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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Das sind Oldenburgs Klimaschätze

04.04.2019

Oldenburg Vom Alten Stadthafen über den Utkiek und den Fliegerhorst bis zum Schlauen Haus in der Innenstadt: Auf einer Route von 52 Kilometern führt die Geotour „Klimaschätze in Oldenburg“ durch die Stadt. „Wir wollen jene Orte und Projekte vorstellen, die ein Klimaschatz sind“, berichtet Christel Sahr vom Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) Oldenburg.

Die Tour richte sich sowohl an Oldenburger als auch an Gäste. Es gehe darum, Nachhaltigkeits- und Klimaschutzprojekte sichtbar zu machen, die vielleicht auch nicht jedem Oldenburger bekannt seien, und so auf eine originelle, lebendige und spielerische Art auf die ernste Problematik des Klimawandels und -schutzes aufmerksam zu machen.

„Das zweite Ziel der Geotour ist es, die Leute an interessante und markante Orte in der Stadt zu führen, damit auch Personen von außerhalb die Stadt entdecken können“, erklärt Sahr. „Und das ganze am besten mit dem Rad“, betont sie – wobei die Strecke auch umweltfreundlich mit Bussen absolviert werden könne.

Aufgebaut ist die Tour anhand von elf Klimaschätzen, den sogenannten Geocaches, die zum zwölften Überraschung-Cache führen. Ausgerüstet mit einem GPS-Gerät müssen diese gefunden werden. Doch im Gegensatz zu den Standard-Caches, die meist aus einer Plastikdose und einem Logbuch bestehen, sind die der Oldenburger Geotour größer gestaltet. Zwei bis drei Schuhkartons finden sich an den einzelnen Standorten und dort müssen die „Schatzsucher“ noch kleine Aufgaben erledigen, um an die Informationen für den zwölften Cache zu kommen. Nur wer diesen löst, kann eine der beliebten Oldenburger Geocoins erhalten. „Die Aktionen vor Ort haben etwas mit dem Thema dort zu tun“, verrät Sahr. Die Geotour muss nicht an einem Tag absolviert werden, sondern die einzelnen Stationen können auch etappenweise abgefahren werden.

Die Punkte im Überblick

1. Alter Stadthafen

Der alte Stadthafen (Bild: Stadt Oldenburg)

Auf der ehemaligen Industriebrache entsteht ein Wohnquartier. Zur Beheizung wird die Abwärme aus dem Abwasserkanal genutzt.
Warum ist dies ein Klimaschatz? Unter unseren Füßen befindet sich der durchflussstärkste Abwassersammler der Stadt. Auf dem Weg zur Kläranlage wird dem Schmutzwasser Wärme entzogen, die zur Beheizung der Gebäude genutzt wird. So kommt die Wärme von Dusch-, Bade- oder Waschmaschinenwasser ein zweites Mal zum Einsatz.

2. Kläranlage

Die Kläranlage (Bild: Stadt Oldenburg)

In der Oldenburger Kläranlage kommen täglich etwa 35 000 Kubikmeter Abwasser zusammen und werden aufbereitet. Am Ende steht gereinigtes Wasser. Übrig bleiben Klärschlamm zur Weiternutzung sowie unverwertbare Reste.
Warum ist dies ein Klimaschatz? Durch den behandelten Klärschlamm entsteht Methangas, das zur Herstellung von Wärme und Strom genutzt wird. Ziel ist eine selbstständige Energieversorgung der Anlage. Die CO2-Einsparung wird auf rund 1000 Tonnen pro Jahr beziffert.

3. Stadtwald

Der Stadtwald (Bild: Stadt Oldenburg)

Gegründet wurde der Laubmischwald 1995. Er setzt sich aus heimischen Arten wie Eiche, Birke, Espe, Erle, Buche, Winterlinde und Eberesche zusammen. Angepflanzt wurden etwa 150 000 Bäume auf einer 30 Hektar großen Fläche. Ein Drittel wurde der Entwicklung von Biotopen vorbehalten.
Warum ist dies ein Klimaschatz? Beim Wachstum von Pflanzen wird klimaschädliches Kohlenstoffdioxid aufgenommen. So bindet der Stadtwald circa 400 Tonnen Klimagas pro Jahr.

