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Lkw ausgebrannt – Verkehrsbehinderungen auf der A 29
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Dreieck Ahlhorner Heide
Lkw ausgebrannt – Verkehrsbehinderungen auf der A 29

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Wirtschaft

Das war 2018 in Oldenburg

31.12.2018

Oldenburg Schon wieder ist ein Jahr vergangen. Für den einen ging es schnell, für den anderen vielleicht quälend langsam – je nachdem, welche Erinnerungen man mit den zurückliegenden zwölf Monate verbindet. Eines ist auf jeden Fall sicher: 2018 war ein ereignisreiches Jahr, wie ein Blick in unser Archiv zeigt. Ob die Debatte um Fahrverbote, viel beachtete Gerichtsprozesse oder kuriose Geschichten – der Rückblick vieles zum Vorschein, über das die Stadt in diesem Jahr sprach.

Januar

Schildbürgerstreich

Behördenärger kurios: Die NWZ berichtet am 10. Januar über Leserin Eva Fackelmann. Sie hatte den Graben vor ihrem Haus mit Holzbohlen befestigt, was der Stadt nicht passte. Diese verlangte eine Abschrägung mit Rollrasen, was die Anwohnerin umsetzte. Allerdings brach die Böschung ab – und die Stadt setzte wieder Holzbohlen ein. Das kuriose Hin und Her schaffte es bis in die NDR-Satire-Sendung Extra 3.

Fallender Fischlaster

Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Ein spektakulärer Unfall ereignet sich am 20 Januar auf der A 28: Ein Lastwagen kommt in der Nacht bei eisglatter Straßen von der Fahrbahn ab und durchbricht das Geländer der Brücke über der Ammerländer Heerstraße. Der Auflieger kracht auf die darunterliegende Fahrbahn, die Zugmaschine bleibt am Brückengeländer hängen.

Glücklicherweise ist zu der Zeit niemand auf der Ammerländer Heerstraße unterwegs. Auch der Lkw-Fahrer wird nur leicht verletzt und kann sich selbst aus seinem Führerhaus befreien. Viele Stunden dauern indes die Aufräumarbeiten: Der Lastwagen hatte Fisch und andere Meerestiere geladen, die über die gesamte Fahrbahn verstreut sind.

Und was war sonst?

17. Januar: Nach monatelangem Tauziehen um die Zukunft der Mohrmann-Halle zieht Oberbürgermeister Jürgen Krogmann einen Schlussstrich. Die Ausschreibung zum Verkauf des Gebäudes wird zurückgezogen. Der OB hatte eine Veräußerung an die Gemeinnützigen Werkstätten befürwortet. Die wollten in der Halle ein Restaurant betreiben und damit auch Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen. Ein Netzwerk von Kreativen rund um den Bauwerk-Verein, der die Halle vorher größtenteils genutzt hatte, sprach sich gegen einen Verkauf aus, weil die Mitglieder ein Verlust von Raum für Kreative fürchtete. Verschiedene Vorschläge zur geteilten Nutzung fanden zuvor keine Zustimmung.

22. Januar: Der Rat beschließt die Fortschreibung des Luftreinhalteplans. Darin enthalten ist auch die mögliche Einrichtung einer grünen Umweltzone. Damit reagieren Stadt und Politik auf die regelmäßige Überschreibung des Stickstoffdioxid-Grenzwerts an der Messstation am Heiligengeistwall. In den kommenden Monaten kommt es immer wieder zu Unstimmigkeiten, was mögliche Fahrverbote angeht. Der Oberbürgermeister schließt sie aus, Verkehrsdezernentin Gabriele Nießen will sie als Option zulassen.

Februar

10 000 Euro im Müll

Während der Fahrt auf der Cloppenburger Straße verliert eine 69-Jährige am 6. Februar ihren Einkaufstrolley aus dem Auto, weil sie offenbar die Heckklappe nicht richtig geschlossen hatte. Besonders ärgerlich: Darin befanden sich 10000 Euro. Die Geschäftsfrau wollte ihre Einnahmen zur Bank bringen.

