszeit mit Wegen hin und her verbringen. Außerdem würden die zwölf Mitarbeiter, die eine Berechtigung haben dort zu parken, gar keine Knöllchen verteilen, sondern zu anderen Teams gehören, erklärt Stadtsprecher Stephan Onnen. Insgesamt neun Mitarbeiter würden im Team Ordnung und Ermittlung arbeiten, drei weitere seien Verwaltungsvollzugsbeamte.

„Die Strafzettel werden im Innenstadtbereich von Mitarbeitern verteilt, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Von denen kommen viele schon mit dem Rad oder dem Bus zur Arbeit“, so Schenke.

Lina Brunnée
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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