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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Erhaltungssatzung Beschlossen: Mehr Schutz für Oldenburger Siedlungshäuser

24.01.2019

Oldenburg Der Aufschrei in der Bevölkerung ist meist groß, wenn alte Gebäude abgerissen werden sollen. Das gilt für das Häuserensemble am Schramperweg beispielsweise, das zur Klävemann-Stiftung gehört und wo befürchtet wurde, dass ein Haus nach dem Verkauf an einen Privatmann verschwindet. In diesem Fall hat sich das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege der Sache angenommen und wird das Ensemble unter Schutz stellen.

Doch was ist mit den anderen schützenswerten Siedlungen in der Stadt, die nicht unter Schutz stehen? Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine Erhaltungssatzung beschlossen mit dem Auftrag an die Verwaltung, pro Jahr mindestens zwei Siedlungen zu prüfen.

Lesen Sie ein Pro & Contra zu der neuen Erhaltungssatzung

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„Die Erhaltungssatzung schützt Siedlungen mit noch überwiegend einheitlicher und geschichtlich wertvoller Gestaltung und ortsbildprägender Wirkung gegen Abbruch einzelner Häuser“, erklärte Stadtplaner Eike Schnitker. Ortsbildprägende Gebäude dürfen demnach nicht mit unpassenden Mater­ialien, Farben, Anbauten etc. verändert werden. Die Erhaltungssatzung macht eine Genehmigung erforderlich für eigentlich genehmigungsfreie Veränderungen. Schnitker: „Hierzu zählen beispielsweise der Gebäudeabbruch, der Austausch oder die Formatänderung von Fenstern, die Änderung von Fassadenbekleidungen und anderes mehr, was das Erscheinungsbild von Häusern verändert.“ Die Genehmigung dürfe nur dann nicht erteilt werden, wenn das Gebäude alleine oder im Ensemble von ortsbildprägender Wirkung ist und die Maßnahme eine Störung des Ortsbildes mit sich bringen würde.

Folgende Siedlungen stehen laut Verwaltung auf der Untersuchungsliste:

Ohmsteder Esch

1955: Bauherr ist die GSG. Die Anlage entstand im Zusammenhang mit der Bundesausstellung 1955 „Wirtschaftlicher bauen – gesünder Wohnen“; großflächige Siedlung mit 132 Reihenhäusern und fünf Doppelhäusern; Erschließung über eine Ringstraße mit Garagenhöfen; Hauszeilen sind über Fußwege erschlossen; gegliederte Reihenhauszeilen mit bis zu zehn Einheiten; Eingang zur Siedlung mit angerartigem kleinen Platz.

Eichkamp

1960 bis 1962: Angerartige Grünzone im öffentlichen Bereich; auf der einen Straßenseite dicht an die Straße Eichkamp gebaut, auf der anderen zurückgesetzt mit Gartenmauer an der Straße; zweigeschossige Gebäude mit Satteldach und gelben Verblendsteinen.

Friedrich-August-Platz

1922 bis 1924: Bauherr GSG; zentraler Platz bei der Stadterweiterungsplanung im Nordwesten der Stadt; zweigeschossige Reihenhausbebauung zu Gruppen aus vier bis sechs Einheiten zusammengefasst; entlang der Platzkanten durchgehende Reihen mit elf Einheiten und Durchgang in das Blockinnere. Dort beginnen Fußwege, die in die öffentlich zugänglichen Hausgärten führen.

Ottostraße

1965 bis 1968: Bauherr I.A. Franssen; großflächige Einfamilienhaus-Siedlung mit überwiegend eingeschossigen Gebäuden mit Flachdächern; unterschiedliche Gebäudetypen in Gruppen zu drei bis sechs Einheiten zusammengefasst; Sammelgaragen; durchgehende Straße mit Stichstraßen und Wohnwegen.

Rüthningstraße

1920er-Jahre: Bauherr GSG; zweigeschossige Klinkergebäude mit Walmdächern und Schmuckelementen an der Fassade.

Eike-von-Repkow-Str.

1940er-Jahre: Bauherr GSG; zweigeschossige Mehrfamilienhäuser; Putzbauten mit Walmdach; gruppiert um einen Stich, teilweise großzügige Vorgartenbereiche.

Dorf Bümmerstede

15. Jahrhundert: historisches Dorfgebiet; Haufendorf mit zentralem Dorfplatz; Hofanlagen zu Landwirtschaft- und Wohnzwecken.

Dorf Bornhorst

1600: historisches Dorfgebiet; Neukötersiedlung; entlang der Elsflether Straße in lockerer und entlang der Klein-Bornhorster Straße in auffallend dichter Bebauung.

Wardenburgstraße

1925/26: Bauherr GSG; überwiegend Einfamiliendoppelhäuser in unterschiedlicher Durchgestaltung (Putz, Klinker), dazwischen einige wenige Mehrfamilienhäuser; mittlere Gebäudegruppe aus 13 Gebäuden ist hinter die Bauflucht zurückgesetzt, dadurch Aufweitung des Straßenraumes.

Am Festungsgraben

1922: Bauherr GSG; Siedlung aus 21 (Reihen-) und Doppelhäusern, vier freistehenden Einfamilienhäusern und zwei Mehrfamilienhausgruppen; schlichte Putzbauten mit einem abgesetzten Erdgeschoss.

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Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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