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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Wo soll das Auto denn geladen werden?

08.03.2019

Oldenburg 13 750 Straßenlaternen gibt es in der Stadt Oldenburg. Ob diese allerdings in Zukunft als Ladestation für Elektroautos dienen werden, ist fraglich. Eine „teure Angelegenheit“ nennt die Stadtverwaltung die Option, alle Laternen zu Ladestationen umzufunktionieren. Einen passenden Vortrag über „Elektromobilität – Wie tanken wir morgen?“ hielt dazu am Mittwoch Dr. Karsten von Maydell, Abteilungsleiter Energiesystemtechnologie beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Institut für Vernetzte Energiesysteme, bei der Jahreshauptversammlung des Gewerbe- und Handelsvereins von 1840.

Zwei Drittel des gesamten Verkehrs in Deutschland werde durch Privatfahrten verursacht, und ein Drittel verursacht der Berufsverkehr. In Deutschland gebe es zurzeit 15 000 konventionelle Tankstellen. Da stelle sich die Frage, wo zukünftig die Ladestationen installiert werden sollen. Am besten natürlich in der heimischen Garage. Aber auch Parkplätze, Firmenparkplätze und Autohöfe seien denkbare Orte für das Aufladen des Elektroautos. Und zu welcher Uhrzeit ist es am günstigsten, das Auto aufzuladen? Morgens, mittags sowie abends um acht Uhr werde am meisten Strom verbraucht. Am besten also schließe man die Batterie nachts zum Aufladen an.

Von Maydell erläuterte den Oldenburger Firmen, dass sein Institut sehr an der Forschung auf diesem Gebiet interessiert sei. Die Rede war unter anderem vom Lademanagement. „Wir brauchen mehr erneuerbare Energie, und es muss noch mehr bei der Elektroenergie getan werden“, so der Wunsch des Wissenschaftlers. Eigene Recherchen hätten allerdings ergeben, dass durch die städtische Prägung Oldenburgs die meisten Menschen mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen.

Auch war die Frage, ob das Elektroauto nun Jobkiller oder Innovationsmotor sei. Immerhin würden in einem Elektroauto nur 50 Teile verarbeitet, während das konventionelle Auto 1000 Teile habe – mehr Teile, mehr Arbeitsplätze. „Die gesamte Umstellung auf Elektroautos ist eine der größten Herausforderungen der Zukunft“, sagte von Maydell.

Positive Äußerungen über Elektroautos waren in der anschließenden Diskussion zu hören. „Ich fahre am Samstag nach München. Da bin ich sicherlich etwas länger unterwegs als ihr mit eurem Benziner, aber ich fahre für lau“, sagte etwa ein Vereinsmitglied zu seinen Kolleginnen und Kollegen. Ja, Strom ist immer noch billiger als konventioneller Treibstoff.

Es stellte sich in der Diskussion heraus, dass die Reichweiten in der Regel gar nicht so wichtig sind, weil die Erfahrung gezeigt habe, dass man meist nur kürzere Strecken fahre, oder das Fahrzeug häufig in der Garage stehen bleibe. Dabei gibt es laut Karsten von Maydell schon jetzt Batterien, die 600 bis 700 Kilometer zulassen und immer leichter werden. Eine Dame wünschte, dass die Anschlüsse geeicht und vereinheitlicht werden sollen.

Von Maydell berichtete, dass die Bundesregierung derzeit viele Befragungen durchführe, um ihre Entscheidungen auf ein breites Fundament zu stellen. „Da werden nicht nur Lobbyisten befragt“, betonte er am Mittwoch. „Wir wollen in zehn Jahren nicht vor dem Blackout stehen“, sagte der Wissenschaftler. Im Vergleich zu anderen Ländern sei Deutschland aber noch im Hintertreffen. „China und Japan, die machen das einfach. Wir warten immer, ob die Wirtschaft etwas tut“, bedauerte von Maydell. Zur Ehrenrettung der deutschen Wirtschaft meinte er jedoch auch: „Wir sind schon gut, aber wir müssen Tempo machen.“

Oberleitungen für Busse und Schwerlastverkehr wurden ebenfalls diskutiert. Fazit des Vortrages war letztlich: Wir werden vorerst alle Energiearten nutzen – auch zum Tanken. Historische Aufnahmen zeigten, dass es schon 1909 Elektroautos gab, die bis zu 150 Meilen – 241,402 Kilometer – mit einer Batterieladung schafften.

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