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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Durchwachsenes Einkaufsjahr

22.12.2018

Oldenburg Der Oldenburger Einzelhandel blickt insgesamt durchwachsen auf das Jahr 2018 zurück. Generell verzeichnet die Branche zwar ein leichtes Wachstum, allerdings hauptsächlich durch den Online-Handel. Ladengeschäfte haben vor allem in der Innenstadt ihre liebe Mühe.

„Wenn der Einzelhandel insgesamt etwa ein Prozent zulegt, holt der Online-Handel acht bis zehn Prozent raus“, erklärt Friedrich-August Fisbeck, 1. Vorsitzender des City Marketing Oldenburg (CMO), ein Entwicklung der zwei Geschwindigkeiten. „Reine Ladengeschäfte haben da gerade noch die Nase über dem Wasser.“ Als Problem sieht Fisbeck neben sinkenden Realeinkommen der Verbraucher auch die Infrastruktur. „Die Leute müssten mehr Geld in der Tasche haben und besser in die Innenstadt kommen“, so Fisbeck, der vor allem in möglichen Fahrverboten eine Gefahr sieht.

Deutschlandweit ist der Handel um 2,3 Prozent gewachsen und verzeichnet einen Umsatz von 225 Milliarden Euro. „Für Niedersachsen fallen erfahrungsgemäß etwa 10 Prozent davon ab“, sagt Jan König, Vorsitzender des Handelsverbands Nordwest. „Oldenburg kommt auf etwa 1,5 Milliarden Euro. Damit können wir eigentlich noch ganz zufrieden sein.“

„Kein Frühjahr“

Ein Problem für den Handel war der Sommer – vor allem in der Textilbranche. „Wir hatten ja gar kein Frühjahr“, so König. „Übergangskleidung blieb da liegen, auch online. Und sollte der Winter auch keiner werden, so wie es jetzt aussieht, werden auch warme Sachen kaum Interesse finden.“ Erschwerend hinzu kamen viele Rabattaktionen bis hin zum Black Friday, mit denen der Online-Handel die Ladengeschäfte oft vor sich hertreibt. „Es ist nicht gut, wenn das Weihnachtsgeschäft gleich mit einer Rabattschlacht startet“, sagt König. Das Weihnachtsgeschäft sieht er deshalb noch „relativ durchwachsen“, auch wenn er dort mit einem Plus von rund zwei Prozent rechnet.

Eine insgesamt zufriedene Bilanz zieht Hans-Georg Heß vom Dachverband der Oldenburger Werbegemeinschaften (DOLW) für die Einzelhändler in den Stadtteilen. „Im Großen und Ganzen konnten wir das Ergebnis vom Vorjahr halten“, sagt er. „2017 war ein gutes Jahr.“ Ein Schlüssel für gute Geschäfte seien vor allem Aktionen wie das Margeritenfest in Eversten. „Diese Form von Erlebniskauf führt die Kunden im Quartier zusammen und stärkt den Kontakt der Händler zum Kunden.“

In Wechloy brummt’s

Generell positiv blickt der Centermanager von Famila Wechloy, Lutz Herbst, aufs Jahr. „Im Branchenreport der Shopping Center sind wir deutschlandweit unter den Top Ten“, sagt Herbst. „Der Index misst die Mieterzufriedenheit. Ist die hoch, sind die Umsätze gut, also die Kunden zufrieden.“ Das Bild ziehe sich durch alle Branchen. „Der Sommer hat uns ein Loch reingehauen“, räumt Herbst ein. „Aber das haben wir aufgeholt. In den letzten Wochen hatten wir 18 000 Besucher pro Tag, samstags 28 000.“

Für den letzten Samstag vor Weihnachten hat sich das Center auf einen „Großkampftag“ eingerichtet. „Vor allem bei Spielwaren und im Drogeriebereich. Selbst bei Aldi brennt gerade die Luft“, sagt Herbst. „Und zwischen den Jahren wird der Boom sicher weitergehen.“

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