Die Geschichte wird noch kurioser als herauskommt, dass offenbar ein Mitarbeiter der Müllentsorgung des AWB den herrenlosen Trolley fand – und ihn ohne Blick auf den Inhalt in den Müllwagen verfrachtete. Gemeinsam mit weiterem Abfall wurde er noch am selben Tag in der Abfallaufbereitungsanlage in Neuenwege zerkleinert. Das Geld der Frau war weg, doch die nahm es mit Galgenhumor, obwohl sie auf dem Schaden sitzen blieb. „Gegen Dummheit kann man sich nicht versichern“, sagte sie der NWZ.

Brücken-Durchbruch

Foto: 261News / Andre van Elten

Plötzlich geht es bergab: Ein Streufahrzeug bricht am 13. Februar im Schlossgarten durch die Fußgängerbrücke über die Mühlenhunte. Es gehört einem privaten Dienstleister und ist im Auftrag der Stadt unterwegs. Der Fahrer wird nicht verletzt.

Die Stadt sagt später, dass die Firma keine Ermächtigung hatte, über gewichtsbeschränkte Brücken zu fahren. Die Last des Fahrzeugs sei offenbar zu hoch gewesen. Der Dienstleister weist die Vorwürfe zurück und wirft der Stadt vor, keine Hinweise aufgestellt zu haben. Beiden Seiten treffen sich vor Gericht, der Prozess dauert an. Das Loch in der Brücke bleibt seitdem.

Und was war sonst?

23. Februar: Wegen der tödlichen Schüsse an der Nadorster Straße im Juli des Vorjahres wird der 38-jährige Angeklagte nur wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz mit zweieinhalb Jahren Gefängnis bestraft. Das Gericht ist der Ansicht, dass der Schütze aus Notwehr gehandelt hat.

26. Februar: Der CDU-Europaabgeordnete David McAllister wird beim 61. „Defftig Ollnborger Gröönkohl Äten“ zum neuen Kohlkönig gewählt. Er löst die zu dem Zeitpunkt noch designierte SPD-Parteichefin Andrea Nahles ab.

Kohlkönig David McAllister mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann

27. Februar: Das Verwaltungsgericht hält die Klage privater Busunternehmen gegen die Entscheidung, der VWG erneut die Konzession für den städtischen Busverkehr zu geben, für unbegründet. Für die nächsten zehn Jahre bleibt beim Busbetrieb also alles beim Alten.

27. Februar: In Kreyenbrück beginnt der Abriss der Gebäude auf dem ehemaligen AEG-Geländes. Hier soll Platz für eine medizinisches Quartier gemacht werden.

März

Messerangriff

Bei einer Messerattacke in der Bergstraße am 9. März durch einen zunächst Unbekannten wird ein 17-Jähriger lebensgefährlich verletzt. Erst knapp eine Woche später ist das Opfer außer Lebensgefahr. Die Polizei sucht mit einem Phantombild nach dem Täter und setzt später 5000 Euro Belohnung für Hinweise auf den Täter aus, die im April durch eine private Initiative auf 12000 Euro aufgestockt wird.

Am 19. April verhaftet die Polizei einen 29-Jährigen. Zeugen hatten aufgrund des Phantombilds eine Ähnlichkeit bemerkt und diese gemeldet. Ab dem 11. Oktober steht der mittlerweile 30-Jährige vor Gericht. Am 13. Dezember wird er zu neun Jahren Freiheitsstrafe, untergebracht in einem psychiatrischen Krankenhaus, verurteilt.

Neues Wahrzeichen

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen stellt am 15. März einen ersten Entwurf für den Neubau der Cäcilienbrücke vor. Er sieht verglaste Teile und separate Treppenpodeste vor. Die seien nötig, um die Treppen an die zukünftige Hubhöhe anzupassen, die einen Meter höher liegen soll als bisher. Frühestens 2020 sollen die Bauarbeiten beginnen. Bei einer Umfrage auf NWZonline mit rund 1000 Teilnehmern sagen mehr als 60 Prozent, dass sie den Entwurf für gelungen halten.

Und was war sonst?

11. März: Die Ausstellung „World Press Photo“ im Schloss endet mit einem Besucherrekord. Mehr als 16000 Menschen wollen die Auswahl der besten Pressefotos sehen.

15. März: Das Klinikum veröffentlicht Pläne zur Erweiterung. 163 Millionen Euro sollen Neubauten und Umgestaltung kosten.

