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Aktualisiert vor 20 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Darum will die Politik den Schlosshöfen helfen

06.12.2017

Oldenburg Die Schlosshöfe laufen nicht rund. „Wir hatten kürzlich 14 Leerstände, die Lage war dramatisch“, sagte Center-Managerin Iris Behrens am Montagabend im Ausschuss für Wirtschaftsförderung. Verhandelt wurde über eine Ausweitung der Verkaufsfläche durch Umnutzung vorhandener Flächen um 1800 Quadratmeter – die am Ende von SPD, CDU und FDP auch getragen wurde: für eine größere Anziehungskraft, negativ ausgedrückt auch, um Schlimmeres zu verhindern. Ein zweites CCO, das am Ende von einem untätigen Investor wie Blackstone verwaltet werde, könne hier keiner wollen, war sich die Mehrheit einig.

Umsatz 54,7 Milionen

Aus Sicht der Investoren, die in den vergangenen sechs Jahren weitere elf Millionen Euro in die Schlosshöfe gesteckt haben, liegt das Problem wesentlich am kleinen Zuschnitt. Das im März 2011 eröffnete ECE-Center – das kleinste von allen –, das von den geplanten 15 300 auf politischen Druck auf 12 500 Quadratmeter reduziert wurde, hat aus Sicht der Macher einen Geburtsfehler, dessen Folgen schwer zu beheben sind.

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Die Politik wollte mit der Begrenzung – auch angesichts negativer Folgen in anderen Städten – die Innenstadt so gut wie möglich schützen: mit einigem Erfolg. Dafür schwächelt nun das Center.

Die für eine Erweiterung nötige Änderung des Bebauungsplans „zielt ab auf eine Attraktivierung und bessere Positionierung am Markt“, so das Lübecker Beratungs- und Management-Unternehmen Cima, das mögliche Folgen einer Erweiterung abschätzte. Das Center wolle durch die Änderung „flexibler und bedarfsgerechter als bisher auf aktuelle Markterfordernisse reagieren können“, so Stadtbaurätin Gabriele Nießen.

Keine Erweiterung von TK Maxx

Derzeit werden von den 12 500 Quadratmetern Verkaufsfläche 8000 Quadratmeter für Bekleidung genutzt, 2000 Quadratmeter für Elektronik und Unterhaltung (Saturn) und 2500 Quadratmeter für Lebensmittel und Reformwaren. Damit wurden im vergangenen Jahr 54,7 Millionen Euro umgesetzt.

Die Nutzung weiterer 1800 Quadratmeter im Bereich der Ladenstraßen für den Verkauf soll im Obergeschoss vor allem dem Bekleidungsbereich zugeschlagen werden, aber nicht für eine Ausweitung von TK Maxx, so Center-Managerin Iris Behrens. Im Untergeschoss gehe es nicht, „wie manche vermuten, um eine Erweiterung von Saturn, sondern zum Beispiel um weitere Elektro-Anbieter“.

Aus Sicht der Cima wäre auch weiterhin keine Umsatzumverteilung von mehr als zehn Prozent zu erwarten. Innerhalb dieser Grenze seien dort sogar bis zu 3000 Quadratmeter für Lebensmittel und Reformwaren verträglich, 1000 Quadratmeter für Drogeriewaren, 10 000 Quadratmeter für Bekleidung und Wäsche und 3000 Quadratmeter für Unterhaltungselektronik. Insofern seien die Umnutzung und die B-Plan-Änderung „im geplanten Rahmen zu empfehlen“.

Sorge um Parkplatz-Situation

Bei einer Änderung müsse dafür gesorgt werden, dass die Parkplatz-Situation in der Innenstadt dadurch nicht weiter verschärft werde, so der CMO-Vorsitzende Friedrich-August Fisbeck. Allerdings seien alle Parkplätze sogar für die ursprünglich geplanten 15300 Quadratmeter Verkaufsfläche bereits geschaffen oder abgelöst worden, so die Center-Managerin. Es werde ja auch nicht angebaut, und für TK Maxx entstünden ohnehin weitere Parkplätze.

Verkehrsvereins-Vorstand Lutz Stratmann erinnerte an die schwierige Entstehungsgeschichte der Schlosshöfe und den aus seiner Sicht begründeten Versuch, negative Auswirkungen auf die Innenstadt zu minimieren. Es sei gut gewesen, „dem Gigantismus zu widerstehen“. Wenn nun die Verkaufsfläche erhöht werde, könne es „durchaus zu einer weiteren Umverteilung kommen“.

Im Übrigen müsse die ohnehin sich Richtung Lambertikirche verlagernde Innenstadtentwicklung gesehen werden: „Die Entwicklung in der Heiligengeiststraße ist besorgniserregend, verschärft durch den Weggang von Saturn.“ Aus ähnlichen Gründen kam Ablehnung von den Linken und den Grünen, die für die Innenstadt als auch für die Schlosshöfe die Etablierung von „mehr interessanten, individuellen Geschäften“, die den Unterschied machten, verlangten.

Thema Saturn-Umzug

Nein, Oldenburg müsse „froh sein über jeden Euro, der in der Innenstadt investiert wird“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Das Center sei nicht der Magnet geworden, der es werden sollte und nun stelle sich die Frage, „ob es mit 12 000 Quadratmetern lebensfähig ist“. So sah es auch seine Partei.

Nicole Piechotta: „Die Erhöhung ist sinnvoll, es geht um 1800 Quadratmeter, die innen verändert werden – das reduziert letztlich auch Nagelstudios und Friseure.“ Im Übrigen sei das ECE nicht für den Umzug von Saturn verantwortlich zu machen. Das sieht auch die IHK so, die bei der Gelegenheit erneut ein Konzept für die Innenstadt anmahnte. Bernd Seifert (IHK): „Gäbe es die Schlosshöfe nicht, wäre Saturn nicht mehr in Oldenburg.“

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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