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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Gesundheit: Klinikum: Defizit noch höher

13.08.2019

Oldenburg Das Klinikum Oldenburg steckt weiter in tiefroten Zahlen. Das geht aus dem Quartalsbericht hervor, den die Stadt für alle ihre Eigentriebe und Beteiligungen erstellt.

Nach der Prognose zum 30. Juni erwirtschaftet das Klinikum 2019 voraussichtlich ein Defizit in Höhe von 14,6 Millionen Euro. Das wären 2,8 Millionen mehr, als im Planansatz vorgesehen. Die Verantwortlichen bei der Stadt gehen davon aus, dass der Träger erneut Geld zuschießen muss. Wörtlich heißt es in dem Bericht, der an diesem Mittwoch den Mitgliedern des städtischen Finanzausschusses vorgelegt wird: „Aufgrund der negativen Ergebnisentwicklung ist damit zu rechnen, dass es in diesem Jahr zu weiteren Liquiditätsbedarfen kommt.“ Bereits zweimal hat der Rat der Stadt jeweils zwölf Millionen Euro freigegeben.

Das Klinikum bestätigte die Erwartung nicht, widersprach aber auch nicht. Grundsätzlich sei es nicht auszuschließen, dass das Klinikum weitere Liquiditätshilfen des Eigentümers in Anspruch nehmen müsse, teilte das Klinikum am Montag mit. Allerdings sei die Berechnung im Quartalsbericht eine stichtagsbezogene Betrachtung, die auf 2019 hochgerechnet worden sei.

Laut Bericht der Prüfer liegen die Umsatzerlöse rund 1,4 Millionen Euro höher als im Planansatz. Die Belegung sei geringer als erwartet; die höhern Erlöse resultierten vor allem aus der Herstellung von Zytostatika (hemmen die Zellvermehrung). Wie das Klinikum weiter mitteilte, stieg die Anzahl der Fälle im 1. Halbjahr 2019 (18 435) im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018 (17 780). Sie übertreffe die im Wirtschaftsplan veranschlagte Zahl (18 250). Die in dem Bericht erwähnte geringere Belegung ergebe sich aus einer kürzeren Verweildauer.

Um rund vier Millionen Euro über dem Plan liegen laut Quartalsbericht die Personalkosten. Rund zwei Millionen Euro entfielen auf die höheren Ausbildungskosten für Med. Fachangestellte. Dieser Betrag werde noch 2019 durch Erlöszuschläge refinanziert. Höher als erwartet seien auch die Personalkosten im Ärztl. Dienst (1,5 Millionen) und Medizinisch-Technischen Dienst (0,5 Millionen).

Das Klinikum hatte im Wirtschaftsplan für 2019 ein Minus von 11,9 Millionen Euro eingeplant – nach minus 5,2 Millionen Euro 2018 und minus 16,8 Millionen 2017.

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt fordert derweil eine stärke Rolle der Politik bei der Bewältigung der Krise. Viele Mitarbeiter des Klinikums erwarteten ein stärkeres Engagement des Rates, heißt es in einer Mitteilung der Fraktionsvorsitzenden Esther Niewerth-Baumann, MdL, und Olaf Klaukien. Die Findungskommission zur Neubesetzung des Vorstandes mit der Beteiligung nur eines Ratsmitgliedes sei „völlig unangemessen“. Jede politische Gruppierung des Verwaltungsrates müsse „mindestens ein Ratsmitglied“ entsenden können.

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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