April

Im Schweinsgalopp

Kurioser Einsatz für die Oldenburger Polizei: In Ofen, kurz hinter der Stadtgrenze, büxt am 9. April ein Hängebauchschwein von einem Privatgrundstück aus und läuft teilweise über die Hauptstraße. Polizisten und Helfer von einem nahegelegenen pädagogischen Tiergehege haben alle Hände voll zu tun, das Tier wieder einzufangen.

Razzia im Rotlicht

Bei einer bundesweiten Razzia im Rotlicht-Milieu am 18. April wird auch ein Haus an der Holler Landstraße durchsucht. Es wird als Bordell benutzt. Die Aktion richtet sich gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution. Vor Ort treffen die Beamten auf eine transsexuelle Prostituierte und einen Objektverwalter. Verhaftet wird hier niemand, dafür Beweismittel sichergestellt. Ziel der Aktion sind die Drahtzieher im Hintergrund, ein inzwischen verhaftetes Paar aus Siegen in NRW.

Und was war sonst?

9. April: Der Schulausschuss stimmt gegen eine Verlängerung der Förderschule Lernen am Bürgerbusch. Der Landeselternrat kritisiert diese Entscheidung. Keine andere Stadt in Niedersachsen habe sich gegen eine Verlängerung entschieden, heißt es.

Mai

Polizisten angeklagt

Die Staatsanwaltschaft erhebt am 3. Mai Anklage gegen zwei Oldenburger Polizisten. Sie hatten Mitte November des Vorjahres einen alkoholisierten 23-jährigen Iraner nahe der Stadtgrenze ausgesetzt. Der Mann wurde von einem Auto erfasst und erlag seinen Verletzungen.

Im Juli lehnt das Landgericht allerdings einen Prozess ab. Es sieht keinen hinreichenden Tatverdacht. Staatsanwaltschaft und Nebenkläger legen Beschwerden dagegen ein. Mit Erfolg: Das Oberlandesgericht überstimmt die Vorinstanz. Der Prozess soll im März kommenden Jahres beginnen.

Ein Sommertraum

Am Stadthafen-Süd eröffnet am 19. Mai der Theaterhafen als temporäre Spielstätte für das Staatstheater, das saniert wird. Das frühere Roncalli-Zirkuszelt mit dem Strand drumherum entwickelt sich auch dank des großartigen Wetters in den kommenden Wochen zum äußerst beliebten Treffpunkt auch für Menschen, die gar nicht ins Theater wollen.

Allein zum „Fest der 1000 Lampions“ am letzten Wochenende Anfang Juli kommen 20 000 Besucher.

Und was war sonst?

5. und 6. Mai: Kurz zuvor war ist sie noch bei Proben schwer gestürzt, es ist unklar, ob sie überhaupt auftreten kann. Dann begeistert Schlager-Sängerin Vanessa Mai mit gleich zwei Konzerten das Oldenburger Publikum.

10. Mai: Beim Streit um die Zukunft der Gleishalle am Hauptbahnhof gibt es eine überraschende Wende: Laut eines Bahnbevollmächtigten ist der bislang favorisierte Abriss und Neubau vom Tisch. Ein Gutachten soll den Zustand der jetzigen Konstruktion überprüfen. Die Ergebnisse werden im November vorgestellt. Wie es genau weitergeht, soll sich im kommenden Jahr entscheiden.

Juni

Doch noch Wasser

Der Tank für die Wasserspiele wird angeliefert.

Im Bauausschuss am 21. Juni spricht sich überraschend nun doch eine Mehrheit für den Einbau von Wasserspielen auf dem Waffenplatz aus. Auch der Verwaltungsausschuss stimmt den Mehrausgaben von 200 000 Euro zu.

Kurz zuvor war die Diskussion um die Gestaltung des Platzes nach einem NWZ-Bericht wieder in Gang gekommen. Ein Unternehmer aus der Branche sagt, dass die Technik für Wasserspiel für deutlich weniger Geld zu haben sei, als von der Stadtverwaltung zuvor angegeben angegeben. Der Umbau des Waffenplatzes läuft indes bereits seit 21. Februar. 1,5 Millionen Euro hatte die Stadt dafür ursprünglich bereitgestellt. Die Anlieger wollten an Extras wie Wasserspielen nicht finanziell beteiligen.

Sachses Drama

Überraschend scheitert Sozialdezernentin Dagmar Sachse bei ihrer Wiederwahl am 25. Juni. Oberbürgermeister Krogmann hatte die Verlängerung ihres Engagements vorgeschlagen. SPD und Grüne hatten eigentlich ihre Zustimmung angekündigt. Nun fehlt Sachse eine Stimme.

