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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Brettspiele in der Sammelstelle statt Couch und TV

13.09.2019

Oldenburg Erneut wurde am Donnerstag eine Weltkriegsbombe auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Oldenburg gefunden. Am Nachmittag begannen die Einsatzkräfte mit der Evakuierung. Etwa 7900 Menschen mussten das Evakuierungsgebiet in einem Radius von einem Kilometern um die Fundstelle herum ab Donnerstagnachmittag verlassen. Der Bereich wurde ab 16.30 Uhr abgeriegelt.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Bombenentschärfung finden Sie hier

Eine Polizeisperre ist auch an der Alexanderstraße 316 in Höhe eines Supermarktes aufgestellt. Ein Polizist hält mit bestimmtem Ton alle Radfahrer oder Fußgänger auf, die noch in Richtung Norden weiter wollen. „Niemand kommt mehr durch“, ist die strikte Ansage für den abgesperrten Bereich. Einige Anwohner reagieren mit Unverständnis, diskutieren mit dem Beamten, andere biegen sofort um.

„Wir wohnen direkt um die Ecke an der Eupener Straße“, sagen die Schwestern Mandy Friedrich (20) und Doreen Jörling (23). „Wir waren nur kurz im Wald spazieren und saßen an einer Bushaltestelle. Da wurden wir direkt mitgenommen.“ Ihr Problem: Sie haben keine Nahrung für den sieben Monate alten Sohn von Jörling dabei. „Wir haben kein Essen und Trinken mit. Wir wussten nicht, dass unsere Straße auch gesperrt wird.“

Henrik (von links), Axel und Jan vom DRK Hude versorgen die Anwohner.

Im Neuen Gymnasium an der Alexanderstraße ist eine Notunterkunft für alle Anwohner eingerichtet worden, die nicht zu Bekannten können. Das Deutsche Rote Kreuz ist mit 35 Helfern aus den Kreisverbänden Oldenburg Land und Oldenburg Stadt vor Ort und versorgt die Bürger. „Es gibt Warm- und Heißgetränke sowie Bockwürstchen mit Brot“, sagt Daniel Hengstenberg, Zugführer vom DRK-KV Oldenburg Stadt. Gemeinsam mit den Johannitern holt das DRK zudem Menschen aus dem gesperrten Bereich, die nicht selbstständig hinauskommen. Mit vorgerückter Stunde sammeln sich immer mehr Anwohner in der Schule.

Rund 130 Anwohner sind es kurz vor 19 Uhr, sie sitzen an Tischen, spielen Brettspiele und schnacken. „Wir amüsieren uns prächtig“, sagt beispielsweise Nicole Meißner. Die Stimmung ist größtenteils entspannt. Für viele der Anwohner rund um den Fliegerhorst ist es nicht die erste Evakuierung.

Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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