4. Utkiek

Auf dem Utkiek (Bild: Stadt Oldenburg)

Der Osterburger Utkiek ist ein Stadtteilpark, der 2009 auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie entstanden ist. Die Grünanlage erstreckt sich über eine Fläche von 48 Hektar.
Warum ist dies ein Klimaschatz? Aus einer ehemaligen Mülldeponie ist eine grüne Oase innerhalb der Stadt entstanden. Durch die Abbauprozesse unter der Grünfläche entsteht Deponiegas, das in der Vergangenheit zur Erzeugung von Strom genutzt wurde. Inzwischen ist der Methangehalt dafür aber zu gering.

5. Wasserkraftwerk

Das Wasserwerk (Bild: Stadt Oldenburg)

Das Wasserkraftwerk Obere Hunte wurde 1927 erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Es besitzt zwei Turbinen und produziert Strom mit einer Leistung von 700 kW. Die Hauptaufgabe ist die Regulation der Wasserstände von Küstenkanal, Hunte und Mühlenhunte.
Warum ist dies ein Klimaschatz? Der erzeugte Strom des Wasserkraftwerkes kommt ohne den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid aus. Hier entstehen jährlich etwa zwei Millionen Kilowattstunden Ökostrom.

6. Everstenmoor

Im Everstenmoor (Bild: Stadt Oldenburg)

Im Gebiet der Stadt Oldenburg ist das Everstenmoor der letzte unkultivierte größere Hochmoorrest. Ab 1960 wurde das Moor für den Torfabbau entwässert. Heute wird versucht, das unter Naturschutz stehende Moor als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten.
Warum ist dies ein Klimaschatz? Durch Entwässerung und Torfabbau entstehen Treibhausgase. Moore sind stille Hüter von Treibhausgasen. Ihr Schutz ist für die biologische Vielfalt und den Wasserhaushalt von Bedeutung.

7. Alte Fleiwa

Alte Fleiwa (Bild: Stadt Oldenburg)

In den frühen zwanziger Jahren war sie die modernste und größte Fleischwarenfabrik Europas. Nachdem sie mehr als ein Vierteljahrhundert leer gestanden hat, wurde die Industrieanlage zwischen 2007 und 2010 zum Mittelpunkt eines Dienstleistungs- und Innovationszentrums.
Warum ist dies ein Klimaschatz? Elektromobilität und Carsharing sind wichtige Innovationen für den Klimaschutz. Hier gibt es beides: Eine Stromtankstelle und eine Ausleihstation für Fahrzeuge.

8. Fliegerhorst

Der Fliegerhorst (Bild: Stadt Oldenburg)

Auf dem ehemaligen Flugplatz der Luftwaffe entsteht ein neuer Stadtteil mit einem Wohngebiet für etwa 3000 Menschen sowie Naturschutz- und Gewerbeflächen. Dort befindet sich ein Solarpark mit rund 60 000 Solarmodulen.
Warum ist dies ein Klimaschatz? Durch die Kraft der Sonne werden jedes Jahr 13 Millionen Kilowattstunden Strom produziert. Gegenüber einer herkömmlichen Stromproduktion lassen sich rund 8300 Tonnen CO2-Emissionen einsparen.

9. Donnerschwee Kaserne

Das ehemalige Kasernengelände (Bild: Stadt Oldenburg)

Aus der Kaserne ist ein 18 Hektar großes Wohngebiet geworden. In alten und neuen Gebäuden sind rund 750 Wohnungen entstanden.
Warum ist dies ein Klimaschatz? Der Bausektor gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftsbereichen. Hier wurde die alte Substanz genutzt und nachverdichtet. Damit wurden große Mengen neuer Rohstoffe gespart.

