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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Auf der Suche nach Kampfmitteln

13.01.2018

Oldenburg Die Arbeiter sind seit heute Morgen fünf Uhr im Einsatz – die Deutsche Bahn hat etwa 250 Meter südlich der Fußgängerunterführung Nedderend mit der Kampfmittelsondierung begonnen. Vom Bürgerbuschweg aus wurde ein Bagger auf die Gleise gesetzt. Über Ergebnisse der Sondierung wurde zunächst nichts bekannt.

Die Arbeiten sind Teil eines mehrmonatigen Bauprojekts auf einer sieben Kilometer langen Strecke zwischen dem Bereich Nedderend (Kreuzung der Bahnstrecke mit der A293) und Neusüdende (Gemeinde Rastede).

Die Bahn lässt Kabelrohre für die Signaltechnik verlegen. Ziel sei, die Strecke bei Bedarf abschnittsweise eingleisig in beide Richtungen nutzen zu können, erläuterte ein Bahnsprecher. Eine in Abschnitten eingleisige Verkehrsführung sei erforderlich für die Erneuerung des Gleisbetts. Während dieser Arbeiten, die für 2019 geplant ist, stünden nicht beide Gleise uneingeschränkt zur Verfügung.

„Keine Instandhaltung“

Die Kritiker des Bahnstreckenausbaus durch Oldenburg sind empört. „Das ist die größte Schweinerei, die wir bislang erlebt haben“, ärgert sich Christian Röhlig vom Verein IBO (Interessengemeinschaft für die Bürger und ihre Umwelt im Großraum Oldenburg). Die IBO wirft der Bahn vor, Arbeiten aus der hochumstrittenen Ertüchtigung der Bahnstrecke vorzuziehen – und als Instandhaltung zu tarnen.

Als Beweis führt Röhlig einen Schriftwechsel zwischen der Bahn und dem Eisenbahnbundesamt an. Das Schreiben der Bahn trage die Unterschriften von Frank Heuermann und Ulrich Beyer – die Projektverantwortlichen für den Streckenausbau durch Oldenburg. „Mit einer Instandhaltung wäre ein ganz anderer Bereich der Bahn befasst – Ausbau und Instandhaltung sind bei der Bahn völlig getrennte Teams.“

Genehmigung gefordert

Ein weiterer Beweis seien die geplanten Masten für die Signaltechnik. „Die Standorte sind exakt dort, wo sie bei dem geplanten Ausbau benötigt würden“, sagt Röhlig.

Das Eisenbahnbundesamt habe sich der Sicht der Bahn angeschlossen. Die von der IBO geforderte Genehmigung sei abgelehnt worden. Das bestehende Baurecht reiche aus, urteile die Aufsichtsbehörde.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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