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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

So soll der neue Stadtteil an Oldenburgs Hafen aussehen

07.07.2018

Oldenburg Neue Baugebiete lösen immer Neugier, Fragen und Diskussionen aus. Wenn es um das größte Neubaugebiet in Oldenburg außerhalb des Fliegerhorstes – die Hafen-Bebauung – geht, ist das Interesse doppelt so groß.

Leserführung mit Investor Dirk Onnen

Weit mehr als 100 NWZ-Leserinnen und -Leser hatten sich für eine Exklusiv-Führung beworben. 30 konnten sich am Donnerstag gut zweieinhalb Stunden lang aus erster Hand über die Pläne und Hintergründe informieren und mit dem Geschäftsführer der Kubus Immobilienvermittlungs und -Treuhand GmbH, Dirk Onnen, diskutieren.

Was ist geplant?

Die Planungen für den Stadthafen gehen auf einen Architektenwettbewerb 2008 zurück. Die ursprünglichen Pläne sahen auf der Südseite maritimes Gewerbe vor. Aufgrund des großen Wohnungsbedarfs und des vergleichsweise geringen Bedarfs für maritime Unternehmen wurden die Pläne in Abstimmung zwischen Kubus, Stadtverwaltung und Politik geändert.

Wie sieht das Areal aus?

In mehreren Gebäuden, darunter drei „U“-förmige mit je einem Innenhof, entstehen insgesamt 330 Wohnungen. Markant: Ein zwölfgeschossiges Gebäude auf der westlichen Seite (Richtung Uferstraße) markiert neben einem sogenannten Riegel den Anfang der „Havekant“. Die Entwürfe für die unterschiedlichen Gebäudekomplexe haben die Architekturbüros Angelis & Partner, „neun Grad“ (beide Oldenburg) und HS-Architekten (Hamburg) geplant.

Wie sehen die Dächer aus?

Die Dachgiebel der Wohnhäuser werden stärker geneigt als in früheren Modellen geplant. „Der Gestaltungsbeirat hat uns geraten, deutlicher und markanter zu werden“, sagt Onnen. Die Neigung der Dächer solle auch aus der Entfernung zu erkennen sein.

Wer soll einziehen?

Jedes der drei „U“-förmigen Gebäude hat einen anderen Nutzerschwerpunkte: Das erste ist für eher kleinere Wohnungen – eventuell auch Büros – gedacht. Das zweite „U“, mit Gastronomie und Tagespflege, ist auf ältere Menschen ausgerichtet. Im dritten „U“, das in erster Linie jüngeres Publikum anspricht, entsteht unter anderem Platz für moderne Büroformen, Gründerfirmen und weitere kreative Nutzungen.

Wird zuviel verdichtet?

Dirk Onnen antwortet auf die Frage, ob das Areal nicht zu verdichtet geplant sei, mit einer Gegenfrage: Wo sollen in Oldenburg Wohnungen entstehen? Er erwartet den Prognosen zufolge einen Netto-Zuzug von rund 15 000 Menschen in den kommenden zehn Jahren. Erfahrungsgemäß zieht diese Zahl einen Bedarf von rund 10 000 Wohnungen nach sich. Es sei sinnvoll, auf diesem Hintergrund die Grundrisse effektiv zu nutzen. Dies sei im Grund die Voraussetzung, um die Kosten für Wohnraum nicht weiter steigen zu lassen.

Wie sieht der Lärmschutz aus?

Eine Herausforderung besteht darin, die Wohnungen vor Lärm – unter anderem durch angrenzende Unternehmen – zu schützen. Die Gebäudekomplexe sind deshalb wie ein Riegel Richtung Gewerbe angeordnet. Lärmquellen sind auch die Bahnlinie (Huntebrücke) und die Gastronomie auf der gegenüberliegenden Hafenseite.

Wo sind die Parkplätze?

Das Stadtviertel – Onnen nennt es „Havekant“ – ist bis auf Rettungsfahrzeuge autofrei – rund 40 Besucherparkplätze sind vorgesehen. Die Anwohner können Autos in Tiefgaragen unter den Gebäuden abstellen. Onnen geht aber davon aus, dass das eigene Auto künftig massiv an Bedeutung verliert. Die „Havekant“ will deshalb mit Car-Sharing, Ladestationen in allen Garagen, Lastenrädern und Ähnlichem auf die gewandelten Mobilitätsbedürfnisse reagieren. Auf der Hafen-Nordseite zeige sich, dass die Bewohner noch weniger Autostellplätze belegten als prognostiziert.

Wie kommt man dorthin?

Erschlossen wird das Viertel zum einen über die Amalienstraße, die eine Linksabbiegerspur in die Emsstraße erhält. Zudem ist eine Fußgängerquerung auf der Amalienstraße vorgesehen. Die Zufahrt ist auch von der Stedinger Straße in die Weser Straße möglich. Auf der schmalen Uferstraße soll hingegen möglichst kein zusätzlicher Verkehr entstehen.

Was ist mit der Brücke?

Fußgänger und Radfahrer sollen auf einem Fuß- und Radweg den Kanal überqueren können – und zwar auf der westlichen Hälfte der Hunte-Eisenbahnbrücke. Der bereits in früheren Zeiten gern genutzte Übergang auf der westlichen Seite muss nur noch von der Bahn freigegeben werden. Radfahrer könnten dann von der Uferstraße am Wasser entlang bis zur Huntebrücke radeln und weiter auf die gegenüberliegende Hafenseite fahren. Diese Perspektive löste bei den Lesern breite Zustimmung aus.

Und an der Spundwand?

Für Diskussionsstoff sorgte die Gestaltung der Wasserkante, das heißt des Bereichs entlang der Spundwand. Vorgesehen ist ein begehbarer Ponton vor der Kaimauer. Hier sollen – eventuell ergänzt durch Gastronomie – Sitzplätze entstehen. Zudem sind mehrere Balkone geplant, auf denen Spaziergänger über dem Wasser stehen. Aufgrund der Schifffahrt im Hafen gebe es strenge Vorgaben zur Gestaltung der Wasserkante, sagt Dirk Onnen. Die Wasserkante wird fast durchgängig durch Geländer gesichert.

Was sagen die Leser?

Einen weiteren Vorschlag aus der Leser-Gruppe werde er prüfen, sagte Onnen. Dabei geht es um das Areal rund um das Hochhaus. Ein Leser hatte eingeworfen, der offene Platz werde aufgrund des Windes kaum zum Verweilen einladen. Andere Städte hätten mit Glaselementen nachbessern müssen. Sinnvoller sei es, den Wind durch die bauliche Anordnung und die Gebäudehöhe zu beeinflussen.

Wann geht es los?

Die Pläne für die „Havekant“ sollen nach den Ferien ausgelegt werden. Bis Jahresende, so hofft Onnen, besteht Baurecht. Anfang 2019 könnten die Bauarbeiten beginnen. Der erste Bauabschnitt umfasst das Hochhaus am westlichen Ende des Geländes, den sogenannten Riegel sowie das erste „U“. Die ersten Bewohner sollen 2019 einziehen können. Etwa acht Monate nach dem ersten könnte der zweite Bauabschnitt beginnen. Er umfasst die beiden weiteren „Us“. In vier bis fünf Jahren, so schätzt Onnen, sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Einige Wohnungen sind schon reserviert.

Blogbeiträge zum Thema Wohnen in Oldenburg bei Bonny & Claudia:

Oldenburg, deine Nachmieter

Oldenburg, dein Verkehrskollaps – oder: Nachmietersuche Teil 2

Die ungeheure Macht der Vormieter

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101
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