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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

100 neue Stellen werfen kritische Fragen an Stadt auf

09.11.2018

Oldenburg Die Stadt Oldenburg wachse – und damit die Zahl der Mitarbeiter in der Verwaltung. Auch die Zahl der Projekte steige. Personalchef Volker Trautmann blieb die Erklärung nicht schuldig, warum die Verwaltung im kommenden Jahr um mehr als 100 Stellen wächst.

Ganz zufrieden waren Christoph Baak (CDU) und weitere Ratsvertreter, die im jüngsten Finanzausschuss Fragen zu diesem Personalanstieg hatten, nicht. Auch Finanzdezernentin Silke Meyn räumte ein: „Unsere finanzielle Lage ist gut, das stimmt. Was mich besorgt, ist der Trend. Den müssen wir auf jeden Fall im Auge behalten und kritisch hinschauen.“

Die Kurve der Personalausgaben steigt steil an: 2013 lagen die Aufwendungen noch bei etwas mehr als 100 Millionen Euro. Bis 2018 kletterte die Summe bereits auf mehr als 130 Millionen Euro. Fürs kommende Jahr steigt die Summe auf mehr als 140 Millionen Euro.

2022 sollen laut Finanzplan mehr als 150 Millionen Euro für Personal aufgewendet werden. Das wäre ein Anstieg in der Größenordnung von 50 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Dass die Ausgaben für Personal schneller steigen als das Haushaltsvolumen, zeigt die sogenannte Personalintensitätsquote. Sie beziffert den Anteil der Personalausgaben an den Aufwendungen im gesamten Ergebnishaushalt.

2017 und 2018 lag die Quote konstant bei 24,5 Prozent. Im kommenden Jahr steigt sie den Plänen zufolge auf 25,1 Prozent und bis 2021 auf 25,9 Prozent. Oldenburg vergleiche sich mit fünf weiteren niedersächsischen Städten, berichtete Finanz-Chef Joachim Guttek. Danach ist die Quote nur in der Auto-Stadt Wolfsburg höher als in Oldenburg. In allen anderen Städten sei der Personalanteil niedriger als in Oldenburg, so Guttek.

Die zusätzlichen Stellen entstehen in nahezu allen Bereichen der Verwaltung. Ein Großteil (38) entfällt auf den Bereich Kinderbetreuung, bedingt durch den Ausbau der Betreuungseinrichtungen. Allein 20 Stellen sind für die bessere Beratung von Menschen mit Beeinträchtigungen vorgesehen. Zusätzlich entsteht zum Beispiel je eine Stelle in der Immissionsschutz-, der Abfall- und der Naturschutzbehörde. Begründung: neue rechtliche Vorgaben. Je ein weiterer Landschafts- und ein Gartenarbeiter („Flächenzuwächse“), eine weitere Sozialpädagogin („gestiegene Fallzahlen“), eine Kundenbetreuerin im Bürgerbüro und weitere Stellen fallen an.

Der Haushalt 2019 soll im Dezember im Rat beschlossen werden. Erstmals seit vielen Jahren sieht der Entwurf nicht nur keine Neuverschuldung vor, sondern sogar den Abbau von Schulden.

Christoph Kiefer
Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2101

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