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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Stadt plant Ausbau des Radwegs an Nadorster Straße

23.10.2018

Oldenburg Die Stadt will den in den vergangenen Jahren forcierten Ausbau von Radrouten fortsetzen. Nachdem die entsprechenden Maßnahmen in Richtung Westen und Süden nahezu umgesetzt sind, richtet die Verwaltung nun den Blick Richtung Norden. Auf der Agenda steht ein Ausbau des Radwegs an der Nadorster Straße.

Unter Radrouten verstehen die Planer keine Freizeitrouten, sondern Straßen und Radwege, die in der Gestaltung so angelegt sind, dass sie ein möglichst zügiges Fortkommen mit dem Fahrrad von den Außenbereich in die Innenstadt und umgekehrt ermöglichen.

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Das Ergebnis sehen Fahrradfahrer zum Beispiel an der Radroute West in Richtung Ammerland: Von Innenstadt aus führen das Haarenufer als (teils eng beparkte) Fahrradstraße sowie der neue (gepflasterte) Radweg an der Ofener Straße stadtauswärts. Parallel erfolgt in diesem und im nächsten Jahr entlang der Ammerländer Heerstraße die technische Umgestaltung der Ampelanlagen. Ziel ist eine Signalsteuerung, die den Radverkehr verstärkt berücksichtigt, so die Stadtverwaltung. Zudem seien in den nächsten fünf Jahren kleinere bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Radwegoberfläche vorgesehen.

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Aber bitte mit Asphalt

Patrick Buck

Dass die Stadt mehr Geld für Radwege in die Hand nehmen möchte, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Gemessen an dem Anteil der Fahrradfahrer am Gesamtverkehr von mehr als 40 Prozent sind 1,6 Millionen Euro allerdings immer noch zu wenig. Die wachsende Stadt ächzt immer mehr unter Staus und Parkchaos, und das schon lange nicht mehr nur im Zentrum. Je schneller gute Radwege Alternativen bieten, desto besser.

Genauso wichtig ist aber auch die Gestaltung. Wer mit dem Rad am Haarenufer unterwegs ist, kann direkt den Unterschied zwischen einer guten (nämlich freien) und einer schlechten (nämlich zugeparkten) Fahrradstraße erleben. Und hinaus Richtung Ofen geht es ruckelfrei über einen wunderbar asphaltierten Radweg. Die Stadt dagegen setzt weiter auf Pflasterung. Wer Radverkehr wirklich fördern will, sollte es den Radlern aber so bequem wie möglich machen.

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Wie sich das die Stadt insgesamt vorstellt, ist auf einer Karte zu sehen, die kürzlich im Verkehrsausschuss präsentiert wurde. Darauf zu sehen ist auch die Nadorster Straße als Radroute Nord. Dass hier ein Ausbau auch nötig ist, kann kaum einer bezweifeln. Zwischen Bäumen und parkenden Autos bleibt Radfahrern oft nur ein Meter Platz. Die möglichen Maßnahmen würden derzeit diskutiert, so die Stadt auf Anfrage. Unter anderem habe es einen öffentlichen Workshop gegeben. Konkrete Planungsvorstellungen sollen Ende des Jahres entwickelt sein. Auch die Ehnernstraße soll für den Radverkehr Richtung Norden in den Blick genommen werden.

Kurz vor der Fertigstellung steht indes die Radroute Süd. Als Teil davon werden derzeit noch die Huntestraße und Hermann-Ehlers-Straße zu Fahrradstraßen umgebaut. Angedacht sind laut Stadt noch Verlängerungen nach Sandkrug sowie Tungeln und Wardenburg. Mit den Gemeinden Hatten und Wardenburg sei man im Gespräch. In diesem Jahr habe es bereits Treffen und eine erste Befahrung der Streckenverläufe zunächst in Richtung Sandkrug gegeben. Im kommenden Jahr soll ein Planungsbüro mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt werden.

Weiterhin in Planung ist der vom Verkehrsausschuss beschlossene Radschnellweg von Oldenburg über Hude und Delmenhorst bis nach Bremen, ein Projekt des Kommunalverbunds Niedersachsen/Bremen. Ein laufendes Gutachterverfahren soll hierzu im Frühjahr kommenden Jahres Handlungsempfehlungen geben. Aufgabe der Stadt wäre der Anschluss ans hiesige Radnetz über eine neue Radroute Ost über Drielake.

Weiteren Bedarf für Radrouten sieht die Stadt in Richtung Süd-Westen über Eversten sowie in gen Nordosten nach Donnerschwee und Ohmstede. Zudem könnten die Routen ringförmig miteinander verbunden werden.

Um das zu finanzieren, will die Stadt im kommenden Jahr mehr Geld ausgeben. Im laufenden Jahr standen dafür (Rad- und Fußwegeprogramm plus weitere Investitionen) 1,1 Millionen Euro zur Verfügung. In den aktuellen Haushaltsentwurf für 2019 hat die Verwaltung knapp 1,6 Millionen Euro eingestellt.

Patrick Buck
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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