Lange Gesichter bei Dagmar Sachse und Co.

Im Nachhinein bietet die Fraktion Linke/Piraten Unterstützung gegen entsprechende Zugeständnisse an. Dass Krogmann Sachse daraufhin noch einmal vorschlägt, kritisieren allerdings CDU, FDP und AfD. Sie wollen die Stelle neu ausschreiben.

Die Kommunalaufsichtsbehörde gibt allerdings grünes Licht für eine erneute Kandidatur. Am 27. August wird Sachse wiedergewählt mit der Mehrheit von SPD, Grünen und Linken/Piraten. Allerdings bekommt sie wieder eine Stimme weniger, möglich gewesen wäre.

Und was war sonst?

7. Juni: Die NWZ und die Volksbank küren die Oldenburger des Jahres. Ausgezeichnet werden der CSD-Organisator Thomas Sieverding und die unter anderem bei der Tafel engagierte Studentin Lina Sophie Kahl. Ein Sonderpreis geht an Karl Grotheer vom Stadtschülerrat. Für den 16-Jährigen organisiert die NWZ ein persönliches Gespräch mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

9. Juni: Mehr als 14 000 Besucher kommen zum Tag der Bundeswehr in die Henning-von-Tresckow-Kaserne. Auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist zu Gast.

9. Juni: Nachdem die Zukunft lange ungewiss war, wird der Tretbootverleih an der Mühlenhunte wieder eröffnet. Die Boote starten von einem neuen Steg aus.

16. Juni: Der Christopher-Street-Day (CSD) Nordwest endet mit einer Rekordbeteiligung. Rund 16000 Teilnehmer sind rund um die Innenstadt unterwegs.

21. Juni: Oldenburg wächst immer weiter. In einer neuen Prognose rechnet die Stadt mit 179000 Einwohnern im Jahr 2031.

23. Juni: Während die Fußballnationalmannschaft auf ganzer Linie versagt, wird ein anderer Deutscher zum WM-Held: Kevin Meyer, Mitglied der Oldenburger Berufsfeuerwehr, rettet in Sotschi einem Russen nach einem Verkehrsunfall mit Wiederbelebungsmaßnahmen das Leben.

Juli

Der Untergang

Bei einer Ausfahrt am 8. Juli versinkt plötzlich die „Marianne“, eines der zwei Börteboote, im Küstenkanal. 29 Personen, eine Reisegruppe aus Vlotho in NRW, können sich an Land retten.

Die Staatsanwaltschaft kündigt nach dem Untergang Ermittlungen gegen den Kapitän und die Eigentümer an. Es gibt Hinweise auf einen schlechten Zustand des Boots. Einer der Geschäftsführer des Ausflugsbetriebs verstirbt zwischenzeitlich unerwartet. Die Ermittlungen fokussieren sich nun auf seinen Kompagnon, den Schiffsführer und die junge Bootsfrau, die bei den Passagieren eigentlich als treibende Kraft bei der Rettungsaktion angesehen wird.

Es kommt auch heraus: Bereits 2013 musste die Feuerwehr wegen Wassereintritts in die „Marianne“ Hilfe leisten.

Nießen muss gehen

Die NWZ berichtet am 18. Juli, dass Oberbürgermeister Krogmann Baudezernentin Gabriele Nießen nicht für eine zweite Amtszeit vorschlagen will. Das Verhältnis der beiden gilt als angespannt. Zuvor hatte sich eigentlich eine breite politische Mehrheit aus CDU, Grünen, FDP, Linken und Piraten für eine Verlängerung des Vertrages ausgesprochen.

Im Verwaltungsausschuss am 13. August verkündet der OB seine Entscheidung offiziell. Im Oktober wird bekannt, dass sich Nießen auf den Leitungsposten im Dezernat für Stadtplanung und Hochbau in Ludwigsburg bewirbt. Dessen Rat stimmt im November mit großer Mehrheit zu. Nießen wird ihr Amt am 1. März kommenden Jahres dort antreten.

Und was war sonst?

18. Juli: Der 40. Oldenburger Kultursommer startet. Eröffnet wird er mit einem Konzert auf dem Schlossplatz mit Inga Rumpf. Am Ende der vielfältigen Kulturtage steht eine positive Bilanz. Theater, Kinos und Live-Musik ziehen 80 000 Besucher an.

