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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Fleischerei Sünkler schließt an der Hauptstraße

25.10.2018

Oldenburg Morgens zur Arbeit zu kommen und sich zu freuen, die Kollegin zu sehen, dieses Glück ist nicht vielen beschieden. Die Fleischereifachverkäuferinnen Etta Gebken (68), Martina Schulz (54) und Kerstin Prins (54) haben dieses Glück und genießen es.

Noch – denn zum Ende des Jahres schließt die Oldenburger Fleischerei Sünkler ihre Filiale an der Hauptstraße. Ein schmerzlicher Verlust für die Geschäftsstraße, in der viele ihre Einkäufe erledigen. Und das sind nicht nur Everster, sondern auch zahlreiche Kunden, die auf dem Weg aus der Stadt heraus mal eben anhalten und sich mit Wurst oder Fleisch für den Abend versorgen. Doch damit ist nun bald Schluss und die Hauptstraße verliert nach vielen Jahrzehnten wohl endgültig eine Fleischerei. Zwar sucht Karl-Jörg Klimmeck, dem das Haus gehört und der darin früher Spielzeug und Schreibwaren verkaufte, nach einem Nachfolger. Doch die Suche wird wohl ohne Ergebnis verlaufen. „Es gibt ja auch kaum noch Fleischereien“, weiß Klimmeck. Dennoch, die Suche hat er noch nicht aufgeben.

Fleischerei-Inhaber Klaus Sünkler, der seinen Stammsitz an der Dragonerstraße behält und auch seine beiden Verkaufswagen auf den Wochenmärkten weiter betreiben wird, begründet die Schließung der Filiale in Eversten mit dem Fachkräftemangel. „Es gibt keinen Nachwuchs“, klagt der 57-Jährige und steht damit in der Handwerksbranche nicht allein da.

Zunächst hatte die Fleischerei Egert an der Hauptstraße vor 23 Jahren eine Lücke geschlossen, die Fleischermeister Harry Gebken gerissen hatte, als er seinen Betrieb aus Altersgründen aufgeben musste. Etta Gebken, Martina Schulz und Kerstin Prins wechselten damals vom Egert-Standort an der Langen Straße in der Innenstadt an die Hauptstraße. Die Namensgleichheit von Etta Gebken mit Harry Gebken ist übrigens kein Zufall, sie war die Schwiegertochter. Der Fleischermeister starb vor fünf Jahren im Alter von 88 Jahren. Mehr als drei Jahrzehnte hatte er sich ehrenamtlich für sein Handwerk eingesetzt.

Etta Gebken ist seit einigen Jahren pensioniert, hat im Geschäft aber immer wieder ausgeholfen, damit ihre Kolleginen auch mal fei hatten. Nun will sie sich mit den Frauen nach Schließung der Filiale privat treffen. Martina Schulz und Kerstin Prins machen sich keine großen Sorgen um ihre berufliche Zukunft – Fleischereifachverkäuferinnen sind gesucht auf dem Arbeitsmarkt.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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