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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Diese Aktion hat sich gleich doppelt gelohnt

01.04.2019

Oldenburg Die Sorge um die Umwelt ist nicht nur in aller Munde, sondern auch in aller Hände: So kann man die Rekordbeteiligung bei der Aktion „Oldenburg räumt auf“ deuten. Demonstrationen gegen Klimawandel, Einsatz für bäuerliche Landwirtschaft, Kampf gegen Mikroplastik – und eben auch für eine saubere Umwelt. „Ich glaube, diese Themen hängen zusammen und befördern sich gegenseitig“, sagt Volker Schneider-Kühn, der Leiter des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebes, der auch mehr als ein Jahr nach seinem Amtsantritt staunt über die Größe und Lebendigkeit von „Oldenburg räumt auf“.

Fast 4100 Schülerinnen und Schüler von 35 Schulen am Freitag, gut 2000 Helferinnen und Helfer in rund 100 Gruppen am Samstag – so viele waren noch nie auf den Beinen. Dass die Müllmenge mit 14,5 Tonnen gegenüber 2018 um etwa eine Tonne niedriger ausfällt, ist für Silke Meyn ein gutes Zeichen. Die Erste Stadträtin wertet den Rückgang als Beleg, dass Oldenburg sauberer geworden ist. Die persönliche Wahrnehmung vieler Bürger bestätigt diesen Befund zwar nicht uneingeschränkt. Eine bessere Erklärung, warum mit der Zahl der Sammler nicht auch die Müllmenge steigt, gibt es aber nicht.

Es kommt allerdings nicht nur auf die Menge an, da dürften sich die allermeisten Helferinnen und Helfer einig sein. Genauso wichtig ist der Wille, mit vielen anderen Menschen ein Zeichen zu setzen. „Wir für Oldenburg“ – das verbindet. Beim traditionellen Abschlussfest wird diese
Stimmung spürbar. Suppen und Wurst, Bier und Kaffee – das ist eine willkommene Aufmerksamkeit für die Helferinnen und Helfer. Aber die Menschen kommen nicht nur deswegen. Es geht um die gemeinsame Sache.

Apropos Gemeinschaftssinn: Die LzO fördert diesen Gedanken seit Jahren durch die Spenden, die Gabriele Mesch und Olaf Meenen vom Stabsbereich Vorstand jeweils zwei Organisationen überreichten: für jedes gesammelte Kilo Müll zehn Cent. Den aufgerundeten Betrag, je 1000 Euro, nahmen in diesem Jahr Marlene Dirks von der Demenzhilfe Oldenburg und Rolf Grösch, Naturschutzbund Deutschland, entgegen.

Eine weitere Idee hilft, „Oldenburg räumt auf“ jung zu halten. Bei der Premiere des Ploggings sind bereits drei Gruppen mit insgesamt 40 Sportlern an den Start gegangen. „Ich denke, das wächst“, sagt AWB-Chef Schneider-Kühn, der beim SV Ofenerdiek mitgelaufen ist. Die Teilnehmer waren in Vierergruppen eingeteilt, begleitet von einem Radfahrer, der Müllbeutel bereithielt. Die Strecke war vorab festgelegt worden: „Perfekt organisiert, wir haben sehr viel aufgesammelt und uns ordentlich bewegt“, lautet das Fazit von Schneider-Kühn, der die Idee hatte, Plogging nach Oldenburg zu holen (siehe Bericht unten).

Wer meint, der ganze Aufwand bringe doch nichts, sollte am Ende nach Neuenwege fahren. In der Entsorgungsanlage kommen die Laster an, die die vollen Müllsäcke an insgesamt rund 160 Sammelpunkten abholen. Aus den Wagen quillen Berge von Unrat, ein gewaltiger Haufen liegt da. Die Reaktionen im Netz auf das Video von der Entladung sind einhellig. Die Frage, ob sich die Sammelaktion gelohnt hat, erübrigt sich.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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