August

Gift in Häusern

Wirbel um die „Englische Siedlung“ in Alexandersfeld: Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) soll hohe Werte von krebserregenden Holzschutzmitteln, die in den Häusern verwendet worden waren, zurückgehalten haben, berichtet die NWZ am 13 August.

Laut Auskunft verschiedener Architekten ist diese Gefahr bereits seit Jahren bekannt. In der Folge werden rund 270 Wohnungen in drei Bima-Siedlungen auf Giftstoffe untersucht. Ein akute Gefahr für die Bewohner wird offiziell nicht festgestellt.

Musikschule zieht um

Am Marktcarré, das ursprünglich abgerissen und neu gebaut werden sollte, gibt es eine Veränderungen: Die städtische Musikschule soll hier einziehen, bestätigt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann auf Nachfrage der NWZ am 20. August.

Und was war sonst?

25. August: Ein Frachter havariert im Küstenkanal. Mehr als 30 Einsatzkräfte bewahren ihn vor dem Sinken.

27. August: Zwei Lauben in der Kleingartenanlage Haarentor am Pophankenweg brennen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Im November ermittelt die Polizei einen 28-Jährigen als Tatverdächtigen.

29. August: Mit Kochen am Schloss einen Tag vor der eigentlichen Party beginnt das Stadtfest. Am Ende feiern mehr als 300 000 Besucher in der Innenstadt.

September

Filmfest-Jubiläum

Das 25. Internationale Filmfest Oldenburg beginnt am 12. September mit der Vorführung des russischen Films „Unforgiven“ in der Kongresshalle der Weser-Ems-Halle. Stargäste sind in diesem Jahr die Schauspieler Keith Carradine und Molly Ringwald sowie Regisseur Bruce Robinson. Insgesamt 15 500 Besucher sehen sich die Filme des Festivals an.

Verluste am Klinikum

Wei die NWZ am 13. September berichtet, empfiehlt ein Gutachten dem Klinikum die Erweiterung des Vorstands um einen Sanierer. Hintergrund sind Millionenverluste. Die Ratsfraktionen stehen dem Vorschlag weitestgehend positiv gegenüber. Am 24. September stimmt der Rat diesen Plänen zu.

Am 22. Oktober berichtet die NWZ, dass der 53 Jahre alte Rainer Schoppik als Sanierer dem Klinikum helfen soll. Er war bis 2017 Kaufmännischer Direktor am Uni-Klinikum Hamburg-Eppendorf. Die politischen Gremien stimmen der Personalie zu.

Und was war sonst?

22. September: Auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes sprengt das THW einen 43 Meter hohen Funkturm. Rund 200 Anwohner werden aus Sicherheitsgründen evakuiert.

25. September: Kurz vor dem Start des Kramermarkts wird einem 68-jährigen Schausteller ein Messer in den Rücken gerammt. Täter ist ein 29-Jähriger aus Delmenhorst, andere Schausteller überwältigen ihn. Das Motiv bleibt unklar. Der Schausteller wird glücklicherweise nicht schwerer verletzt.

28. September: Der 411. Kramermarkt wird eröffnet. Beim größten Volksfest im Nordwesten schauen mindestens eine Million Besucher vorbei.

Oktober

6000 Protestieren

Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Erst am 17. Oktober wird bekannt, dass die AfD Niedersachsen ihren Landesparteitag weniger Tage später in der Weser-Ems-Halle abhalten wird. Umgehend formieren sich die Gegner der Partei und rufen nach kurzer Planung zu einer großen Gegendemonstration auf.

Am 27. Oktober demonstrieren 6000 Menschen parallel zum Parteitag gegen Rassismus. Bis auf kleinere Rangeleien bleibt es weitgehend friedlich. Die Bilanz der Polizei: zwei Verletzt und drei vorläufige Festnahmen.

Wirbel um Messwerte

Am 21. Oktober startet der Oldenburger Marathon erstmals in Bad Zwischenahn. Obwohl der Heiligengeistwall wegen der Großveranstaltung mehrere Stunden gesperrt ist, erreicht die Luftmessstation an diesem Tag einen Mittelwert von 37 Mikrogramm Stickstoffdioxid, nur knapp unter dem Grenzwert von 40 Mikrogramm, wie die NWZ in der Woche darauf veröffentlicht.