10. Verschenkemarkt

Vor dem Verschenkemarkt (Bild: Stadt Oldenburg)

Der Markt ist ein Projekt der Lokalen Agenda 21. Was für den einen nutzlos ist, kann ein anderer gut gebrauchen. Für diese Idee hat die Oldenburgerin Käthe Nebel sogar das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen.
Warum ist dies ein Klimaschatz? Im Verschenkmarkt finden sich Alternativen zum Konsum neuer Produkte. Leihen, Tauschen oder Secondhandkaufen sind Möglichkeiten, sich Wünsche zu erfüllen und noch etwas für das Klima zu tun.

11. Baumhaus

Werkstatt in der alten Keksfabrik (Bild: Stadt Oldenburg)

Auf dem Gelände einer alten Keksfabrik sind die Projekte des Baumhaus gGmbH gewachsen, die Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen geschaffen haben. Hier gibt es eine Fahrradwerkstatt, eine Seifenfabrikation, ein Hotel und ein Café.
Warum ist dies ein Klimaschatz? In der Werkstatt wird das Reparieren und Wiederverwenden groß geschrieben. Die Fahrradwerkstatt und das Repair-Café stellen einen wichtigen Baustein der Oldenburger „Repair“-Kultur dar.

12. Schlaues Haus

Das Schlaue Haus in Oldenburg (Bild: Stadt Oldenburg)

In der Oldenburger Innenstadt beherbergt eines der ältesten Häuser das 2012 entstandene „Schlaue Haus“. Es verbindet moderne und historische denkmalgeschützte Architektur miteinander.
Warum ist dies ein Klimaschatz? Mit „schlauer“ und vor allem klimafreundlicher Gebäudetechnik weist das Oldenburger Wissenschaftshaus in die Zukunft und bietet das passende Forum für den Dialog zwischen Wissenschaft und Bürgerinnen und Bürger.

Mobil mit Fahrrad und Auto in die Zukunft

Um nachhaltige Mobilität geht es am Sonntag, 7. April, in Oldenburg. Von 12 bis 18 Uhr findet auf dem Rathausplatz der Fahrradtag „Hallo Fahrrad“ statt.

Zeitgleich wird auf dem Schlossplatz die Veranstaltung „Mobil in die Zukunft“ organisiert, bei der Neuheiten auf dem Markt der Elektrofahrzeuge vorgestellt werden. So können sich Interessenten über die jeweiligen Elektro- und Hybridautos vieler Oldenburger Autohäuser informieren. Darüber hinaus stellt das DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme ein wasserstoffbetriebenes Elektrofahrzeug mit einer Brennstoffzelle als Energiewandler vor. Informiert wird außerdem über die Car-Sharing-Angebote. Das Programm wird vom City-Management Oldenburg organisiert.

Tipps und Informationen rund um Fahrradausflüge, den Fahrradkauf und vieles mehr gibt es auf dem Rathausplatz. Wer nicht nur stöbern möchte, kann direkt ein Rad sowie Zubehör für den Drahtesel kaufen. Verschiedene Modelle wie Liegeräder, E-Bikes und ein Rollstuhltransport-Rad können probe gefahren werden. Am Infostand des ADFC Oldenburg werden von 13 bis 16.30 Uhr Räder gegen eine Gebühr codiert.

Darüber hinaus bietet der ADFC kostenlose Schnuppertouren an. Die Stadtführung „Stadt per Rad“ startet um 14 Uhr am Kasinoplatz und soll eine Stunde dauern. Ebenfalls am Kasinoplatz beginnt um 12 Uhr eine weitere Tour des ADFC. Dabei kann zwischen einer gemütlichen (20 Kilometer) und einer flotten Tour (30 Kilometer) gewählt werden. Die Rückkehr ist für 14 Uhr geplant.

Neben den Kombi-Veranstaltungen auf dem Schlossplatz und dem Rathausplatz ist der 7. April auch ein verkaufsoffener Sonntag. Von 13 bis 18 Uhr öffnen die Geschäfte in der Innenstadt, das IKEA-Einrichtungshaus, MACO City und Möbel Buss ihre Türen.


Mehr Infos unter   www.cmo-online.de 
Renke Hemken-Wulf Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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