Es ist nicht die einzige Unstimmigkeit. Bei einer Überprüfung stellt die NWZ fest, dass der Einlass für die zu messende Luft in einer Höhe von 1,43 Meter angebracht ist. Vorgeschrieben ist aber mindestens eine Höhe von 1,50 Meter. Das Umweltministerium kündigt daraufhin eine Überprüfung an und korrigiert das Gerät. Fraglich ist nun, ob die Messwerte bei der Klage gegen die Stadt, die die Deutsche Umwelthilfe am 23. Oktober bekanntgibt, verwendet werden können.

Und was war sonst?

26. Oktober: Wie bekannt wird, soll Grünen-Chef Robert Habeck im kommenden Jahr zum neuen Kohlkönig gekrönt werden.

30. Oktober: In der Oldenburger Weser-Ems-Halle startet der Mammut-Prozess gegen den Klinik-Mörder Niels Högel. Nachdem er 2015 bereits wegen fünf Taten zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, soll er sich nun wegen 100 weiterer Todesfälle verantworten.

November

Schlachthof-Skandal

Sowohl das Deutsche Tierschutzbüro als auch das niedersächsisch Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstatten am 6. November Anzeige gegen Oldenburger Betrieb Standard-Fleisch. Aktivisten hatten Videomaterial aufgenommen, die zeigen, wie Tiere mit Elektroschockern malträtiert und unsachgemäß betäubt wurden.

Eine Woche später wird der Skandalschlachthof vom Betreiber bis auf weiteres stillgelegt. Im Dezember wird bekannt, dass das Garreler Unternehmen Goldschmaus den Schlachthof übernehmen wird.

Ringtausch

Die Stadt stellt am 28. November Pläne für die Wohnungslosen- und Drogenhilfe vor. Vorgesehen ist, den Obdachlosentreff an der Ehnernstraße aufzugeben, dorthin soll der Mädchentreff aus der Cloppenburger Straße ziehen. Die Wohnungslosen sollen dafür dort sowie an der Bloherfelder Straße betreut werden.

Die Drobenberatung der Rose 12 wechselt von der Alexanderstraße zur Straße Am Schießstand, das Café Caro an die Alexanderstraße. Gerade in Eversten regt sich umgehend Protest gegen die Pläne.

Und was war sonst?

5. November: Bei einem Streit in einer Flüchtlingsunterkunft im Pophankenweg wird ein 28-jähriger Sudanese durch Messerstiche getötet. Offenbar hatte ein 25-jähriger Landsmann im Streit zugestochen.

8. November: Die Mehrheit der Ratsfraktionen spricht sich gegen eine Abschaffung der umstrittenen Ausbaubeiträge für Anlieger aus. Zur Diskussion steht seitdem, ob die Satzung ersatzlos gestrichen wird oder ob zum Beispiel die Grundsteuer statt dessen angehoben wird.

20. November: Seit Monaten ruhen die Bauarbeiten in der CCO-Tiefgarage. Nun teilt die Stadt auch den Grund mit: Beim Abbruch sind Giftstoffe im Estrich gefunden worden.

Dezember

Mordfall ohne Leiche

Prozessauftakt im Mordfall Danuta Lysien, die bereits seit Mitte 2017 verschwunden ist, von der es aber keine Leiche gibt: Der Angeklagte Marek Glinski beharrt am 4. Dezember darauf, die damals 55-Jährige nicht getötet, sondern ihr vielmehr bei einer Flucht geholfen zu haben. Der 57-jährige Pole war im Juni verhaftet worden. Während der ersten Verhandlungen verstrickt er sich schnell in Widersprüche. Im Januar wird der Prozess fortgesetzt.

Viel Geld für Bäder

Die Politik fällt am 13. Dezember einen Grundsatzbeschluss für das Bäderkonzept. Es sieht Ausgaben in Höhe von mehr als 20 Millionen Euro in den kommenden Jahren für den Neubau eines Hallenbades am Flötenteich sowie für Investitionen in die Stadtteilbäder und das Olantis vor.

Und was war sonst?

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn am Westkreuz kommt am 20. Dezember eine Frau ums Leben. Ein Lkw fährt auf ein Stauende auf. Die Autobahn ist über Stunden gesperrt.

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